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Deutscher Imkertag erstmals im Optikpark

Rathenow Deutscher Imkertag erstmals im Optikpark

Der Imkerverein Rathenow und Umgebung 1896 ist mit seinen Angeboten zum Deutschen Imkertag vom Bienenpark Bamme in den Optikpark Rathenow umgezogen. Dort haben die Mitglieder den Besuchern erklärt, wie man Bienen richtig hält und Honig erzeugt.

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Imkerin Susanne Arndt zeigt Besuchern den Schaukasten

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. „Für unseren 93-jährigen Vater war der Aufwand in Bamme einfach nicht mehr zu schaffen“, sagt Rüdiger Lemme, einer von beiden Söhnen Günther Lemmes, der schon in den letzten zwei Jahren den Bienenpark seines Vaters weiterführte. Seit Mitte der 90er Jahre lud der Imkerverein Rathenow und Umgebung 1896 zum bundesweiten Imkertag in den Bienenpark Bamme ihres langjährigen Vorsitzenden Günther Lemme ein.

In diesem Jahr nun fand der Imkertag erstmals im Optikpark statt. Der Rathenower Imkerverein hat 44 Mitglieder. Die Jüngste ist die 29-jährige Claudia Behnke aus Rathenow mit fünf Völkern. Noch vor rund fünf Jahren war der heute 43-jährige Enrico Lange der jüngste Hobbyimker im Verein. Vor zwei Jahren übernahm der Rathenower von Erhard Schinkmann den Vereinsvorsitz. „Viele im Verein haben heute so, wie ich auch, um die zehn Völker. Der Zeitaufwand lässt oft mehr Völker nicht zu“, sagt Enrico Lange. „Zu DDR-Zeiten hatten Hobbyimker durchaus oft zirka 40 Völker. So viele passten in die typischen Imkerwagen.“ In einem guten Jahr kann der Imker von einem Bienenvolk bis zu 40 Kilogramm Honig ernten. Eine volle Bienenwabe kann rund 2,5 Kilogramm Honig enthalten.

Die Besucher konnten schätzen, wie viel Honig eine Wabe enthält

Wie viel Honig eine der ausgestellten Waben enthält, konnten auch die Besucher im Optikpark schätzen. Weitere Aktionen waren das Schauschleudern, das Kennzeichnen einer Drohne und das Bienenwettfliegen, bei dem die schnellste der ausgesetzten und gekennzeichneten Bienen gesucht wurde, die als erste wieder zu ihrem Bienenvolk zurückkehrte. Im Schaukasten konnte man die Bienen gefahrlos beobachten. Wer genau hinschaute, konnte auch die markierte Königin entdecken.

Die kleinen Gäste hatten viel Spaß am Fertigen ihrer eigenen Kerze aus Bienenwachswaben. Natürlich konnten die Gäste verschiedene Honigsorten verkosten. Darunter war auch Akazienhonig. „Nach der deutschen Honigverordnung gibt es die Bezeichnung Akazienhonig gar nicht. Es ist Robinienhonig. Aber die Lebensmittelverordnung lässt die den Namen zu“, erzählt Enrico Lange. „Die Saison beginnt im Frühjahr mit Rapshonig. Im Sommer kommt beispielsweise Linde dazu. Die letzte Tracht ist Ende August, Anfang September Heide.“

In diesem Jahr ist die Ernte von Robinienhonig ausgefallen

Um sortenreinen Honig zu erhalten, der über 50 Prozent Honig aus dem Blütennektar der angegebenen Pflanzenart enthalten muss, ist häufigeres Schleudern der Waben nötig. „In diesem Jahr ist die Ernte von Robinienhonig ausgefallen“, erzählt Enrico Lange weiter. „Im Frühjahr war es sehr kalt. Die frostigen Tage haben die Blüten der Robinien kaputt gemacht.“ Erhard Schinkmann, rund zehn Jahre lang Vorsitzender, ist einer der wenigen Vereinsmitglieder in Rathenow, der Heidehonig erntet. Seine Völker fährt er dazu auf den Truppenübungsplatz Klietz.

Der Rathenower Günter Lemme, von Beruf selbstständiger Bäckermeister, kam als 1962 als Quereinsteiger zu seinem Hobby. Von 1975 bis 1989 war der Rathenower Berufsimker und viele Jahre Vorsitzender des Rathenower Imkervereins. Damals hatte er über 100 Völker.

Von Uwe Hoffmann

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