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Havelland Die Fläche wird deutlich kleiner
Lokales Havelland Die Fläche wird deutlich kleiner
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00:18 05.01.2016
Die Eichenprozessionsspinnerraupe ist eine Plage. Quelle: foto: norbert stein
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Rhinow

Das Land Brandenburg erlaubt 2016 wieder die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mit dem Mittel Dipel ES. Diese Ausnahmegenehmigung wird das Amt Rhinow für seine Gemeinden nutzen. Allerdings werden Hubschrauber im Frühjahr eine deutlich geringere Fläche zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners befliegen als in diesem Jahr. 2015 wurden auf 53 Hektar Eichen aus der Luft mit Dipel ES besprüht. 2016 werden es lediglich noch 26 Hektar sein, sagt der Rhinower Ordnungsamtsleiter Michael Mirschel.

Die drastische Reduzierung der Fläche erklärt er mit den anfallenden Kosten. 22 300 Euro haben die Gemeinden in diesem Jahr für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ausgegeben. Eine Ausgabe in dieser Größenordnung für die Hubschrauberbefliegung können sich die Gemeinden nicht jedes Jahr leisten, so Mirschel. Das Amt wird deshalb 2016 das Mittel auch nur noch auf Eichenbestände ausbringen lassen die in Gemeindeeigentum sind, insbesondere in den Ortschaften und dort in Bereichen von Kitas, Schulen, öffentlichen Plätzen und weiteren Schwerpunktstellen. Die Befliegung von Einzelbäumen wird zur Ausnahme. 2015 wurden im Gebiet des Amtes 30 Einzelbäume mit Dipel ES besprüht. 170 Euro kostete der Einsatz für jeden Einzelbaum.

Auf Eichen, die außerhalb von Ortschaften in Schutzgebieten stehen, darf Dipel ES nicht gesprüht werden. Und von solchen Flächen hat das Amt eine ganze Menge. Für den Ordnungsamtsleiter ein Problem.

Wirklich wirksam bekämpft werden könnte der Eichenprozessionsspinners nur mit einer flächendeckenden Befliegung, meint Mirschel. Da dies nicht möglich ist, bleiben die jährlichen punktuellen Einsätze ohne dauerhafte Wirkung zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners, dessen feinen Brennhaare beim Menschen Juckreize und Atembeschwerden verursachen können. Weil die gefräßigen Raupen den Bäumen die Blätter nehmen, machen sie vor allem alten Eichen stark zu schaffen. Im Amt Rhinow seien es in diesem Jahr bestimmt fünf uralte Bäume gewesen, die nach mehrjährigen Befall abgestorben sind, sagt der Ordnungsamtsleiter.

Und die Tendenz werde weiter steigen.

Von Norbert Stein

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