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Havelland Die Dichterstraße wird immer länger
Lokales Havelland Die Dichterstraße wird immer länger
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00:19 05.01.2018
Seit April ist Rathenow Station der Märkischen Dichterstraße: Michael Schönberg und Johanna Leu vom Kulturförderverein und Bibliotheksleiterin Ulrike Wünsch (re.) brachten die Tafel an Quelle: Markus Kniebeler
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Havelland

Die Märkische Dichterstraße nimmt allmählich Gestalt an. Nachdem 2016 die ersten beiden Tafeln mit dem „Dichterstraßen“-Logo installiert wurden, sind im vergangenen Jahr in drei weiteren märkischen Orten, in denen Schriftsteller gewirkt haben, Tafeln angebracht worden. Und in diesem Jahr sollen drei weitere Orte dazukommen. (siehe Infokasten)

Die Idee zur Märkischen Dichterstraße hatte Werner Bader, der Gründer des Kulturfördervereins Mark Brandenburg. Mit seinem Freund Egon Wochatz aus Spremberg wollte er eine Route schaffen, die Orte von literarischer Bedeutung in Brandenburg miteinander verbindet. Als Bader im Jahr 2014 starb, war aus der Idee noch keine Wirklichkeit geworden. Aber dank des Engagements des Kulturfördervereins werden seit 2016 kontinuierlich Dichterstraßen-Tafeln installiert.

Das Anbringen der Tafeln, deren markantes Logo von dem Garlitzer Künstler Peter Koppatsch gestaltet wurde, ist immer in einen kleinen Festakt eingebettet. Als etwa am 7. April die Tafel an das Eingangsportal der Rathenower Stadtbibliothek geschraubt wurde, gab es Blasmusik und einen kleinen Vortrag zur Begleitung. Auch in Nennhausen wurde im Juli das Anbringen der Tafel vom Blasorchester Premnitz gebührend umrahmt. Und im Anschluss an die Feierstunde führte Schlossherrin Benita von Stechow die Gäste durch den herrlichen Schlosspark, bevor der Kulturverein Nennhausen zur Kaffeetafel in das Gärtnerhaus bat.

„Wir freuen uns, dass von Jahr zu Jahr neue Orte zur Dichterstraße hinzukommen“, sagt Johanna Leu, die Vorsitzende des Kulturfördervereins Mark Brandenburg. Und es sei schön, dass die Installation der Tafeln von den Bürgern des jeweiligen Ortes mit Interesse verfolgt werde.

Und das Dichterstraßen-Netz wird in diesem Jahr noch enger geknüpft. Nach Auskunft von Johanna Leu sollen mindestens drei weitere Tafeln angebracht werden. In Lehnitz, um an den Dramatiker Friedrich Wolf zu erinnern. In Frankfurt/Oder, zum Gedenken an den großen Heinrich von Kleist. Und am Schloss Wiepersdorf, dem ehemaligen Wohnsitz von Bettina und Achim von Arnim, dem bedeutendsten Dichterpaar der Romantik. Geplant ist außerdem eine Tafel für das Brecht-Weigel-Haus in Buckow in der Märkischen Schweiz. Ob es damit schon in diesem Jahr klappt, ist nach Auskunft von Johanna Leu noch nicht ganz sicher.

Dem ursprünglichen Plan von Werner Bader und Egon Wochatz zufolge werden am Ende des Projekts rund 30 brandenburgische Orte mit Dichterstraßen-Tafeln gekennzeichnet sein. „Wir werden in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter arbeiten“, sagt Johanna Leu. Irgendwann, wenn alle Stationen der Straße markiert sind, sollen die Orte auf einer Übersichtskarte vermerkt werden: Mit Adressen, Öffnungszeiten und anderen wichtige Informationen zu den Literaten und den Orten, an denen sie gewirkt haben.

Übrigens ist die Dichterstraße vielleicht das wichtigste, aber längst nicht das einzige Vorhaben, mit dem sich der Kulturförderverein beschäftigt. Vier kulturelle Veranstaltungen sind in diesem Jahr schon fest geplant. Unter anderem wird es Anfang Juli eine Lesung mit Musik zur Erinnerung an Heinrich Böll geben, der am 21. Dezember 2017 hundert Jahre alt geworden wäre.

Von Markus Kniebeler

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