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Havelland Die Heimat aus der Vogelperspektive betrachtet
Lokales Havelland Die Heimat aus der Vogelperspektive betrachtet
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02:15 20.08.2015
Sonnenaufgang im Havelland: Aus einigen Metern Höhe schweift der Blick über das Otto-Lilienthal Denkmal auf dem Gollenberg hinein in die weite, nebelverhangene Landschaft. Quelle: Juliet-Whiskey Luftbilder Brandenburg
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Havelland

Nicht wenige Menschen denken beim Wort „Drohne“ zunächst an moderne Kriegsführung oder Überwachung. Es werden Assoziationen geweckt, die Unbehagen, vielleicht sogar Angst auslösen. Für ganz andere Gefühle sorgen die Aufnahmen, die Jakob Wassmann mit Hilfe unbemannter, ferngesteuerter Flugobjekte macht. Er betrachtet die Weiten des Havellandes aus der Vogelperspektive und hält die schönsten Momente aus der Luft mit einer Kamera fest. Nebelschwaden, die über Felder, Gräben und Wiesen kriechen, die Sonne, die sich am Horizont durch die Wolken schiebt, Traktoren und Mähdrescher die wie große Tiere den Boden bearbeiten und Staub aufwirbeln. Aus der Luft betrachtet strahlt die Landschaft eine mystische Ruhe aus. Das Havelland zeigt sich aus einer völlig neuen, faszinierenden Perspektive.

Seit Anfang 2014 verbringt Jakob Wassmann einen Großteil seiner Freizeit mit der Jagd nach neuen Motiven. Er plant sie vorab im Kopf und weiß genau, wann das Licht am günstigsten ist und in welchem Winkel fotografieren muss.

Dabei kann er die Bilder nie direkt mit eigenen Augen sehen. Seine Drohnen – zwei verschiedene Modelle hat er mittlerweile angeschafft – liefern ihm mittels eingebauter Kamera Livebilder. Er steuert sie mittels Fernbedienung, dreidimensionales Denken ist für ihn ein Kinderspiel.

Juliet-Whiskey steht für Jakob Wassmann

Neben der eigentlichen Arbeit gibt es viele technische und rechtliche Limitierungen, die Wassmann beachten muss. Zum Beispiel benötigt er eine Aufstiegserlaubnis. „Wenn man innerorts fliegt, muss man sich vorab auch bei der Polizei oder dem Ordnungsamt anmelden“, erklärt Wassmann. Verboten sei es die Drohnen über Personenansammlungen fliegen zu lassen, um im Fall eines Absturzes niemanden zu gefährden.

Um die schönsten Momente einzufangen steht der technikbegeisterte Hobbyfotograf schon mal um 5 Uhr auf oder schlägt sich die Nächte um die Ohren um die Aufnahmen zu bearbeiten. Darunter Bilder von der Lady

Agnes und dem Stöllner Buga-Gelände, vom Gestüt in Neustadt/Dosse und der Ernte im Rhinower Ländchen. Auch die Havelwiesen und das Antaris Festival hat er von oben betrachtet verewigt. Die Ergebnisse veröffentlicht er unter dem Pseudonym Juliet-Whiskey Luftbilder Brandenburg. Die ungewöhnliche Namenskreation ergibt sich aus seinen Initialen. Im internationalen Luftfahrt-Alphabet steht J für Juliet und W für Whiskey.

Die Heimat neu entdecken

Jakob Wassmann, der sechs Jahre in Dubai lebte und Ende 2013 nach Deutschland zurückkehrte, ist gerade dabei mit seinen Drohnen die Heimat neu zu entdecken. „Ich habe noch viele Motive im Kopf, zum Beispiel möchte ich den Rathenower Bismarckturm im Spätsommer fotografieren“, verrät der gelernte Immobilienkaufmann. Als nächstes will er den Rathenower Bahnhof mit der Kamera einfangen. Wenngleich es ihm nicht darum geht, auf Nachbars Grundstück zu schauen, Skepsis schlägt ihm immer wieder entgegen. Diese dürfte aber spätestens dann verfliegen, wenn er die Ergebnisse seiner Arbeit zeigt.

Von Christin Schmidt

Der bekannte Maler und Bildhauer Lutz Friedel, der in einem kleinen Ort nicht weit von Rathenow sein Atelier hat, ist in der Region bisher nicht öffentlich aufgetreten. Er zeigt gegenwärtig im Havelberger Dom die einzige richtige Kunstausstellung im Rahmen der Buga und trifft dort am 26. August um 18 Uhr Friedrich Schorlemmer zum Gespräch.

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