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Die Narren tanzen bis 3 Uhr früh

Rathenow Die Narren tanzen bis 3 Uhr früh

Mit einer Fremdensitzung startete der Rathenower Carnevals Club in seine Jubiläumssaison. Zehn befreundete Vereine gestalteten das Programm zum 50. Geburtstag des RCC mit.

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Zum ersten Mal dabei waren die vier- und fünfjährigen RCC-Tänzer der „Milchstraße“. Sie zeigten einen Piratentanz und hatten in ihrer Mitte die Kinderprinzessin Leonie .

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. Fremdensitzungen gehören Dank der vielfältigen Darbietungen vieler Gastvereine zu den Höhepunkten einer Saison jedes Karnevalvereins. Der Rathenower Carnevals Club (RCC) lud am Samstagabend zu seiner elften Fremdensitzung in das Havelrestaurant „Schwedendamm“ ein. Der Einladung in der 50. Jubiläumssaison folgten zehn Vereine und damit wurde, nach sieben Vereinen im letzten Jahr, ein neuer Rekord aufgestellt. Wie schon zur zehnten Fremdensitzung kamen wieder die Gäste aus Friesack, Garlitz und Buckow sowie aus Pemnitz, Brandenburg/Havel, Potsdam, Kamern, Lehnitz (Oranienburg), Bismark und Querstedt bei Stendal.

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Der Rathenower Carnevals Club hat seinen 50. Geburtstag mit zahlreichen Freunden und einer ausgelassenen Fremdensitzung gefeiert.

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Zum Empfang der sechs Gast-Prinzenpaare und Präsidenten gab es zahlreiche Glückwünsche und Geschenke für die Jubilare. Das, zur Freude der Gäste, sehr tanzlastige Programm gestalteten die Tänzerinnen des Garlitzer Carneval Clubs als Mexikanerinnen und verführerische Schönheiten aus Bollywood. Ebenso reizvoll waren die Kostüme aus „1000 und einer Nacht“ und die Tänzerinnen des Buckower Carneval Vereins. Die „Wild Chicks“ des Friesacker Karneval Clubs tanzten Twist und Rock’n’Roll. Einen Tanz zwischen Ballett und Hardrock zeigten die „Bunnys“ des Premnitzer Carneval Clubs.

Auch der Gastgeber trumpfte mit nahezu all seinen Tanzformationen auf. Das Programm startete mit der in diesem Jahr neu gegründeten „Milchstraße“ mit dem Kinderprinzenpaar Leonie und Arthur. Die „nachwachsenden Frohstoffe“ des RCC sind vier und fünf Jahre alt. Annabel ist sogar erst drei Jahre alt.

Rathenow Narren feiern 50

Rathenow Narren feiern 50. Geburtstag des RCC mit einer Fremdensitzung im Schwedendamm.

Quelle: Uwe Hoffmann

Nach den „Sternschnuppen“, der „Grünen Garde“ und den Tanzmariechen traten die „Sternchen“ in stylischen Kostümen als Lady Gaga auf. Eine tänzerische Zeitreise durch fünf Jahrzehnte RCC zeigten die „Raketen“ zu 15 Songs aus fünf Jahrzehnten – von „Bossanova“ über „Mama Lou“, Modern Talking, „Die da“ bis hin zu Helene Fischers „Herzbeben“. RCC-“Urgestein“ und Tochter des RCC-Mitbegründers Lothar Kindt, Elke Fiege, beschäftigte sich in der Bütt mit Probleme der Telefontechnik, die sich alle paar Monate zu ändern scheint.

Auch der Brandenburger Karneval Verein schickte seinen Tim Blankenhorn, als Ü-30-DJ, in die Bütt. Nach dem Männerballett beendeten die „Sternchen“ traditionell die Sitzung mit dem Pariser Can Can.

Mit 30 Minuten Überziehung endete das tolle Jubiläumsprogramm dann nach 3,5 Stunden gegen 23 Uhr mit dem gemeinsamen Programmfinale. Gefeiert wurde natürlich noch viel länger – bis drei Uhr früh, heißt es.

Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums zeichnete der Schatzmeister des Karnevalverbandes Berlin-Brandenburg, Karl-Heinz Siebert, den RCC mit der Ehrenschleife des Bundes Deutscher Karnevalisten aus. Josephine Fischer und Jo-Anne Kadach wurden mit dem KVBB-Orden in Silber geehrt. Die 16- und 18-jährigen Mädchen sind seit elf beziehungsweise 14 Jahren Mitglied des RCC.

Beide tanzen in mehreren Formationen des Vereins und übernehmen bereits Traineraufgaben bei den jüngeren Tänzerinnen. Unter anderem als Tanzmariechen zeigten beide im Programm auch ihr Talent. Gastwirt John Schach erhielt für seine jahrelange Unterstützung des RCC den KVBB-Orden in Silber.

Ganze 30 der 50 Vereinsjahre, davon 25 im Elferrat gestaltete ein RCC-Mitglied aktiv mit. Mit dem KVBB-Orden in Gold trägt er bereits den höchsten Landesorden der Narren. Da er jetzt etwas kürzer treten will, ehrte der Verein den sichtlich gerührten Horst Fröhlich mit einem Gutschein, den er mit seiner Lebenspartnerin für gemeinsame Stunden einlösen kann.

Von Uwe Hoffmann

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