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Havelland Der Rideplatz bekommt einen Fitnesspark
Lokales Havelland Der Rideplatz bekommt einen Fitnesspark
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13:11 11.03.2018
Noch ist der Rideplatz nicht viel mehr als eine grüne Wiese. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe besprechen, welche Geräte bald hier stehen sollen. Quelle: Foto: privat
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Rathenow

Sport treiben hält fit und gesund, das weiß jeder. Allerdings kann sich nicht jeder den Besuch im Fitnessstudio leisten. Es gibt aber auch andere Wege, um sich fit zu halten. Zum Beispiel draußen in der Natur. Im Trend liegen derzeit Fitnessparks auf öffentlichen Plätzen. Ein solcher Park soll nun auch auf dem neuen Freizeitplatz am Körgraben entstehen.

In den letzten Wochen und Monaten haben Rathenows Jugendkoordinator Tilo Windt und weitere Mitstreiter Ideen gesammelt, sich ähnliche Anlagen in Berlin angeschaut und nun beschlossen, wie der künftige Fitnesspark auf dem Rideplatz aussehen soll. „In der Mitte soll ein großes Gerät mit verschiedenen Elementen stehen, dazu ein Barren, ein Dreierreck und vier weitere Einzelgeräte drum herum“, erklärt Rathenows Stadtplaner Jens Hubald.

40 000 Euro aus dem „Goldenen Plan Havelland“

Er hat die Vorstellungen, Wünsche und Anforderungen zusammengefasst und die Ausschreibung für das Projekt vorbereitet. Vier Unternehmen haben sich darauf beworben. Am 20. Juli werden die Mitglieder des Hauptausschusses über die Vergabe abstimmen. Bereits im September soll dann der Fitnesspark stehen.

60 000 Euro werden in den Bau der Anlage investiert. Ein Drittel des Geldes stammt aus der Fördersumme, die von der Stiftung „Lebendige Stadt“ und dem Deutsch-Olympischen Sportbund im Rahmen des Projekts „Sport bewegt Vielfalt“ bereitgestellt wird. Weitere 40 000 Euro steuert der Landkreis Havelland bei. Diese Mittel stammen aus dem Sportstättenförderprogramm „Goldener Plan“.

Auch der Rathenower Seniorenbeirat bringt sich mit ein

„Die Fördermittel müssen noch in diesem Jahr ausgegeben werden und da es wenig Sinn macht, diese Geräte in der kalten Jahreszeit aufzustellen, sollen sie schon im September stehen“, erklärt André Neidt. Er ist beim Kreissportbund Havelland (KSB) für die mobile Jugendarbeit zuständig und hat das Projekt „Rideplatz“ von Beginn an begleitet und unterstützt.

Der Fitnesspark ist das erste größere Projekt, das auf dem Rideplatz umgesetzt wird. Im April hatte Jens Hubald mit vielen Helfern eine Feuerstelle angelegt. Unterstützend dabei ist auch immer der Seniorenbeirat der Stadt. Dessen Mitglieder arbeiten in den verschiedenen Arbeitsgruppen mit. Denn Ziel ist es, den Platz so zu gestalten, dass er allen Generationen etwas bietet. „In unseren Besprechungen und Workshops waren stets Vertreter der Jugend, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Petra Herbrich, und Vertreter des Seniorenbeirats dabei. Nur so konnten wir die Interessen unterschiedlichster Zielgruppe einbeziehen. Schließlich soll der Fitnesspark später von Jugendlichen, Kindern und Senioren genutzt werden“, macht Tilo Windt deutlich.

Projekt „Rideplatz“ soll Schule machen

Das Projekt „Rideplatz“ wurde in einem bundesweiten Wettbewerb ausgewählt und wird nun Rahmen des Projekts „Sport bewegt Vielfalt“ mit insgesamt 40 000 Euro gefördert.

Hinter dem Projekt steht der Deutsch Olympische Sportbund (DOSB) und die Stiftung „Lebendige Stadt“, die das Vorhaben in Rathenow nun mitverfolgen.

Jeweils 20 000 Euro stehen in 2017 und 2018 für den Rideplatz zur Verfügung.

Für 2017 stellt der Landkreis Havelland weitere 40 000 Euro aus dem Förderprogramm „Goldener Plan Havelland“ zur Verfügung.

Die Sporthochschule Köln wird über das Projekt „Rideplatz“ eine Broschüre für Kommunen erstellen, so dass andere von Rathenow lernen können.

Unterstützung für den Rideplatz gibt es auch immer wieder seitens der Partnerschaft für Demokratie Westhavelland und Nauen, die die Beteiligungstreffen und das große Kick-off-Meeting im Februar finanzierte. Um die Pflege des Platzes kümmern sich Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR). Eine entsprechende Vereinbarung wurde bereits getroffen.

Was die Trägerschaft für den Platz betrifft, gibt es noch keine Lösung. Der KSB wird nicht einspringen. Nun bemüht sich der Basketball Verein Red Eagles um eine Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe. „Sollte das gelingen, können wir uns vorstellen, die Trägerschaft für den Rideplatz zu übernehmen“, sagt Martin Skowronek. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins und Jugendkoordinator beim KSB. Richtig Leben wird es auf dem Platz vermutlich aber erst geben, wenn 2018 auch der Skatepark kommt, meint André Neidt.

Von Christin Schmidt

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