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Die Kreiskasse ist gut gefüllt

Verwaltung im Havelland kann im Jahr 2014 mehr Geld ausgeben, als zunächst erwartet Die Kreiskasse ist gut gefüllt

Der Landkreis Havelland kann im kommenden Jahr mehr Geld ausgeben als erwartet. Das geht aus dem Haushaltsentwurf hervor, der ab sofort in den Bürgerservicebüros ausliegt.

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Der Kreis investiert auch in das Schloss Ribbeck.

Quelle: K. Gelleszun

Havelland. Demnach bekommt der Kreis zwar weniger vom Land, kann sich aber auf gestiegene Einnahmen stützen. Gut 281Millionen Euro stehen dem Havelland für 2014 zur Verfügung. Die hat der Landkreis sogar mehr oder weniger locker. Zupass kommen ihm unter anderem die Überschüsse aus den vergangenen Jahren. 2012 etwa blieben rund zehn Millionen Euro übrig. Außerdem bekommt er wesentlich mehr Steuern. Im Vergleich zu 2012 stehen der Verwaltung rund 14 Millionen Steuer-euro mehr zur Verfügung. Über die Kreisumlage ‒ also die Quote, nach der sich die Gemeinden finanziell an kreisweiten Ausgaben beteiligen ‒ zieht der Landkreis fast 67 Millionen von den Gemeinden ein. Die Mitarbeiter um Kreisfinanzdezernent Andreas Ernst können sich also über einen ausgeglichenen Etat freuen. Auch die nächsten Jahre sehen in der Hinsicht offenbar gut aus. Das Mehr an Geld braucht der Kreis allerdings auch. Es müssen eine Reihe voluminöser Rechnungen bezahlt werden: unter anderem für den steigenden Bedarf an Sozialleistungen für Jugendliche, Familien und Flüchtlinge. Mehr Problemfamilien, höhere Personalkosten für Betreuer, steigende Asylbewerberzahlen und der seit August gültige Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung haben die höheren Kosten verursacht, heißt es sinngemäß in dem Papier. Nur ein Teil davon wird vom Land ersetzt.

Investiert wird 2014 vor allem in Schulen. Rund 930.000 Euro kostet der Anbau des Oberstufenzentrums in Nauen, das dortige Goethe-Gymnasium soll für rund eine Million und das Vicco-von-Bülow-Gymnasium in Falkensee für 350.000 Euro erweitert werden. Seinen Sportlern lässt der Landkreis 300.000 Euro zukommen. Der Kauf oder Bau eines neuen Übergangsheims für Asylsuchende ist mit knapp 2,4 Millionen veranschlagt. Vergleichsweise billig wird da der Wasserspielplatz im MAFZ-Erlebnispark Paaren mit 185.000 Euro. Für neue Geschwindigkeitsstandorte inklusive Messgeräten will der Kreis im kommenden Jahr 32.000 Euro ausgeben, die Umrüstung auf Digitalfunk bei Polizei und Feuerwehr kostet im kommenden Jahr noch einmal 90000 Euro. In Ribbeck sollen 30.000 Euro in den Bau des Gehwegs zwischen Besucherparkplatz und Schloss fließen. Das Schloss selbst erhält 10.000 Euro für Möbel und 20.000 Euro "zur Ergänzung der Ausstattung". Weitere 7000 Euro investiert man dort in Wandschmuck: Künstler sollen Landschaftsbilder des 19. Jahrhunderts reproduzieren. Ebenfalls 7000 Euro sind dem Tierheim Falkensee zugedacht. Interessant ist aber auch, wofür nichts ausgegeben werden soll: für Breitbandinternet oder etwa zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr können die Kommunen nicht auf die Hilfe des Kreises hoffen.

Von Jana Einecke

Der Haushalt im Internet auf der Homepage des Landkreises oder direkt unter http://kurzlink.de/Haushalt2014.

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