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Die Genossenschaft reißt 180 Wohnungen ab

Premnitz Die Genossenschaft reißt 180 Wohnungen ab

Die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Premnitz ist gegenwärtig das einzige Unternehmen im ganzen Westhavelland, das eine Rückbaumaßnahme im Rahmen des Stadtumbauprogramms realisiert. Sie lässt an der Bunsenstraße in Premnitz drei große Blöcke abreißen, die insgesamt 180 Wohnungen enthalten.

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Die Abrissarbeiten an der Bunsenstraße laufen auf vollen Touren.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Nur ein einziges Unternehmen im ganzen Westhavelland hat gegenwärtig noch ein größeres Rückbauvorhaben: Die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Premnitz lässt an der Bunsenstraße drei Blöcke mit insgesamt 180 Wohnungen abreißen. Mitte August war die Baustelle eingerichtet worden. Die Entkernungsarbeiten sind schon weit voran geschritten. Der richtige Abriss der nunmehr zu Rohbauten reduzierten Gebäude steht unmittelbar bevor.

Am Ende wird alles mit Sand- und Mutterboden aufgefüllt

Der mittlere der drei Blöcke, mit den Nummern Bunsenstraße 6 bis 10, werde zuerst abgerissen, teilt WBG-Vorstand Henry Ketter mit. Als zweiter komme der Block mit den Nummern 11 bis 15 dran. Den Abschluss bilde der Block mit den Nummern 1 bis 5. Das ist der, der vorn parallel zur Bergstraße steht. Laufen die Arbeiten wie geplant, werde am Ende dieses Jahres das ganze Vorhaben weitestgehend abgeschlossen sein. Der große Sandberg, der am mittleren Block aufgeschüttet wurde, erklärt Henry Ketter, werde für die Abrissarbeiten gebraucht. Von dort aus könne je nach Bedarf der Abrissbagger arbeiten. Auch die Kellerräume müssen heraus genommen werden. Am Ende wird alles mit Sand- und Mutterboden aufgefüllt und Rasen angesät.

Die drei genannten Wohnhäuser an der Bunsenstraße, erinnert Henry Ketter, seien von der Genossenschaft bereits zu Beginn des Stadtumbaus im Jahr 2003 als mögliche Abrissobjekte benannt worden. Doch weil sie damals noch „relativ gut bewohnt“ waren, sei es zunächst nicht dazu gekommen. In der letzten Zeit habe sich der Leerstand in den drei nur noch ganz wenig bewohnten Objekten aber zu einer erheblichen finanziellen Belastung für das Unternehmen entwickelt, sagt der Vorstand. 150 000 Euro Verlust hätten sie der WBG pro Jahr eingebracht. „Es ist uns gelungen, die meisten Mieter aus diesen Häusern weiter im eigenen Bestand zu halten“, berichtet Henry Ketter zufrieden. Das Umzugsmanagement in den Jahren 2014 und 2015 habe 290 000 Euro gekostet. Das sei eine erhebliche Kraftanstrengung gewesen, aber eben auch eine wichtige Investition in die Zukunft.

Drei Blöcke in der Bunsenstraße

Abreißen lässt die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Premnitz gegenwärtig drei Wohnblöcke an der Bunsenstraße mit den Nummern 1 bis 5, 6 bis 10 und 11 bis 15.

Jeder Block enthält 60 Wohnungen, so dass es insgesamt 180 Wohnungen sind.

Begonnen hat die Einrichtung der Baustelle Mitte August.

Abschlossen soll die Maßnahme bereits Ende dieses Jahres sein.

Ein Defizit von 150 000 Euro pro Jahr hätte die WBG auf die Dauer nicht tragen können, resümiert Henry Ketter. Die Genossenschaft sei ein Wirtschaftsunternehmen und müsse Gewinne machen, um Investitionen tätigen zu können. Auf Neubauvorhaben angesprochen, teilt der WBG-Vorstand mit, dass die jetzt frei werdenden Flächen an der Bunsenstraße dafür eher nicht vorgesehen sind. Wenn die WBG einen Neubau realisiere, werde dieser an der Nexö-Straße errichtet, weil sich diese im Zentrum der Stadt befindet. Dort hatte die WBG 2014/2015 drei Wohnblöcke abreißen lassen. Was Neubauten anbelangt, erklärt Henry Ketter, gebe es die Schwierigkeit, dass durch die Energieeinsparverordnung sehr hohe Kosten entstehen. Das ergebe einen Widerspruch zur Forderung, dass eine Miete entstehen soll, die die Einwohner von Premnitz auch bezahlen können.

Von Bernd Geske

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