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Die Berger Wehr hat ein neues Einsatzfahrzeug

Nauen (Havelland) Die Berger Wehr hat ein neues Einsatzfahrzeug

Sehnsüchtig hatte die Einheit Berge der Nauener Freiwilligen Feuerwehr seit vielen Jahren schon auf ein neues Einsatzfahrzeug gewartet. Jetzt war es soweit. Am Sonnabend hat Bürgermeister Detlef Fleischmann offiziell die Fahrzeugschlüssel an den Berger Ortswehrführer Marcel Meintzer übergeben. 600 Liter Wasser kann das Auto mitführen.

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Die Freude über das neue Fahrzeug ist groß bei den Kameraden der Feuerwehr Berge. 25 Jahre mussten sie darauf warten.

Quelle: Stadtverwaltung

Berge. Die Stadt Nauen steckt weiterhin eine Menge Geld in die Ausstattung ihrer Feuerwehr. Davon profitieren nicht nur die Kameraden in der Kernstadt, sondern auch in den Ortsteilen. Beispielsweise in Berge. Dort konnten sich die Einsatzkräfte unlängst über ein neues Fahrzeug freuen. 130 500 Euro hat die Errungenschaft gekostet.

Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD) übergab Fahrzeugschlüssel und -brief am Sonnabend auf dem Gelände der Feuerwache nun auch offiziell an den Berger Ortswehrführer Marcel Meintzer. „Die Übergabe eines Fahrzeugs an die Feuerwehr gehört zu den schönsten Aufgaben eines Bürgermeisters“, so Fleischmann. Und Meintzer meinte glücklich: „Darauf haben wir 25 Jahre gewartet.“

Bürgermeister Detlef Fleischmann (l) übergab die Schlüssel im Neisein von Stadtwehrführer Jörg Meyer an Ortswehrführer Marcel Meintzer (r)

Bürgermeister Detlef Fleischmann (l.) übergab die Schlüssel im Neisein von Stadtwehrführer Jörg Meyer an Ortswehrführer Marcel Meintzer (r.).

Quelle: Stadtverwaltung

„Das Löschfahrzeug TSF-W der Firma MAN für die Einheit Nauen gehört zum Gefahrenabwehrbedarfsplan (GABP) der Stadt Nauen 2016 bis 2025“, erläuterte Meyer. Die Besatzung des Fahrzeugs besteht aus einer Staffel mit fünf Mann und einem Fahrer. „600 Liter nutzbare Wassermenge passen in den Löschwassertank“, so Meyer.

Für die mittelfristige Planung stehen derweil hohe Investitionskosten an. So ist für die Einheit Börnicke ebenfalls die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs geplant. Dazu kommen Kosten, wenn Schutzausrüstungen ausgetauscht werden müssen und Geräte oder Digitalfunk angeschafft werden. „Die Details zum GABP sind übrigens für jedermann im Internet einsehbar“, empfiehlt der Feuerwehrchef.

„Das Vorgängerfahrzeug, ein Mercedes-Benz 510 Benziner, fristet sein Dasein derweil in Niedersachsen. Bei der Versteigerung des Zolls wurde der Benz an einen Händler für gebrauchte Nutzfahrzeuge in Niedersachsen abgegeben“, erzählte Stadtjugendfeuerwehrwart Christian Liepe. Das Auto wurde einst von der Einheit Börnicke übernommen. Der stellvertretende Ortswehrführer Jürgen Witkowski gab auf Nachfrage interessante Einblicke in die Fahrzeuggeschichte der Einheit. „Ganz früher, als wir noch rund 30 Mitglieder hatten, gab es den Barkas B 1000 und einen Robur L0. Ich selber bin jetzt auch schon seit 32 Jahren dabei“, berichtet er.

Wagemutige konnten sich im Korb in luftige Höhen fahren lassen

Wagemutige konnten sich im Korb in luftige Höhen fahren lassen.

Quelle: Norbert Faltin

Wer beim Fest mutig genug war und nicht unter Höhenangst litt, konnte sich den Ortsteil Berge und das Havelland von oben betrachten. Dazu musste man nur in den Korb der Teleskopleiter steigen – und ab ging die Reise. Je nach Neigungswinkel plus Wind eine ganz schön wackelige Angelegenheit, die auch Ortvorsteher Manuel Meger zu einem kleinen Familienausflug mit Ehefrau Jana und Sohnemann Eddy nutzte.

„Ich kann mich sogar noch an den alten Barkas erinnern. Da haben die Menschen aus Berge immer gehofft, dass die Kameraden heil zum Einsatz hinausfahren und auch heil wieder heimkommen“, meinte der künftige Bürgermeister der Stadt schmunzelnd. Eine Feuerwehr sei aber immer ein wichtiger Bestandteil für das Ortsleben.

Feuerwehr-Kameradin Britta Selonke aus Hertefeld freut sich mit ihren Kameraden aus Berge: „Mich hat der Cousin meines Mannes auf die Idee gebracht, Feuerwehrfrau zu werden. Schließlich sind viele aus meiner Familie Mitglieder bei der Feuerwehr.“ Sie sieht es als wichtig an für das Wir-Gefühl, wenn man sich gegenseitig hilft. „Und außerdem kommt man dann bei jedem Wetter vor die Tür“, meinte sie. Der 18-jährige Feuerwehrmann Christopher Sureck ist seit 2009 Mitglied. „Blaulicht hat mich als Kind schon immer fasziniert. Aber welcher kleine Junge träumt nicht davon, bei der Feuerwehr zu sein?“, fragte er in die Runde.

Die Einheit Berge hatte die Fahrzeugübergabe mit ihren Kameraden, Helfern und etlichen Bürgern bei einem kleinen Fest mit Getränken, Erbsensuppe und selbst gemachtem Kuchen an der Feuerwehrwache des Dorfes gefeiert. Gleichsam wurden bei dieser Gelegenheit drei Kameraden und eine Kameradin von Stadtwehrführer Jörg Meyer feierlich befördert.

Von MAZonline

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