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Design-Student entwickelt digitales "Regal"

Projekt beim "Kreativradar Brandenburg 2013" ausgezeichnet Design-Student entwickelt digitales "Regal"

Er zeigt allen, was er liest und hört: David Streit hängt sich die Einbände und Hüllen seiner Bücher, Platten und Filme als Schmuck an die Wand – aber nur in digitaler Form. Sein Medienboard, eine Art digitaler Bilderrahmen, wurde bereits mit Preisen ausgezeichnet.

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Der Entwickler vor seinem Wandschmuck: Das Board von David Streit zeigt die Medien, die er gerade liest, sieht und hört.

Quelle: David Streit

Die Zeiten, als Bücherregale, Schallplattenständer oder CD-Säulen die Wohnzimmer schmückten, um zu zeigen, über welche Vielfalt an unterschiedlichsten Medien der Besitzer verfügt, diese Zeiten könnten bald der Vergangenheit angehören. Das jedenfalls meint David Streit. Trotzdem will der junge Mann nicht auf den Anblick der Buch- oder Platteneinbände verzichten – und hat er ein Medienboard, eine Art digitalen Bilderrahmen, als Wandschmuck entwickelt.

„Die Wohnung von morgen muss sich einer Mediennutzung anpassen, in der es mehr um den Zugriff auf Literatur, Musik und Filme geht, statt um deren Besitz“, sagt David Streit. Der Alt Borker verfolgt damit die Mission, Buchcover, CDs und DVDs wieder zu einem Teil des Wohnzimmers zu machen und so ein Stück moderner Nostalgie in die Wohnatmosphäre der Zukunft bringen. „Statt weißer Wände im Wohnzimmer, hängt das Medienboard an der Wand“, erläutert der 25-Jährige.

Über W-Lan oder Bluetooth ist dieses Board mit den anderen Geräten im Haus vernetzt. Im Masterstudium Design an der Fachhochschule Potsdam hat er das Medienboard als neuartiges Ordnungssystem vorgestellt. Das Medienboard zeigt die eigene digitale Mediensammlung und soll dabei der Persönlichkeitsbildung dienen – denn auch wenn Text, Musik und Video auf Abruf zur Verfügung stehen, so stellen sie doch immer einen persönlichen Bezug zum Inhalt her, glaubt der Designer. Wenn man ein E-Book liest, erscheint dann der Buchumschlag auf dem Board, ähnlich bei Filmen, bei denen dann das Plakat abgebildet wird.

Über Filter kann das Medienboard die eigene Sammlung anzeigen und Streaming-Angebote einbeziehen. „Dadurch ist es auch eine Inspirationsquelle“, ist er überzeugt, denn als Stream könnten auch zufällige Titel abgespielt werden. Er glaubt an seine Idee, wobei sich Streit als Oberflächengestalter und Designer sieht, die Produktion des neuartigen „Regals“ würde er gern an andere weiter geben.

Deshalb sucht er jetzt nach Kooperationspartnern, um sein Medienboard zu realisieren, deshalb hat er auch am Wettbewerb „Kreativradar Brandenburg 2013“ teilgenommen. „Es ist eine tolle Gelegenheit, meine Vision im Austausch mit zahlreichen Experten aus der Kreativwirtschaft weiterzuentwickeln“, sagt er. Deshalb sei er bei dem Wettbewerb mit von der Partie. Vor einem Monat gehörte sein Projekt zu den mit dem Kreativradar ausgezeichneten Arbeiten.

Von Andreas Koska

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