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Havelland Der Winter kann kommen
Lokales Havelland Der Winter kann kommen
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00:23 07.12.2015
Carsten Weimann und Winterdienstschichtleiter Steffen Kerger vor den gefüllten Silos. Quelle: Laura Sander
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Bredow

Der Winter lässt auf sich warten. Dank milder Temperaturen sitzt der Schal bei vielen Havelländern noch locker, an weiße Weihnachten ist vorläufig nicht zu denken. Für das Team der Bredower Straßenmeisterei, das in den kommenden Monaten die Straße im Osthavelland befahrbar halten muss, jedoch kein Grund die Beine hochzulegen und das erste Schneetreiben abzuwarten. „Es gibt auch jetzt jede Menge zu tun. Zurzeit holen wir die Sachen nach, die im Herbst liegengeblieben sind“, so Leiter Carsten Weimann. Schlaglöcher werden geflickt, Hecken geschnitten, Verkehrsschilder und Leitpfosten von Dreck befreit. „Im Herbst haben wir allein drei Mal Laub von unseren Radwegen geräumt. Der verspätete Wintereinbruch kommt uns daher ganz gelegen.“

Doch auch in diesem Winter werden sich Schnee, Eis und Frost nicht gänzlich aufhalten lassen. Laut deutschem Wetterdienst sinken die Temperaturen bereits in zwei Wochen unter den Gefrierpunkt. Dem Kälteeinbruch sieht Carsten Weimann allerdings entspannt entgegen. „Wir sind komplett vorbereitet und einsatzbereit.“ In zwei Silos und einer Halle auf dem Bredower Gelände lagern rund 1300 Tonnen Streusalz. „Das müsste für den Winter reichen. Sollte es knapp werden, haben wir immer die Möglichkeit nachzubestellen.“ Die Technik wurde kontrolliert, die Mitarbeiter bereits geschult. Zehn Saisonkräfte wurden zusätzlich für den Winterdienst eingestellt. Die fünf Fahrzeuge der Straßenmeisterei wurden mit Schneepflug und Streuautomaten bestückt, der Zuständigkeitsbereich – 85 Kilometer Bundesstraßen, 170 Kilometer Landesstraßen und 90 Kilometer Radwege – abgefahren und kontrolliert. „Jedes Fahrzeug ist einer bestimmten Strecke zugeteilt. Der jeweilige Fahrer kontrollieren seine Abschnitte im Vorfeld, um Überraschungen vorzubeugen“, so Weimann. Kurven, neue Verkehrszeichen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Bahnübergänge, neue Streckenabschnitte oder andere Veränderungen werden begutachtet.

In drei Schichten werden die insgesamt 18 Mitarbeiter zum Räumen und Streuen eingesetzt – rund um die Uhr. Bei der Schichtverteilung orientieren sich die Schichtleiter an der Homepage des deutschen Wetterdienstes. „Wir haben das Wetter ständig im Blick und können so einschätzen wie viele Leute gebraucht werden.“ Drei Betriebe aus Falkensee, Pausin und Nauen greifen ihnen zusätzlich unter die Arme. „Besonders in Spitzenzeiten wäre das sonst nicht zu schaffen. Jeder hat seinen eigenen Zuständigkeitsbereich und das klappt auch ganz gut“, sagt der 50-Jährige. Viel befahrene Straßen und Autobahnzubringer – wie die Landesstraße 20 und die Bundstraße 5 – haben bei unaufhörlichem Schneefall oder starkem Frost oberste Priorität. Vor jedem Schichtbeginn wird die Route je nach Bedarf festgelegt.

Straßenmeisterei

Die Straßenmeisterei in Bredow gehört zum Landesbetrieb für Straßenwesen in Potsdam. Im Landkreis Havelland befindet sich die zweite Straßenmeisterei in Rathenow.

Geräumt werden die Straßen nach einer Prioritätenliste. Vorrang hat die stark befahrene Bundesstraße 5. Dann folgen Brücken über Kanäle und Flüsse und Straßen durch Waldstücke.

Das Warten auf den Winter hat schon bald ein Ende und die Straßenmeisterei wird sich wieder in den alljährlichen Räum- und Streuwahnsinn stürzen. Salz-Engpässen zumindest befürchtet Carsten Weinamm nicht. „Wir hatten schon harte Winter, in denen das Salz knapp geworden ist. Das ist aber nicht zu erwarten.“

Von Laura Sander

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