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Havelland Devin Puls ist Azubi des Monats
Lokales Havelland Devin Puls ist Azubi des Monats
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07:45 12.04.2017
Devin Puls aus Nauen ist in seinem Falkenseer Ausbildungsbetrieb angekommen. Ausbilder Maxim Felix Wendisch ist mit seinem Schützling sehr zufrieden. Quelle: Laura Sander
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Falkensee

Ein offener Blick und ein fester Händedruck – schon früh stand für Devin Puls aus Nauen fest, dass er einen handwerklichen Beruf erlernen möchte. „Bereits in der Schule habe ich meine Leidenschaft für den Werkstoff Holz entdeckt. Mit einer Tischlerlehre wollte es nicht so recht klappen, durch meine Oma kam ich dann erstmals mit dem Maurerhandwerk in Berührung – damals in einem Friesacker Betrieb“, so der 19-Jährige, der am Dienstag von der Handwerkskammer als Azubi des Monats ausgezeichnet wurde.

Zuverlässig, pünktlich, engagiert

Doch bereits in der Probezeit war für den aufgeschlossenen Nauener in Friesack Schluss. Entmutigen ließ sich Devin Puls nicht und lernte über seinen Oranienburger Lehrbauhof seinen aktuellen Ausbildungsbetrieb kennen. „Wir sind sehr zufrieden mit Devin und können nicht verstehen, warum es in dem anderen Betrieb nicht geklappt haben soll. Er ist zuverlässig, pünktlich und zeigt viel Engagement“, so Ausbilder Maxim-Felix Wendisch, Geschäftsführer der WBF Ingenieurbau GmbH in Falkensee. „Wir haben sein Potenzial erkannt und ihm eine zweite Chance gegeben. Bis heute haben wir es nicht bereut“, sagt Wendisch, der seit Betriebsgründung im Jahr 2000 rund 30 junge Männer ausgebildet hat. Eine weibliche Auszubildende war hingegen noch nie dabei. „In den typischen Bauberufen die Frauenquote zu erfüllen, ist nahezu unmöglich. Selbst hochmotivierte Frauen stoßen leider irgendwann an ihre körperlichen Grenzen“, so der erfahrene Unternehmer.

Nachwuchsmangel

Auch der vorherrschende Mangel an geeignetem Nachwuchs ist an dem Falkenseer Unternehmen mit insgesamt 45 Mitarbeitern nicht spurlos vorbeigegangen. „In den vergangenen zwei Jahren hatten wir große Probleme überhaupt einen Azubi zu finden. Es ist erschreckend, wie viele Ausbildungsplätze im Handwerk unbesetzt bleiben“, so der Unternehmer, der sich auf den Bau von Operationssälen und Bettenhäusern für Krankenhäuser spezialisiert hat. „Der Altersdurchschnitt bei uns im Unternehmen liegt bei Mitte 40. Daher würden wir uns sehr darüber freuen, wenn Devin nach seiner Gesellenprüfung im Sommer bei uns bleibt“, so Wendisch. Auch eine Weiterbildung in Form der Meisterschule möchte der zufriedene Chef seinem Schützling ermöglichen, der sowohl in der Praxis als auch im theoretischen Teil seiner Ausbildung glänzt.

Praktikum in Italien

Die ersten Schichten Mauerwerk setzen, sich hocharbeiten und ein Gebäude wachsen sehen – das ist es was das Maurerhandwerk für ihn besonders macht. „Ich in einem kaufmännischen Beruf? Das könnte ich mir nicht vorstellen“, so der 19-Jährige, der sein Können neben Baustellen in Berlin und Brandenburg im Rahmen eines Praktikums sogar schon an denkmalgeschützten Bauwerken in Italien unter Beweis stellen konnte. „Wenn man sich für sei Handwerk interessiert, sollte man so etwas mitgemacht haben. Wir haben Kreuzgewölbe restauriert und eigene Gewölbe an die historischen Gebäude angebaut – eine tolle Erfahrung“, sagt Devin Puls, der in Nauen derzeit an einem persönlichen Projekt arbeitet. „Ich baue das Haus meiner Oma aus, die im Erdgeschoss lebt und mit der ich sehr gut klarkomme. Die oberen beiden Stockwerke – insgesamt 250 Quadratmeter – habe ich für mich.“

Und wenn der 19-Jährige gerade einmal nicht auf seiner eigenen oder einer betrieblichen Baustelle am Werk ist, ist er auf der Dallgower BMX-Anlage an der B 5 zu finden. „Ich bin seit etwa fünf Jahren Mitglied der Gruppe ,Friss Dreck’, die beim SV Dallgow angesiedelt ist. Mit unserer mobilen Rampe sind wir im ganzen Havelland unterwegs.“

Von Laura Sander

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