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Havelland Die Glien Dancer: Cowboys mit Rhythmusgefühl
Lokales Havelland Die Glien Dancer: Cowboys mit Rhythmusgefühl
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00:15 12.07.2016
Cowboy mit Rhythmusgefühl: Tanzlehrer Klaus-Günter Jordan gründete 2006 die Glien Dancer. Quelle: Foto: Philip Häfner
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Paaren im Glien

Der wilde Westen beginnt gleich hinter der Autobahn, am Ortseingang von Paaren im Glien. Der Schönwalder Ortsteil hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Country-Hochburg gemausert, auf zahlreichen Festen im MAFZ-Erlebnispark wird die Musik der amerikanischen Prärie zelebriert.

Mit dabei sind dann zumeist auch die Glien Dancer, eine Linedance-Gruppe aus dem Ort, angeführt von Klaus-Günter Jordan. Wer ihn trifft, stilecht gekleidet mit Hut, Hemd und Cowboystiefeln, der fragt sich, ob der 66-Jährige gleich sein Pferd aufsattelt. 2006 hat Jordan zusammen mit einigen Mitstreitern die Glien Dancer gegründet, in diesem Jahr feiern sie ihr zehnjähriges Bestehen. Zum Sommerfest am kommenden Sonnabend im MAFZ werden über 100 Besucher erwartet, die neben gutem Essen vom Grill vor allem eines im Sinn haben: Tanzen. Am liebsten die ganze Nacht.

„Linedance ist wie eine Sucht“, sagt Klaus-Günter Jordan über sein liebstes Hobby. Ihn reizt vor allem die Abwechslung: Beim Walzer gebe es die gleiche Choreographie für ein Dutzend Melodien; beim Linedance dagegen habe jedes Lied seine eigene, die man sich einprägen muss. „Linedance schult nicht nur die Körperbeherrschung und die Ausdauer, sondern auch die geistigen Fähigkeiten. Es trainiert auch das Gehirn.“

Linedance wird in Linien neben- und hintereinander getanzt, mit sich wiederholenden Figuren, die synchron von allen getanzt werden. Jeder tanzt allein, aber doch gemeinsam. 2003 war Klaus-Günter Jordan das erste Mal mit dem aus den USA stammenden Tanzstil in Berührung gekommen, „eigentlich über meine Frau“, erzählt er. Kurz darauf meldete er sich zu einem Tanzkurs an. „Schon nach ein paar Stunden hatte ich den Dreh raus“, sagt Jordan. Seit 2005 ist er selbst als Tanzlehrer tätig. Ein Jahr später wurden die Glien Dancer ins Leben gerufen.

„Wir sind kein Verein, sondern eine Interessensgemeinschaft“, betont Jordan. Jahresbeiträge und Verpflichtungen gibt es keine – wer will, kommt mittwochs oder donnerstags zum Training und zahlt dort einen kleinen Obolus für den Abend. „Wir haben auch Teilnehmer aus Nauen, Dallgow-Döberitz und Velten“, berichtet er, Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen. „Bei uns wird niemand ausgelacht, bloß weil er sich mal vertanzt hat. Wir machen ja schließlich keinen Turniertanz.“

Bis zu 30 Teilnehmer kommen regelmäßig zum Training. Einige von ihnen sind schon über 70, aber dank Linedance immer noch topfit. „Linedance ist für Tänzer jeden Alters geeignet. Es begeistert durch Vielseitigkeit, schnelle Erfolgserlebnisse und universelle Anwendbarkeit“, sagt Klaus-Günter Jordan. Mittlerweile wird außer zu Country auch zu Rock, Pop und sogar zu Hip-Hop getanzt; wann immer ein neuer Song die Charts erobert, entsteht kurz darauf auch eine passende Choreographie, die dann weltweit getanzt wird. „Wenn ich in den Urlaub fahre, kann ich dort sofort mitmachen, denn Linedance ist international“, sagt Jordan.

Nur bei der beliebten RTL-Tanzshow „Let’s Dance“ wird man Linedance wohl so schnell nicht zu sehen bekommen. „Das ist eher unwahrscheinlich“, glaubt Jordan. Die Tänze dort seien alle sehr individuell und teils überspitzt, die klassischen Schritte aus der Tanzschule oft kaum noch zu erkennen. Jordan meint: „Zum Linedance passt das eigentlich nicht.“

Von Philip Häfner

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