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Ärger über verstopfte Straßen

Der frühere Polizist Jürgen Albrecht will Fernverkehr aus Rathenow wegleiten Ärger über verstopfte Straßen

Der Verkehr in der Rathenower Innenstadt ist ein Problem. Und das nicht nur, weil derzeit die Hauptkeuzung umfahren werden muss. Auch nach dem Umbau wird das Verkehrsaufkommen auf der B 102 hoch sein. Schließlich wird über die Bundesstraße, welche die Stadt vertikal durchschneidet, fast der gesamte Nord-Süd-Verkehr abgewickelt.

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Jürgen Albrecht vor dem Wegweiser am Grünauer Weg. Wegen der Bauarbeiten im Zentrum ist Neuruppin derzeit durchgestrichen. Doch dass der Verkehr hier normalerweise auf die B 102 geleitet wird, ist klar zu erkennen.

Quelle: M. Kniebeler

Rathenow. Die Lage auf der B 102 könnte entspannter sein. Sagt jedenfalls Jürgen Albrecht. Und eine gewisse Sachkenntnis kann man dem 63-Jährigen nicht absprechen. 41 Jahre lang war Albrecht als Polizist in Rathenow und Premnitz tätig. Da weiß man Bescheid über Unfallschwerpunkte, Staus und Stockungen im Verkehrsfluss.

„Auf der B 102 sind viele Fahrzeuge unterwegs, die dort nicht lang müssten“, sagt Albrecht. Ursache dieses Fehlverkehrs ist seiner Meinung nach ein Wegweiser. Das steht an der Abzweigung des Grünauer Wegs von der B188-Umgehung. Autofahrer, die aus Westen kommen und in Richtung Neuruppin wollen, werden von der Umgehungsstraße ab- und auf die B 102 durch die Stadt geleitet.
Albrecht ist der Meinung, dass eine einfache Änderung auf dem Wegweiser die Lage entspannen könnte. Wenn man die Autofahrer auf der B 188 weiter geradeaus schicken würde bis zum Friesacker Kreisel, von wo es nach links weiter auf der B 5 über Friesack bis Bückwitz gehe und von dort dann rechts weg auf die B 167 nach Neuruppin, dann sei beiden geholfen: Den Autofahrern, die sich nicht durch die Stadt Rathenow und die nachfolgenden Gemeinden an der B 102 quälen müssen. Und den Anwohnern an der B102, die von Verkehr und Lärm entlastet würden.

Einen Haken hat die Sache allerdings: Die von Albrecht vorgeschlagene Strecke ist rund sechs Kilometer länger als die durch Verkehrsschilder ausgeschilderte. Aber das sei kein Argument gegen seinen Vorschlag, so Albrecht. Denn wer die Rathenower Innenstadt meide und stattdessen die Route über die Bundesstraßen B188 und B 5 nehme, der komme rund zehn Minuten schneller nach Neuruppin. Trotz der Mehrkilometer. Denn auf dieser Route werde der Verkehrsfluss kaum durch Ampeln und Ortsdurchfahrten gebremst.

Karsten Ziehm, Leiter der Rathenower Straßenmeisterei, zieht diese Berechnung Albrechts gar nicht in Zweifel. Aber er erklärt, dass es bei der Ausschilderung klare Kriterien gebe. Es sei die kürzeste Route zu markieren, so lange sie über geeignete Strecken führe. Und dieses Kriterium sei im gegebenen Fall erfüllt. Von der einen Bundesstraße (B 188) werde der Verkehr auf eine andere Bundesstraße (B 102) geführt. Es gehe also mitnichten auf untergeordneten Straßen durch die Stadt, sondern auf überregionalen Verbindungsstraßen. Deshalb gebe es keinen Grund, an den derzeitigen Verkehrsschildern etwas zu ändern. Ziehm sagt, dass man es niemandem verwehren könne, den kürzsten Weg zu nutzen. Wenn sich jemand entschließe, den längeren, schnelleren Weg zu wählen, sei das auch okay. Die Entscheidung stehe jedem frei. Im Übrigen bezweifle er, dass der Fernverkehr nach Neuruppin großen Anteil daran habe, dass es auf der B102 durch Rathenow oft voll sei.

Von Markus Kniebeler

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