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Havelland Die Pracht der Taglilien bewundert
Lokales Havelland Die Pracht der Taglilien bewundert
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00:17 19.07.2017
Christina und Tomas Tamberg in ihrem Garten. Quelle: Wolfgang Balzer
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Falkenrehde

Es ist ein unbeschreiblich buntes Farbenmeer mit unendlich vielen Farbnuancen von zartgelb bis schwärzlich-purpur. Fast zärtlich strich Christina Tamberg über eine der gelben Taglilien (Hemerocallis)-Blüten. „Es gibt sehr viele Gelbtöne, mit einem Auge in der Mitte und mit Rand oder nur mit Rand und auch mit verschiedenen Schlundfarben. Es sind teils große runde, teils kleine Blüten, auch schmale und dünne Blütenformen“, erläuterte sie und blickte dabei auf die Farbenpracht in ihrem 4500 Quadratmeter großen Garten in der Potsdamer Allee 8 b in Falkenrehde. Nur blaue Blüten suche man vergebens, meinte sie.

Seit 40 Jahren züchtet sie gemeinsam mit ihrem Mann Tomas Tamberg Taglilien. Gezählt haben sie die Sorten in ihrem Garten nicht, es werden einige tausend sein, meinte sie. Weltweit wurden inzwischen 80 000 Sorten bei der Weltregistrierungseinrichtung in den USA angemeldet, merkte Tomas Tamberg an. Stolz verwies er darauf, dass sie rund 100 Sorten selbst gezüchtet haben, die inzwischen auch in den USA gemeldet sind. Zwei sind die „Orange von Falkenrehde“ und der „Stern von Falkenrehde“, benannt nach ihrem Heimatort. Eine weitere recht auffällig blühende Eigenzüchtung mit kräftig gelben aber etwas kleineren Blüten ist die „From China with Love“.

Am Wochenende besuchten rund 60 Züchter aus der ganzen Bundesrepublik den Garten der Tambergs. Sie alle sind Mitglieder der Fachgruppe Hemerocallis in der Gesellschaft der Staudenfreunde. Einmal im Jahr kommen sie bei einem Mitglied zusammen.

„Der unermessliche weltweite Züchterfleiß wird deutlich, wenn man weiß, dass die gesamte Pracht der 80 000 Taglilienvarianten von nur 22 Wildformen stammen, die zwischen Südchina und Kamtschatka beheimatet sind“ erklärte Christina Tamberg. Jedes Jahr kämen einige tausend Sorten dazu, erzählte Tomas Tamberg, als er gerade mit dem Staubgefäß der einen Sorte den Stempel einer anderen befruchtete. Ein Röhrchen darüber, das vor Vogelfraß und anderen Beschädigungen schützt, und dann ist Geduld gefragt. Zwei Jahre später, wenn aus dem Samen eine blühende Taglilie geworden ist, kann der Züchter sehen, ob die Verbesserung zur Registrierung als neue Sorte reicht.

Vor rund 40 Jahren habe er mit seiner Gattin in seinem großen Hausgarten in Berlin-Lichterfelde sein Hobby zum Beruf gemacht. Allerdings sei dort kein Quadratzentimeter mehr frei gewesen. Nach der Wende kamen beide deshalb auf die Idee, ihr Hobby auf das familieneigene Grundstück in Falkenrehde auszuweiten.

Von Wolfgang Balzer

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