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Havelland „Der Rauchmelder hat uns das Leben gerettet“
Lokales Havelland „Der Rauchmelder hat uns das Leben gerettet“
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10:16 24.06.2016
 Großeinsatz für die Feuerwehr im Norden von Falkensee. Kollegen aus Dallgow-Döberitz halfen.   Quelle: Fotos: Julian Stähle (2)
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Falkensee

 Der Brand war am Montag Gesprächsthema Nummer 1 in Falkensees Siedlung Falkenhöh ganz im Norden der Stadt. Die Männer am Zaun sprechen über das Feuer, eine Frau von der Tagespflege „Harmonie“ schaut an der Brandstätte vorbei. „Als ich nachts die Feuerwehrautos hörte und sah, hatte Angst“, sagt sie. Nun war sie froh, dass weder an ihrer Arbeitsstelle in der Pestalozzistraße, noch dass den Bewohnern des Hauses in der Melanchthonstraße etwas passiert war. „Die Waschmaschine soll gebrannt haben“, sagt die Anwohnerin. Auch die Information über die Brandursache hatte sich wie ein Lauffeuer rumgesprochen. 

Am Morgen nach dem Brand war von dem Feuer nicht sehr viel zu sehen. Das 16 Jahre alte Haus mit dem hellen Giebel zur Straße ist an der Seite etwas verrußt. Aber: Das ganze Haus ist unbewohnbar. Zumindest für ein paar Wochen. Wann sie wieder in ihr Haus einziehen können, wissen Zyta und Andreas Theuerkauf nicht. Am Montag hatten sie gleich zwei schwere Aufgaben zu lösen: den Schock über den Brand verarbeiten und eine Bleibe finden.

Offenbar hatte die Waschmaschine einen technischen Defekt. Quelle: Julian Stähle

„Der Rauchmelder hat uns das Leben gerettet“, ist Andreas Theuerkauf überzeugt. Er und seine Frau hatten sich am Sonntagabend im Obergeschoss des Hauses aufgehalten, als dort unter dem Dach das Gerät loslegte. Um 22.20 Uhr war die Feuerwehr alarmiert, kurze Zeit später wurde der Brand gelöscht. Zwar hatten die Bewohner selbst versucht, das Feuer zu löschen, aber der giftige Rauch hatte sie vertrieben. Im Keller war eine Waschmaschine in Brand geraten. 46 Feuerwehrleute aus Falkensee und Dallgow-Döberitz waren in der Nacht im Einsatz, das Feuer wurde mit Wasser schnell gelöscht und griff nicht auf andere Räume über. Um 1.45 Uhr in der Nacht zum Montag war der Einsatz beendet.

Viele Kräfte waren in Falkensee im Einsatz. Quelle: Julian Stähle

Die Bewohner des Hauses blieben unverletzt. „80 Prozent der Brandtoten in Deutschland könnten noch leben, wenn sie einen Rauchwarnmelder gehabt hätten“, sagt Falkensees Stadtbrandmeister Daniel Brose. Auch wenn die Falkenseer Feuerwehr in diesem Jahr schon 19 Mal ausrückte und sich das Ganze als Fehlalarm entpuppte, wirbt er weiter für solche Rauchwarnmelder. „Der Rauch ist gefährlicher als das Feuer“, argumentiert er für die Sicherheitstechnik, wie wichtig sie sei, habe auch der Fall in der Melanchthonstraße gezeigt.

Zyta und Andreas Theuerkauf hatten Montag zufällig einen Urlaubstag geplant, der wurde genutzt, um wichtige Dinge zu klären. Aus dem Haus wurden einige Gegenstände geholt. „Aber man hält es nicht lange drin aus, es stinkt penetrant und beißt in den Atemwegen“, sagt Zyta Theuerkauf. Sie hofft, dass es schnell weitergeht. Nun muss die Versicherung das Haus anschauen. „Das Haus muss dekonterminiert werden“, meint Daniel Brose. Das dauert eine Weile. In der Brandnacht war die Hilfsbereitschaft der Nachbarn jedenfalls schon einmal sehr groß. Sie halfen mit Decken aus, leisteten Beistand und stellen ein Gästezimmer als Notunterkunft zur Verfügung. „Wir sind bei ganz lieben Nachbarn untergekommen“, ist Zyta Theuerkauf über die Anteilnahme gerührt.

Von Marlies Schnaibel

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