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Havelland Désirée Nick begeisterte in Falkensee
Lokales Havelland Désirée Nick begeisterte in Falkensee
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00:38 05.03.2018
Mit gewohnt spitzer Zunge begeisterte Désirée Nick das Falkenseer Publikum. Quelle: Enrico Berg
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Falkensee

Désirée Nick war schon alles. Die Berlinerin, die in Charlottenburg geboren wurde, war Ballett-Tänzerin, Religionslehrerin in der Schule, Schauspielerin für Filme und Autorin für Bücher. Sie singt, tritt mit einem eigenen Soloprogramm auf, hat den RTL-Dschungel gewonnen und saß für Big Brother im Keller. Nun auch noch das – sie ist Falkenseerin.

Seit zwei Jahren ist Falkensee ihre Heimat

Vor gut zwei Jahren ist die Gesellschaftsbeobachterin vom Wilmersdorfer Roseneck umgezogen in die Gartenstadt im grünen Speckgürtel. „Ich habe sie kurz nach ihrem Umzug eines Abends ganz aus Versehen kennengelernt. Da hatte sie noch Angst vor mir. Das hat sich aber schnell gegeben“, erinnert sich Heiko Richter Veranstaltungsmanager der Falkenseer Stadthalle. Schnell planten die beiden eine Zusammenarbeit, nun war es endlich soweit.

Einen „Abend mit Désirée Nick“ versprachen die Plakate. Heiko Richter und sein Team lasen da noch ein „gemütlich“ mit in den Titel hinein. Die Stadthalle wurde ganz in diesem Sinne nicht mit sterilen Stuhlreihen ausgestattet, sondern mit Tischen versehen, an denen die über 200 Gäste bei Kerzenschein sitzen konnten. Dank der schönen Kulisse und einer perfekt funktionierenden Soundanlage wurde die Lesung zu einem vollen Erfolg.

Dass „die Nick“ sich in Falkensee die Ehre gab, war sicherlich auch ein Dankeschön an ihre neue Heimat, in der sie sich laut mehrfacher Aussage sehr wohl fühlt: „So billig bekommen Sie mich nie wieder!“

Auch zu schmutzigen Witzen wurde herzhaft gelacht

Désirée Nick bestritt den ersten Teil des Abends mit einer Lesung aus ihren Büchern, vor allem aus den Werken „Gibt es ein Leben nach fünfzig?“ und „Säger und Rammler und andere Begegnungen mit der Männerwelt“. Inhaltlich ging es in den kurzen und stets sehr amüsanten Stücken vor allem um das Alter, die Männer und um das pure Grauen, das Frauen in viel zu gut ausgeleuchteten Umkleidekabinen erleiden. So viel schlüpfrige Scherze wird das gut gealterte Publikum schon lange nicht mehr gehört haben: „Ich liebe alte Männer, die geben sich beim Sex wenigstens noch Mühe. Es könnte ja ihr letztes Mal sein.“ Das Publikum zeigte sich aber sehr empfänglich für aufgesexte Scherze – es wurde viel gelacht.

Fragen aus dem Publikum ausdrücklich erwünscht

Geschwiegen wurde dann zunächst vor dem zweiten Part des Abends: Das Publikum durfte Fragen stellen. Da traute sich erst niemand so recht. Nach dem ersten Schreck zeigten sich die Falkenseer dann aber sehr neugierig. Wo sie denn in Falkensee genau wohne? Das wollte die Künstlerin lieber nicht preisgeben: „In Berlin kannte jeder meine Adresse am Roseneck. Da haben sich oft die Fans versammelt und es gab regelrechte Aufläufe vor meinem Fenster. Hier in Falkensee habe ich meine Ruhe und das genieße ich sehr.“

In der Fragestunde präsentierte sich „die Nick“ offen, zahm und sehr privat. So erzählte sie, dass sie ihre große Klappe erst als Religionslehrerin in der Schule entwickelt hat. Vorher wäre sie eher ein stilles Wasser gewesen. Und: „Meine Familie hat im Ersten und im Zweiten Weltkrieg immer auf die Fresse bekommen. Ich bin ja eine Alleinerziehende in vierter Generation.“

Selfie-Ausnahme für Falkenseer Publikum

Nach der Fragestunde ging es weiter mit Teil drei – einer Autogrammstunde. Désirée Nick verteilte persönliche Autogramme, signierte ihre Bücher und stand für Selfie-Fotos zur Verfügung: „Ausnahmsweise, das mache ich sonst nie. Das ist mein Geschenk an Falkensee.“ So kamen dann viele Besucher zu einem persönlichen Foto mit ihrer „Nachbarin“ aus der Gartenstadt. Sicherlich werden viele dieser Bilder nun in den sozialen Netzwerken auftauchen und hier Likes einsammeln. Das hat die Buchautorin schon im Visier, denn ihr nächstes Buch wird „Nein ist das neue Ja“ heißen – und hier geht es um Facebook & Co.

Von Carsten Scheibe

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