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Die Farben gemischt, die Welt vergessen

Neue Ausstellung in Schönwalde-Dorf Die Farben gemischt, die Welt vergessen

Sie haben schon öfter gemeinsam ausgestellt: die Malerinnen Sybille Gillmeister und Ingeborg Schieschke. Ihre aktuellen Bilder zeigen sie unter dem Motto: „Und ich mischte die Farben und vergaß die Welt“ beim Verein Kreativ in Schönwalde-Dorf.

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Sybille Gillmeister (l.) zeigt einen Kalender mit ihren Bildern,

Schönwalde-Dorf. Sie sind keine Unbekannten im Verein Kreativ Schönwalde, die Malerinnen Sybille Gillmeister und Ingeborg Schieschke. Ihre Ausstellung „Und ich mischte die Farben und vergaß die Welt“ wurde am Sonnabend eröffnet und läuft bis 13. März. Die beiden stellen schon seit einer Reihe von Jahren gemeinsam aus. Umso gespannter wurden die neuesten Arbeiten erwartet.

Aquarell und seit einiger Zeit auch Pastell sind die bevorzugten Techniken der ehemaligen Verwaltungsangestellten Sybille Gillmeister aus Schönwalde. Ihre Motive sind vielfältig. Im Moment begeistert sich die 71-Jährige für Afrika. Pastelle von Frauen mit Gesichtsbemalung und Masken stehen dafür. „Die schwarz-weiße Figur mit der Maske aus Ghana fand ich im Modemagazin Vogue“, sagte sie. Überhaupt haben es Sybille Gillmeister Frauendarstellungen angetan. Das Porträt einer Dame mit Hut in Aquarell zeigt zarte, kühle Farben und lässt an Sommer denken. Zu einer feinen Arbeit inspirierte die berühmte Rötelzeichnung Leonardo da Vincis, der „La Scapigliata“ genannte Frauenkopf. Der Clou ist die Rückenansicht eines Mädchens in einem straff geschnürten Korsett. Das Gesicht ahnt man nur im verlorenen Profil. Dadurch wirkt das Bild geheimnisvoll. Eine Holländerin vor weitem Horizont wurde angeregt durch Gemälde des Berliner Großmeisters Max Liebermann. „Ich habe dem Mädchen ein blaues Strickzeug in die Hand gegeben. Es ist also keine Kopie“, sagte Sybille Gillmeister.

Nach ihrer Berufstätigkeit stieß sie fast zufällig auf die Aquarellmalerei. In Kursen, derzeit bei Marina Stockhorst in der Nordberliner Malschule, erwarb sie verschiedene künstlerische Techniken.

Ingeborg Schieschke, ebenfalls aus Schönwalde, gehört zu jenen, die schon immer gemalt haben, seit ihrer Kindheit. In der Schau zeigt sie Landschaften und Stillleben. Das sind suppentellergroße Weintrauben in delikatem Licht; Äpfel, wie von Altmeister Franz Hals gemalt, oder ganz modern wirkende grüne Birnen, in hellen Farben und kraftvoll gespachtelt. Das Obst kommt nicht von ungefähr: „Wir haben eine riesige Obstwiese in Perwenitz“, sagte die ehemalige Physiotherapeutin.

Ingeborg Schieschke vor ihrem Bild mit den Weintrauben

Ingeborg Schieschke vor ihrem Bild mit den Weintrauben.

Quelle: Judith Meisner

Ihre Lieblingstechniken sind Eitempera und Acryl. Die Bilder malt sie zuweilen nach eigenen Fotos, die auf Reisen entstehen. Die 74-Jährige ist gern unterwegs. Demnächst geht es auf Kreuzfahrt ins Mittelmeer. „Viel Zeit zum Malen habe ich dann allerdings nicht. An Bord ist ständig etwas los und auf den Landgängen muss man immer der Dame mit dem Fähnchen folgen, damit man die Gruppe nicht verliert“, erzählte sie.

Beide Malerinnen engagieren sich im Kreativ-Verein. Sybille Gillmeister: „Als leidenschaftliche Leserin habe ich die Leitung des Literaturkreises übernommen“.

Hinweis: Die Schau „Und ich mischte die Farben und vergaß die Welt“ läuft bis zum 13. März im Kreativ-Verein Schönwalde, Dorfstraße 7, in Schönwalde-Glien. Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch 15 bis 17, Donnerstag 15 bis 21, Sonntg 10 bis 12 Uhr. Informationen unter www.Kreativ-ev.de

Von Judith Meisner

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