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Sanfter Gigant mit Riesenarm hebt 30 Meter hoch

Premnitzer Feuerwehr hat ein Hubrettungsgerät bekommen Sanfter Gigant mit Riesenarm hebt 30 Meter hoch

Die Freiwillige Feuerwehr Premnitz hat ihr neues Hubrettungsgerät bekommen. Acht Mitglieder der Wehr sind von einem Fachmann aus der Schweiz drei Tage lang in die Bedienung des sanften Giganten eingewiesen worden. Am Sonnabend, wenn die Premnitzer Feuerwehr ihr 90-jähriges Bestehen feiert, wird es offiziell in Dienst gestellt.

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Stadtbrandmeister Olaf Thiem 30Meter über der Erde. Rechts am Korb in Rot ein Lösch-Monitor.

Quelle: B. Geske

Premnitz. Nun ist es endlich da! Die Freiwillige Feuerwehr Premnitz hat ihr neues Hubrettungsgerät bekommen. Acht Mitglieder der Wehr sind von einem Fachmann aus der Schweiz drei Tage lang in die Bedienung des sanften Giganten eingewiesen worden. Ein bisschen wollen sie noch üben, damit im Ernstfall alle Handgriffe ohne Nachdenken sitzen. Bald aber wird diese Perle der Rettungskunst ihren ersten Einsatz haben. „Wir freuen uns und wir sind stolz“, bestätigt Stadtbrandmeister Olaf Thiem. Das Fahrzeug sei auf dem neusten Stand der Technik. Ein Hubrettungsgerät mit einem hydraulischen Arm habe im Landkreis Havelland nur noch die Feuerwehr in Nauen.

„Wir sind sehr froh“, hat Bürgermeister Roy Wallenta gesagt, „dass wir mit Unterstützung des Landes diese wichtige Anschaffung tätigen konnten.“ Stadt und Feuerwehr hätten das schon viele Jahre auf der Agenda gehabt, die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr werde erheblich verbessert.

Es ist um das Jahr 2000 herum gewesen, da keimte bei der Feuerwehr Premnitz der Wunsch, ein Hubrettungsgerät zu bekommen. Die Berufsfeuerwehr des einstigen Chemiefaserwerks, die bis dahin noch existierte, war nicht mehr zu halten. Die alte Drehleiter von 1986 hatte einen Schaden und musste repariert werden. „Wir wollten bewusst ein Hubrettungsgerät mit einem Teleskopmast haben“, erinnert sich Olaf Thiem, „weil wir damit bei Einsätzen im Industriegebiet viel flexibler sind.“ Große Dachflächen seien damit besser erreichbar. Man beachte aber: Parallel zum Rettungskorb wird beim Premnitzer Modell stets auch eine Leiter mit ausgefahren, auf der Leute herauf oder hin-unter steigen können. Der Korb erreicht eine maximale Rettungshöhe von 30 Metern – gemeint ist damit der Abstand zwischen Korbboden und Erdoberfläche. Er kann aber auch bis zu fünf Meter unter Geländeniveau abgesenkt werden, das würde bei der Wasserrettung, Gruben und Gräben eine Rolle spielen.
„Ein fernbedienbarer Wassermonitor ist fest am Korb montiert“, erklärt Olaf Thiem. (Er meint damit ein Wasserstrahlrohr, würde diesen unfachlichen Begriff aber niemals verwenden.) Die Wasserzuführung sei fest verbaut, bis zu 2500 Liter Wasser pro Minute könnten abgegeben werden. Der Rettungskorb kann auch Rollstuhlfahrer und eine Krankentrage aufnehmen. Das ganze Gerät wird mit zwei Sticks gesteuert. Ein Bedienstand ist unten am Mast, ein zweiter oben im Korb.

Am nächsten Sonnabend, wenn die Premnitzer Feuerwehr ihr 90-jähriges Bestehen feiert, wird das Hubrettungsgerät offiziell in Dienst gestellt. Olaf Thiem hat leider schon verlauten lassen, dass Spaßfahrten mit dem Rettungskorb nicht veranstaltet werden.

Von Bernd Geske

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