Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Der Windkraft im Wald droht das Aus

Milower Land Der Windkraft im Wald droht das Aus

Felix Menzel, Bürgermeister in Milower Land, gibt sich kämpferisch. Beim Termin mit dem Landtagsabgeordneten Ralf Holzschuher fasste er noch einmal die zahlreichen Argumente gegen die 13 geplanten Windräder im Wald bei Großwudicke zusammen. Das wohl schwerwiegendste Argument ist für Menzel zugleich ein K-o.-Kriterium für das gesamte Projekt.

Voriger Artikel
Straßenmeisterei: Winter kann kommen
Nächster Artikel
Stadt investiert in Straßenbeleuchtung

Felix Menzel (l.) und Ralf Holzschuher bei Kleinbuckow.

Quelle: Ch. Schmidt

Milower Land. Im Kampf gegen Windräder im Wald holte sich der Bürgermeister der Gemeinde Milower Land, Felix Menzel (SPD), am Montag prominente Unterstützung. Ralf Holzschuher, Mitglied des Landtages Brandenburg und energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, stattete Menzel einen Besuch ab, um sich anzuschauen, wo die Firma Enercon noch in diesem Jahr 13 Windkraftanlagen bauen will.

Der Bürgermeister berichtete unter anderem von sich widersprechenden Gutachten zum Schwarzstorch und vermuteter Manipulation am Horst, von Waldbesitzern, die ihre Flächen nicht zur Verfügung stellen wollen und mangelhaften Brandschutzkonzepten. Selbst die Bürgermeister von Premnitz und Rathenow hätten Bedenken und wären bereit, den notwendigen Bau von Kabeltrassen bis nach Mögelin zu versagen. „Beide haben mir ihre Unterstützung schriftlich zugesagt. Unter anderem auch, weil die Errichtung dieser Windkraftanlagen gegen die Ziele des Sternenparks verstößt“, so Menzel.

Mittlerweile habe das Landesumweltamt eine ganze Reihe an Nachforderungen an den Investor gestellt, weiß Menzel. Demnach müsse es 2017 weitere Nachforschungen zum Schwarzstorch geben. Weiterhin hätte ein Sprecher der Bundeswehr erklärt, dass auf dem Truppenübungsplatz in Klietz mit Kleinkaliber geschossen wird. „Das bedeutet, die Grenzwerte für den Schallschutz sind bereits voll ausgeschöpft“, betont Menzel. In seinen Augen ist das ein K-o.-Kriterium.

Holzschuher zeigte sich überrascht, dass sich der Investor laut Menzels nicht um Akzeptanz in der Bevölkerung bemüht. „Mich wundert, dass man hier so nachvollziehbare Bedenken scheinbar vom Tisch fegt. Ich bin nicht generell gegen Windkraft im Wald, aber künftig müssen wir alles daran setzen, dass solche Vorhaben vor Ort akzeptiert werden“, erklärte Holzschuher nach der ausführlichen Rundfahrt. Investoren die dazu nicht bereit sind, würden den Ausbau nicht voranbringen.

Menzel geht noch einen Schritt weiter. Er fordert, diejenigen zu entschädigen, die die Anlagen vor der Haustür haben. Zum Beispiel in Form von günstigem Strom. Fünf Windräder drehen sich bereits im Milower Land. Die Gemeinde wäre sogar bereit, eine weitere 72 Hektar große Ackerfläche für neun bis zehn zusätzliche Windräder zur Verfügung zu stellen.

Von Christin Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg