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Der etwas andere Adventsmarkt

Falkensee Der etwas andere Adventsmarkt

Gegen Kommerz und Langeweile trat zum 19. Mal die Falkenseer Angerweihnacht an. Der nicht kommerzielle Weihnachtsmarkt bot am Sonnabend Selbstgebasteltes, Selbstgekochtes und viel gute Laune rund um den Falkenhagener Anger.

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Viele Stände und ein Mann in Rot: die Falkenseer Angerweihnacht bereitete Freude.

Quelle: Carsten Scheibe

Falkensee. Die hölzernen Buden führten am ersten Adventssamstag wieder im Halbkreis um den Falkenhagener Angerteich herum. Nur an diesem einen Tag findet in Falkensee der Weihnachtsmarkt statt – die Angerweihnacht. Diese Angerweihnacht ist anders als die Konkurrenz, die zurzeit in der ganzen Region an jeder Ecke aus dem Boden sprießt.

Wichtig ist bei der Angerweihnacht schon einmal dies: Die Menschen, die in den kleinen Buden stehen, die kennt man. Es sind die Eltern vom Förderverein der Schulen, die Mitglieder vom lokalen Verein, die engagierten Köpfe aus ehrenamtlich geführten Organisationen. So gibt es beim Bestaunen der weihnachtlichen Auslagen stets ein lautes Hallo. Endlich trifft man sich einmal wieder in der kalten Jahreszeit, tauscht die neuesten Nachrichten aus, widmet sich dem Klatsch und bezieht die nächsten Bekannten mit in den Plausch ein, die gerade erst neu am Stand eintreffen.

Und ganz egal, ob Lokalgruppe der DLRG, die Kita zum guten Hirten, der Mikado e.V., die Frauengruppe Ost-West, der Fibromyalgie-Liga Deutschland e.V., der Förderverein des Museums oder die Kinder von der Europa-Grundschule am Gutspark – sie alle hatten Selbstgebasteltes und mehr im Angebot, das so kurz vor dem 1. Advent noch reißende Abnehmer fand. Da gab es selbstgebastelte Filzmäuse, schöne Adventsgestecke, Mistelzweige für die Frischverliebten, dekorative Anhänger für den Weihnachtsbaum, zu Weihnachtsmännern umdekorierte Birkenstämme, Kerzenhalter und viele andere Dinge mehr.

Thomas Zylla, 1. Beigeordneter der Stadt Falkensee und am Kirchenstand aktiv, um Geld für ein Frauenhaus im polnischen Pobiedna zu sammeln: „Man sollte im Vorfeld noch viel mehr bewerben, wie viel Selbstgebasteltes auf höchstem Niveau es auf der Angerweihnacht gibt. Zumal man mit dem Geld auch immer etwas Gutes tut.“

Genau das ist der Gedanke bei der Angerweihnacht. Dass an nur einem Tag eingenommene Klimpergeld füllt die Kassen der Vereine und Organisationen. So können die Fördervereine der Schulen vielleicht im kommenden Jahr schon wieder eine wichtige Anschaffung für die Kinder tätigen, die ansonsten nicht im Etat inbegriffen wäre.

So ein Gang durch den bunten Budenzauber macht hungrig. Und so konnten sich die Besucher einmal mehr an frischen Waffeln, selbstgemachten Keksen, Würstchen vom Grill oder Suppe aus dem Topf satt essen. Wieder mit dabei – die Refugee-Kitchen mit leckerem Essen aus der orientalischen Küche der ehemaligen Flüchtlinge.

Für die Kinder bot das Rahmenprogramm an diesem Tag etwas Besonderes. Im Haus am Anger staunten sie über mehrere Theaterstücke. Ein Infozettel an vielen Ständen hatte im Vorfeld Werbung für die Attraktionen gemacht. So war kaum ein Platz noch frei, als zunächst ein Puppentheater über „Die gestohlenen Weihnachtsgeschenke“ berichtete, dann ältere Kinder bei „Vom Fischer und seiner Frau“ lauschen durften, bevor ein Mit-Mach-Theater mit „Jeda, der Schneemann“ das Finale auf der Anger-Bühne einläutete.

In den oberen Etagen durfte derweil gebastelt werden. Adventskränze, Weihnachtssterne und viele andere dekorative Dinge: Viele Kinder vergaßen in der Werkstatt völlig die Zeit und sägten, klebten, dekorierten und verzierten, bis die Eltern ungeduldig zum Aufbruch drängten. Das Besondere an der Werkstatt war, dass Ingo Wellmann und sein Team viele Mitmachstationen vorbereitet hatten, so dass die Kinder am Arbeitsplatz bereits alles vorfanden, was sie für die Bewältigung einer ausgesuchten Aufgabe benötigten.

Das hochdramatische Schwarzlichttheaterstück „Die Weihnachtswichtel“ der Haus-am-Anger-Gruppe „Showtime“, in der benachbarten Falkenhagener Kirche aufgeführt, beendete nach 18 Uhr die Angerweihnacht, der nur eins fehlte – Schnee.

Von Carsten Scheibe

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