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Diakonie baut ehemalige Kita Kinderstadt aus

Premnitz Diakonie baut ehemalige Kita Kinderstadt aus

In Premnitz strebt ein altes Problem seiner Lösung entgegen. Das Diakonische Werk Havelland baut die ehemalige Kita Kinderstadt aus, die seit vielen Jahren leer gestanden hat. Einziehen sollen dort zum 1. Juli 2017 eine chirurgische Praxis, eine Apotheke, ein Allgemeinmediziner und die Diakonie selbst mit Sozialstation, Tagespflege und Begegnungsstätte.

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In der ehemaligen Premnitzer Kita Kinderstadt haben die Bauarbeiter gegenwärtig gut zu tun.

Quelle: foto: Bernd Geske

Premnitz. Ein altes Problem in der Stadt Premnitz strebt in schnellen Schritten einer Lösung entgegen. Das Diakonische Werk Havelland hat begonnen, die schon viele Jahre leerstehende ehemalige Kita Kinderstadt an der Friedrich-Engels-Straße neu ausbauen zu lassen. Läuft alles so, wie es soll, dann wird das langgestreckte Gebäude aus den 50-er Jahren schon im Juli 2017 teilweise, vielleicht sogar vollständig, bezogen sein.

„Nach dem Brand im letzten Oktober mussten wir unsere früheren Pläne aufgeben“, blickt Guido Panschuk, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, zurück. „Dann hat sich plötzlich durch eine glückliche Fügung mit einmal Mal ergeben, dass wir für das Grundstück eine wunderbare Lösung finden konnten.“ Die Immobilie hat eine beträchtliche Größe. Das Grundstück hat 13 000 Quadratmeter und die Nutzfläche des Gebäudes liegt bei 1 900 Quadratmetern.

2008 hatte das Diakonische Werk das Grundstück von der Stadt gekauft mit dem Ziel, es herzurichten, damit dort seine Sozialstation einziehen kann, die seit Jahr und Tag im alten Pfarrhaus an der Alten Hauptstraße untergebracht ist. Es gelang aber einfach nicht, die für den Ausbau unabdingbaren Fördermittel zu bekommen. Das Objekt dämmerte vor sich hin.

Den entscheidenden Schub bekam das Vorhaben dann, als zwei Gesundheitsdienstleister Räume brauchten, die für das neue Gesundheitszentrum an der Gerhart-Hauptmann-Straße keine Verträge bekamen. Mittlerweile ist klar, dass in die linke Seite des zweigeschossigen Diakonie-Gebäudes die chirurgische Praxis von Gisela Stiba und Eckhard Trägenapp zieht, dazu kommen noch eine Apotheke und ein Allgemeinmediziner. „Wir sind mit weiteren Interessenten im Gespräch“, verrät Guido Panschuk, „denn wir haben noch ein bisschen Platz frei.“ Ziel sei, weitere Dienstleister aus dem Gesundheitswesen zu finden, die gut in das künftige Spektrum passen.

Und natürlich geht jetzt auch der alte Traum der Diakonie in Erfüllung. Ins Obergeschoss auf der rechten Seite soll die Sozialstation ziehen, in das Erdgeschoss auf der rechten Seite wird die Tagespflege der Diakonie einquartiert und dann ist auch noch Platz, damit die Begegnungsstätte aus dem alten Pfarrhaus mit einziehen kann. „Die Rahmenbedingungen werden sich für uns durch den Umzug deutlich verbessern“, teilt Guido Panschuk mit, „die Parksituation wird sich erheblich entspannen.“ Er weist darauf hin, dass goldene Klinken nicht angedacht sind: Es gehe einfach nur darum, eine Grundlage zu schaffen, damit die Dienstleister des Diakonischen Werkes in Premnitz ordentlich arbeiten können.

Das neue Objekt wird einheitlich eine einzige Anschrift haben: Friedrich-Engels-Straße 5a. Das Grundstück wird zwei Zufahrten bekommen. Eine in Höhe des mittleren Treppenhauses, sie wird mit einem Kreisel versehen und mit Parkplätzen ausgestattet. Die zweite Zufahrt kommt an die rechte Seite des Gebäudes. Sie ist fürs Personal gedacht und bekommt weitere Stellflächen für Fahrzeuge. Die Diakonie allein zieht mit 48 Beschäftigten und 20 Autos dort hin. Bäume, die vital und der Neugestaltung nicht im Weg sind, bleiben stehen. Zu gegebener Zeit sollen auch neue Bäume nachgepflanzt werden.

Weil ihre Mietverträge im alten Gesundheitszentrum zum 30. Juni 2017 gekündigt sind, müssen Chirurgie und Apotheke ab 1. Juli im neuen Gesundheitshaus der Diakonie beginnen können. „Die Bauarbeiten kommen sehr gut voran“, sagt Guido Panschuk, „es gibt keinen Zweifel daran, dass die linke Seite rechtzeitig fertig wird.“ Und gegenwärtig sehe es auch danach aus, dass die rechte Seite zu diesem Termin vom Diakonischen Werk ebenfalls bezogen werden kann.

Von Bernd Geske

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