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Der Wahl-Countdown läuft

Havelland Der Wahl-Countdown läuft

Hunderttausende Wähler, hunderte Wahllokale – zehn Direktkandidaten und 15 Parteien werben bei der Bundestagswahl um die Stimmen der Havelländer. In den Wahlkreisen 56 und 58 wollen CDU-Bundestagskandidaten ihre Position verteidigen.

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Rechts-Links? 15 Parteien treten in den Wahlkreisen 56 und 58 zur Bundestagswahl an.

Quelle: Marlies Schnaibel

Havelland. „Alle waren überrascht“, sagte Rudi Mießner, Kreiswahlleiter für den Wahlkreis 58. „Überrascht von der Briefwahl“. In allen Gemeinden haben bereits jetzt deutlich mehr Bürger diese Form der Stimmabgabe gewählt als in der Vergangenheit. Von den 327 Wahllokalen sind 41 Briefwahllokale. Das Ganze ist ein Trend, den man auch in der größten Stadt des Havellandes spürt. Schon jetzt haben mehr als 7000 Falkenseer per Brief gewählt, fast doppelt so viele wie bei der Wahl zuvor. Deshalb gibt es in Falkensee in diesem Jahr sieben Briefwahllokale.

Gezählt wird dort wie in allen anderen Wahllokalen aber auch erst am Sonntag ab 18 Uhr. Mit etwa 240 000 Wahlberechtigten gehört der Wahlkreis 58 zu den drei wählerstärksten Wahlkreisen Brandenburgs. Zum Wahlkreis gehören neben dem Landkreis Oberhavel auch große Teile des Osthavellandes: Falkensee, Dallgow-Döberitz, Ketzin/Havel, Wustermark, Brieselang und Schönwalde-Glien.

Im Kampf um das Direktmandat rechnet sich Uwe Feiler (CDU) Chancen auf einen Wiedereinzug aus. Vor vier Jahren hatte er Angelika Krüger-Leißner überholt, die zuvor vier Mal das Direktmandat für die SPD gewonnen hatte. Sieges(selbst)sicher zeigte sich Uwe Feiler aber am Donnerstag trotzdem nicht. Seinen jungen Herausforderer von der SPD, Benjamin Grimm, will er nicht unterschätzen, auch weil dieser wahrhaft intensiv plakatiert hat. „Der Wahlkampf geht bis zum letzten Tag“, sagte Uwe Feiler und gestand, dass ihm noch ein weiterer Kampf bevorsteht. Sollte er den Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag schaffen, will er ab dem 25. September nicht mehr rauchen.

Den Wiedereinzug in den Bundestag würde auch gern Harald Petzold von den Linken schaffen, der Falkenseer sitzt als zweiter Havelländer derzeit im Parlament und muss wegen seines Listenplatzes bangen. „Auch, wenn das mit Berlin für mich persönlich vielleicht nicht klappt, bin ich mit vollem Herzen im Wahlkampf dabei und kämpfe bis Sonntag um Zweitstimmen für unsere Partei“, sagte er.

Große Fläche, aber eher weniger Wähler, das ist der Wahlkreis 56 mit Prignitz/Ostprignitz-Ruppin/Havelland I. Der Wahlkreis war neu zugeschnitten worden, so dass neben dem Amt Friesack auch die Stadt Nauen dazu gehört. 176 461 Frauen und Männer sind zwischen Nauen und Wittenberge aufgerufen, ihre Kandidaten zu wählen. Mit Sebastian Steineke will auch hier ein CDU-Mann sein Direktmandat verteidigen. Das hatte er vor vier Jahren mit fast vier Prozent Vorsprung vor Dagmar Ziegler geholt, die Sozialdemokratin ist diesmal seine Herausforderin.

In drei Städten dieses Wahlkreises werden am Sonntag Bürgermeister gewählt, in Nauen, Rheinsberg und Pritzwalk. Der 15. Oktober ist schon mal als Termin für mögliche Stichwahlen reserviert.

Von Marlies Schnaibel

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