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Die Kirchmauer bröckelt schon

Gemeinde investiert 100.000 Euro in Renovierung Die Kirchmauer bröckelt schon

Etwa 100 000 Euro will die Evangelische Reformationsgemeinde Westhavelland in die Sanierung der Dorfkirche in Liepe investieren. Im Wesentlichen sind es Eigenmittel der Kirchengemeinde. 

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Die Sanierungsarbeiten an der Kirche in Liepe haben begonnen.

Quelle: Norbert Stein

Liepe. Etwa 100.000 Euro investiert die Evangelische Reformationsgemeinde Westhavelland in die Sanierung der Dorfkirche in Liepe. "Im Wesentlichen sind es Eigenmittel der Kirchengemeinde", sagt Pfarrer Stefan Huth. Noch ist das Vorhaben in der Startphase. Im Dorf sichtbarstes Zeichen dafür ist ein um die Kirche gestelltes Baugerüst.

Die Lieper Kirche wurde im frühen Mittelalter errichtet. 1881 wurde der Bau im neugotischen Stil umgeformt. Dabei wurde der Turmunterbau mit seinen Pfeilern und Spitzbögen aus Backstein eingefügt. Das Eingangsportal wurde von der Südfassade in die Westfassade verlegt. Als einziges Ausstellungsstück der Vorgängerkirche wurde die aus dem Jahre 1730 stammende Kanzel übernommen. Sie wurde lediglich renoviert und wieder aufgestellt. Vor Jahren wuchs in der Kirche plötzlich Hausschwamm. Um ihn zu entfernen wurden Teile der Kanzel sowie das Patronatsgestühl entfernt. Seither steht die Kanzel nur noch auf einem einfachen Fuß.

Im Jahr 1996 wurde das Dach neu gedeckt. Ansonsten aber wurde am Bauwerk lange Zeit nichts mehr verändert oder saniert. Das hat Spuren hinterlassen. "Durch das Mauerwerk ist Wasser gedrungen und hat große Schäden angerichtet", erklärt André Degenhardt. Sein Planungsbüro für Baustatik und Sanierungsplanung kümmert sich jetzt um das Kirchenprojekt in Liepe. Beschädigte Balken, Kappen und Sparren werden in den kommenden Monaten ausgetauscht, in den Wänden haben sich Risse gebildet, die geschlossen werden müssen. Das Mauerwerk hat sich um drei bis vier Zentimeter nach außen geneigt. Zur Sicherung werden nun Anker eingezogen. Dazu muss das Dach abgedeckt werden.

Ist alles erledigt, wird das Dach mit den vorhandenen Steinen wieder eingedeckt. Bis es soweit ist, wird einige Zeit vergehen. "Wir sind noch am Anfang", sagt Stefan Huth. Das Holz ist André Degenhardt zufolge bereits bestellt. Wenn das Holz in Liepe eingetroffen ist, können unter Berücksichtigung des Wetters die eigentlichen Sanierungsarbeiten beginnen. Bis Ende Mai 2014 soll alles erledigt sein.

Von Norbert Stein

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