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Die Jugendarbeit steht auf der Kippe

Dallgow-Döberitz Die Jugendarbeit steht auf der Kippe

Viel versprochen hatten sich die Dallgower vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der vor genau einem halben Jahr ihren Jugendklub übernahm. Die Jugendarbeit in der Gemeinde sollte gänzlich neu aufgestellt werden, da sie in den vergangenen Jahren zunehmend in Kritik geraten war. Jetzt folgte die große Ernüchterung.

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Einige Jugendliche kommen noch zum Tischtennisspielen vorbei, weiß Matthias Duck, pädagogische Hilfskraft beim ASB.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Dallgow-Döberitz. Viel versprochen hatten sich die Dallgower vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der vor genau einem halben Jahr ihren Jugendklub übernahm. Die Jugendarbeit in der Gemeinde sollte gänzlich neu aufgestellt werden, da sie in den vergangenen Jahren zunehmend in Kritik geraten war. Jetzt folgte die große Ernüchterung. „Ich bin entsetzt darüber, was passiert ist - nämlich gar nichts“, so der stellvertretende Dallgower Bürgermeister Peter Kristke. „Es kommen kaum noch Jugendliche – im Moment sprechen wir von drei bis vier Kindern. Die Zuständigen haben weder ein Konzept ausgearbeitet, noch Kontakt zu den Grundschulen aufgenommen“, so Kristke, der erst in dieser Woche über den Zustand informiert worden war.

Eine Hausaufgabenbetreuung sollte aufgebaut, Eltern sollten mit einem Flyer informiert werden – davon sei bis heute nichts zu sehen. „Wir hatten uns so viel erhofft. Das ist jetzt wohl in die Hose gegangen“, so Gemeindevertreter Sven Richter (CDU). „Die Leitung des Jugendklubs hat in einem Gespräch mit Gemeinde und Landkreis offenbar erhebliche Fehler und Versäumnisse eingeräumt. Der ASB muss Verantwortung übernehmen und Lösungen anbieten“, so Richter weiter. „Wir müssen rasch Konsequenzen ziehen“, fordert auch Petra Budke (Grüne). Sonst käme die Jugendarbeit in der Gemeinde vollständig zum Erliegen.

„Dass nichts passiert ist, würde ich nicht sagen“, meint hingegen Jutta Anna Kleber, Nachfolgerin von ASB-Geschäftsführer Ulf Hoffmeyer-Zlotnik. „Nächste Woche arbeiten wir das Programm für das zweite Jugendklubhalbjahr aus und auch der Flyer ist bereits in Arbeit“, so Kleber, die die geringen Besucherzahlen mit den Umbaumaßnahmen, also dem Abriss des Nebengebäudes, und einem Generationswechsel begründet. „Es ist klar, dass 22-Jährige irgendwann nicht mehr in den Jugendklub gehen. Wir werden das vergangene halbe Jahr auf jeden Fall auswerten.“ Ein Gespräch zwischen Gemeinde und ASB in der kommenden Woche soll Klarheit bringen.

Von Laura Sander

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