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Havelland Der rettende Graben fehlt
Lokales Havelland Der rettende Graben fehlt
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00:28 31.08.2015
Bis zum Knie im Wasser – ähnlich schlimm ist es in Falkenrehde nach Starkregen. Quelle: dpa
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Falkenrehde

Das Regenwasser macht Ilse Leske zu schaffen. Jedes mal nach starken Niederschlägen oder im Winter bei Schneeschmelze sind Teile des Grundstückes der Anwohnerin in der Straße der Jugend in Falkenrehde überflutet. „Zuletzt war das wieder in der Nacht zum Montag während des Fischerfestwochenendes Mitte des Monats der Fall. Mein Vorgarten lief voll, ich konnte das Wasser nicht zurückhalten“, schildert die Rentnerin.

Seit dem großen Unwetter im Jahre 2000 und der Wasserflut 2006 in Falkenrehde habe sie vor und auf ihrem Grundstück wenigstens einige Vorkehrungen getroffen, um das Schlimmste zu verhindern. Im Hof ließ sie die Lehmschicht, die das Abließen des Wassers verhindert, entfernen und die Fläche mit Schotter auffüllen. In der Mitte ist eine Sickerstelle angelegt. Vor dem Tor baut die Rentnerin, wenn Niederschläge angesagt sind, immer wieder einen kleinen Damm aus Grasteilen auf, damit wenigstens ein Teil des Wassers nicht auf ihrem Grundstück landet.

Ähnlich wie ihr ergehe es noch anderen drei oder vier Grundstückseigentümern. „Es muss endlich was passieren“, fordert Ilse Leske und ergänzt: „Ich traue mich gar nicht mehr über mehrere Tage wegzufahren, weil ich Angst haben muss, dass dann an See auf meinen Grundstück steht.“

Aufgrund eines Gefälles fließt das Oberflächenwasser vom oberen, befestigten Teil der Straße der Jugend in den unteren unbefestigten Teil und weiter in Richtung Knoblaucher Weg ab. Einige neue Wohnhäuser in der Straße der Jugend sind nicht betroffen, weil sie etwas höher gebaut wurden. Die übrigen fünf, sechs Anlieger müssten im Fall eines Straßenausbaus und der damit verbundenen Straßenentwässerung aber so hohe Eigenanteile aufbringen, dass dieses Vorhaben der Stadt Ketzin abgelehnt wurde. „Statt dessen war vorgesehen, dass die Kommune einen Ackerstreifen kauft und dort einen Entwässerungsgraben bis zum Auffangbecken im Knoblaucher Weg einrichtet“, sagt Falkenrehdes Ortsvorsteherin Gisela Drehmel. Nur sei das bisher nicht geschehen.

Das bestätigt Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP) und liefert die Begründung gleich hinterher: „Wir können diesen Graben erst bauen, wenn uns alle Grundstücke gehören. Die Stadt hat einige Streifen erwerben können, aber eben noch nicht alle. Im hinteren Abschnitt kann ein Grundstück nicht verkauft werden, weil es ein Landwirt gepachtet hat und offenbar nicht bereit ist, darauf zu verzichten.“ Jetzt denke die Stadt darüber nach, auf einem unbebauten Areal, gegenüber von Ise Leskes Grundstück, ein zusätzliches kleines Auffangbecken zu errichten.

Besagter Landwirt Jürgen Schöttler kann die Aussagen des Bürgermeisters nicht verstehen: „Ich habe mich immer bereit erklärt, in dem Punkt zwischen dem Eigentümer und der Stadt zu vermitteln. An mir soll der Grabenbau nicht scheitern.“

Von Jens Wegener

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