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Havelland Die Eidgenossen entdecken das Havelland
Lokales Havelland Die Eidgenossen entdecken das Havelland
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21:45 10.06.2016
Christiane Wand vom Tourismusverein Westhavelland mit einer Schweizer Reisegruppe am Alten Hafen. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Christiane Wand und Anita Sanselzon lassen sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen. Die beiden erfahrenen Mitarbeiterinnen im Büro des Tourismusvereins Westhavelland wissen, wie man mit Gästen umgeht. Und wenn Gruppen sich zu Stadtführungen anmelden, dann machen die beiden Damen ihren Job ebenso charmant wie souverän. Als allerdings Anfang des Jahres ein Reiseveranstalter wissen wollte, ob für Schweizer Passagiere des Flussfahrtschiffs „MS Königstein“ Führungen in französischer Sprache gebucht werden könnten, da ging der Puls der beiden Damen doch ein bisschen schneller. Natürlich sagten sie zu. Aber da beide des Französischen nicht mächtig sind, hatten sie sich ganz schön was eingebrockt.

Um es kurz zu machen: Die Sache wurde auf elegante Weise gelöst. Wolfgang Hundt, langjähriger Vorsitzender der Deutsch-Französischen Gesellschaft Premnitz, erklärte sich bereit, den Dolmetscher zu spielen. Und da die Reisegruppen selber einen Übersetzer mitbringen, konnten die Führungen sogar in zwei Gruppen absolviert werden. Wand und Sanselzon hielten ihren Vortrag, und die beiden Sprachkundigen übersetzten die Ausführungen gleich ins Französische.

In dieser Woche war zum letzten Mal eine Schweizer Gruppe zu betreuen. Insgesamt 350 Eidgenossen haben sich seit Anfang Mai die Schönheiten Rathenows erklären lassen. Die knapp zweistündige Tour folgt stets den selben Pfaden: Sie führt vom Schleusenplatz mit dem Kurfürstendenkmal am Alten Hafen vorbei zur Kirchbergbrücke. Bevor die Gäste über selbige zum Kirchplatz mit seinen Sehenswürdigkeiten geführt werden, gibt es eine Abstecher auf den Weinbergfriedhof. In der Sankt-Marien-Andreas-Kirche selbst werden den Gästen die Sehenswürdigkeiten nahe gebracht.

Sehr neugierig und sehr interessiert seien die Schweizer gewesen, sagt Christiane Wand. Das habe die Führungen zu einer angenehmen Sache gemacht. Allerdings mussten die beiden Damen vom Tourismusverein ihre Vortragsweise der neuen Situation anpassen. Weil ja alles übersetzt werden musste, haben sie ihre Ausführungen gestrafft. „Man musste höllisch aufpassen, den Faden nicht zu verlieren“, sagt Christiane Wand. Denn durch die Übersetzung sei man immer wieder aus dem gewohnten Rhythmus herausgerissen worden.

Und was hat die Schweizer Flusskreuzfahrer am meisten beeindruckt? „An der Stadt- und Regionalgeschichte waren sie schon sehr interessiert“, so Wand. Aber vor allem seien sie von der havelländischen Natur begeistert gewesen. Die Ruhe und die Weite der Landschaft habe es ihnen angetan. „Bei uns ist der Blick durch Berge verstellt“, habe ihr ein Tourist gesagt. „Bei Ihnen kann man dagegen schauen, so weit das Auge reicht.“

Von Markus Kniebeler

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