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Havelland Rathenower Weinberg bleibt eingezäunt
Lokales Havelland Rathenower Weinberg bleibt eingezäunt
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18:05 01.05.2016
Noch steht das Tor zum Echsenland ständig offen. Später soll es nachts verschlossen werden. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Die Bewässerungsanlage auf dem Rathenower Weinberg hat die erste mutwillige Zerstörung bereits hinter sich – Unbekannte haben Sprenkler aus der Verankerung gerissen. Auch Schmierer haben auf Sitzbänken bereits ihre Spuren hinterlassen. Und die Frühjahrsblüher stehen auch nicht mehr so dicht wie geplant. Etliche Blumen wurden ausgebuddelt und mit nach Hause genommen.

Vor diesem Hintergrund kann man die Entscheidung der Stadtverordneten verstehen, den Zaun stehen zu lassen, der vor der Bundesgartenschau zur Abgrenzung des eintrittspflichtigen Bereichs errichtet worden war. Bei der Herrichtung des Buga-Geländes seien auf dem Weinberg Werte entstanden, die unbedingt geschützt werden müssen, so das Argument der Zaun-Befürworter. Auch wenn ein Zaun keine Garantie für die Unversehrtheit des Geländes sei, gehe von einem solchen doch das Signal der Abschreckung aus.

Bürokratischer und finanzieller Mehraufwand

Allerdings beschert der Stadtverordnetenbeschluss der Verwaltung einen nicht unbeträchtlichen Mehraufwand – sowohl in bürokratischer, als auch in finanzieller Hinsicht. Denn eigentlich war der Zaun als temporäre Anlage geplant, die nach der Buga abgebaut werden sollte. Um den Zaun dauerhaft stehen lassen zu dürfen, ist der rechtliche Status des Areals zu ändern. Der Südhang des Weinbergs ist bislang als Wald deklariert. Da ein Wald nicht eingezäunt werden darf, muss man bei der Forstbehörde einen Antrag auf Umwidmung stellen – von Wald zum Park. Außerdem ist der B-Plan anzupassen. Und schließlich müssen, weil abends die Tore zum Gelände verschlossen werden, an verschiedenen Stellen des Zaunes Drehkreuze eingebaute werden, damit Besucher, die versehentlich eingeschlossen wurden, vom Gelände herunterkommen.

Der Zaun am Südhang des Weinbergs Quelle: Markus Kniebeler

„Ich gehe davon aus, dass all diese Dinge bis Ende des Jahres geklärt werden“, sagt Rathenows Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle. Danach werde man prüfen können, ob die Einzäunung auf Diebe und Rabauken die abschreckende Wirkung ausübe, die man sich von ihr erhoffe. Es gibt auch unter den Stadtverordneten nicht wenige, die bezweifeln, dass sich Menschen mit kriminellen Absichten von einem Maschendrahtzaun von ihrem Tun abhalten lassen.

Dass ohne Einzäunung einige Zeitgenossen denken, machen zu können, was sie wollen, dafür gibt es Beispiele zuhauf. So blieb nach der Landesgartenschau 2006 von dem eigens angelegten Rhododedronhain nicht viel übrig. Bis auf eine einzige Pflanze seien alle Rhododendren ausgegraben und gestohlen worden, erinnert sich Lemle. Und auch in dem Vorbereitungsjahr der Buga – da stand der Zaun schon – gab es immer wieder Diebstähle. Dass einige Beete ein bisschen gerupft aussehen, kann aber auch einen anderen Grund haben. Auf dem Weinberg tummeln sich Rehe – und dien knabbern Frühlingsblumen besonders gerne.

15 Hektar umzäuntes Gelände

Der Zaun, der im Jahr 2014 errichtet wurde, um das 15 Hektar große Buga-Gelände abzugrenzen, ist rund zwei Kilometer lang. Am Spielplatz Echsenland steht ein stabiler Stabgitterzaun, der größte Teil der Einfriedung besteht aus einem Maschendrahtzaun.

In Vorbereitung der Buga wurden auf dem Weinberg 4,5 Millionen in die Aufbesserung des Areals investiert. Das gesamte Wegesystem wurde erneuert, der Bereich um den Bismarckturm wurde neu gestaltet, ein Spielplatz wurde angelegt und eine neue Toilettenanlage installiert.

Von Markus Kniebeler

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