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Der „Ohrwurm“ erscheint bald das 150. Mal

Rathenow Der „Ohrwurm“ erscheint bald das 150. Mal

Der „Ohrwurm“, das Hörmagazin der Gruppe Westhavelland des Blinden- und Sehbehindertenverbandes, erscheint im April zum 150. Mal. Die erste Ausgabe kam im Juni 1991 heraus. Von Anfang und bis zum heutigen Tag wird es produziert von Günther Peschl, den stets seine Ehefrau Brigitte dabei unterstützt. Die Jubiläumsausgabe wird eine Rückschau auf die Verbandsarbeit.

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Brigitte und Günther Peschl, die gerade am 150. Ohrwurm arbeiten.

Quelle: privat

Rathenow. Die Vorfreude wächst, denn der „Ohrwurm“ erscheint im April zum 150. Mal. Der Name, sonst verwendet für unvergessliche Musik, bezeichnet hier das Hörmagazin der Bezirksgruppe Westhavelland des Blinden- und Sehbehindertenverbandes. Es erscheint alle zwei Monate und wird verschickt als CD. Empfänger sind rund 50 Mitglieder der Bezirksgruppe und bis zu 60 Gasthörer aus sieben verschiedenen Bundesländern.

Der „Ohrwurm“ ist ein Magazin zum Anhören, das Beiträge zur Information und Unterhaltung der Verbandsmitglieder enthält. Er bringt Berichte über sozialrechtliche Neuheiten, das Verbandsgeschehen, Tipps für den Alltag von Sehbehinderten, Blindenhilfsmittel werden vorgestellt, es gibt auch unterhaltsame Beiträge und Sprachaufnahmen von Hörern. Vom Anfang im Jahr 1991 an bis heute wird der „Ohrwurm“ vom Rathenower Günther Peschl produziert, den dabei stets seine Ehefrau Brigitte unterstützt. Wie er berichtet, benötigt er für jede Ausgabe rund 50 Stunden Arbeitszeit. Er sichtet das Material, erstellt ein Konzept, fügt die ausgewählten Beiträge zusammen, erledigt erst den Grob- dann den Feinschnitt, fügt Musikbrücken ein und kümmert sich um den Versand.

Anregung für den „Ohrwurm“ erhielt Günther Peschl 1991 in Rendsburg

Bei der Produktion der „Ohrwürmer“ erhielt Günther Peschl viele Jahre lang Unterstützung von Margot und Heinz Bräsecke mit Berichten und Reisebeschreibungen, von Gerda und Karl Euen mit Berichten von der Kegelbahn, von Heidi Dummer und ihrem schon verstorbenen Mann Hans Dummer mit Wanderführungen und nicht zuletzt vom ebenfalls bereits verstorbenen Georg Arlt mit seinen „Augenärztlichen Sprechstunden“. Die Anregung für das Hörmagazin bekam Günther Peschl 1990 bei einem Besuch der Bezirksgruppe in der Partnerstadt Rendsburg, wo es so ein Produkt schon Jahre gab. Mit Hilfe einer Spende der Rendsburger von 500 Mark wurde die erste Aufnahmetechnik gekauft und 1991 die erste Hörkassette hergestellt.

Endbearbeitung und Vervielfältigung der Hör-CDs übernimmt seit Jahren das Tonstudio Hartmut Hübener in Milow. Mit ihm zusammen erstellt Günther Peschl gerade die Jubiläumsausgabe für April. Es wird eine Chronik, die auf Grundlage früherer „Ohrwürmer“ eine Rückschau auf die Verbandsarbeit seit 1991 gibt. Obwohl Günther Peschl 77 Jahre ist und mit seiner Frau in Potsdam lebt, hat er zugesagt, weiter den Ohrwurm zu produzieren.

Von Bernd Geske

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