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Havelland Der Windkraft im Wald droht das Aus
Lokales Havelland Der Windkraft im Wald droht das Aus
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19:55 08.11.2016
Felix Menzel (l.) und Ralf Holzschuher bei Kleinbuckow. Quelle: Ch. Schmidt
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Milower Land

Im Kampf gegen Windräder im Wald holte sich der Bürgermeister der Gemeinde Milower Land, Felix Menzel (SPD), am Montag prominente Unterstützung. Ralf Holzschuher, Mitglied des Landtages Brandenburg und energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, stattete Menzel einen Besuch ab, um sich anzuschauen, wo die Firma Enercon noch in diesem Jahr 13 Windkraftanlagen bauen will.

Der Bürgermeister berichtete unter anderem von sich widersprechenden Gutachten zum Schwarzstorch und vermuteter Manipulation am Horst, von Waldbesitzern, die ihre Flächen nicht zur Verfügung stellen wollen und mangelhaften Brandschutzkonzepten. Selbst die Bürgermeister von Premnitz und Rathenow hätten Bedenken und wären bereit, den notwendigen Bau von Kabeltrassen bis nach Mögelin zu versagen. „Beide haben mir ihre Unterstützung schriftlich zugesagt. Unter anderem auch, weil die Errichtung dieser Windkraftanlagen gegen die Ziele des Sternenparks verstößt“, so Menzel.

Mittlerweile habe das Landesumweltamt eine ganze Reihe an Nachforderungen an den Investor gestellt, weiß Menzel. Demnach müsse es 2017 weitere Nachforschungen zum Schwarzstorch geben. Weiterhin hätte ein Sprecher der Bundeswehr erklärt, dass auf dem Truppenübungsplatz in Klietz mit Kleinkaliber geschossen wird. „Das bedeutet, die Grenzwerte für den Schallschutz sind bereits voll ausgeschöpft“, betont Menzel. In seinen Augen ist das ein K-o.-Kriterium.

Holzschuher zeigte sich überrascht, dass sich der Investor laut Menzels nicht um Akzeptanz in der Bevölkerung bemüht. „Mich wundert, dass man hier so nachvollziehbare Bedenken scheinbar vom Tisch fegt. Ich bin nicht generell gegen Windkraft im Wald, aber künftig müssen wir alles daran setzen, dass solche Vorhaben vor Ort akzeptiert werden“, erklärte Holzschuher nach der ausführlichen Rundfahrt. Investoren die dazu nicht bereit sind, würden den Ausbau nicht voranbringen.

Menzel geht noch einen Schritt weiter. Er fordert, diejenigen zu entschädigen, die die Anlagen vor der Haustür haben. Zum Beispiel in Form von günstigem Strom. Fünf Windräder drehen sich bereits im Milower Land. Die Gemeinde wäre sogar bereit, eine weitere 72 Hektar große Ackerfläche für neun bis zehn zusätzliche Windräder zur Verfügung zu stellen.

Von Christin Schmidt

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