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Die Rathenower entdecken ihre Heimatregion

Tourismus im Havelland Die Rathenower entdecken ihre Heimatregion

Tourismusfachfrau Ines Kias vermittelt Havelländern in einer Vortragsreihe die Schönheiten und touristischen Höhepunkte der Region. Am Mittwoch war sie in der Volkshochschule in Rathenow zu Gast und begeisterte ihre Zuhörer mit einer Vielzahl von Angeboten und ganz persönlichen Ausflugstipps.

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Im alten Waschhaus in Ribbeck servieren Evelin Wolter, Marina Wesche und Cordula Siegismund (v.l.) erfrischende Birnen-Schorle.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Rathenow. Die Ausflugssaison beginnt. Die Menschen zieht es hinaus, sie wollen die Natur erleben, mit dem Rad oder auf dem Wasser unterwegs sein, Kultur entdecken und etwas erleben. Nicht selten stehen Hoteliers und Gastronomen, aber auch Familien vor der Frage, was können wir unserem Besuch zeigen? Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in unserer Region und wohin lohnt sich ein Tagesausflug? Antwort auf diese Fragen hat Ines Kias, die Geschäftsführerin des Tourismusverbands Havelland.

Am Mittwochabend lud sie interessierte Havelländer zu einer digitalen Reise durch die eigene Heimat, die Reisregion Havelland. Dazu gehören neben dem Landkreis Havelland auch die Stadt Brandenburg/Havel, der nördliche Teil des Landkreises Potsdam Mittelmark sowie die Stadt Havelberg und die Dörfer zwischen Havelberg und Rathenow. In ihrem eineinhalbstündigen Vortrag „Sightseeing im Havelland“ stellte die Touristikerin unzählige Ausflugsziele, bekannte und weniger bekannte, vor und verband diese geschickt mit Ausflugstipps. „Den Naturpark Westhavelland kennen Sie alle. Aber haben Sie schon einmal am Morgen mit dem Fernglas in der Hand die Natur am Gülper See beobachtet? Das sollten Sie unbedingt tun, ein wunderbares Erlebnis“, schwärmte Kias.

Von Vollmondtouren und historischen Schulstunden

Mit Notizblock und Kugelschreiber bewaffnet, notierten sich einige Zuhörer Tipps und Ausflugziele und lauschten aufmerksam dem umfassenden Vortrag, der, wie Kias sagt, nur einen Ausschnitt aller Angebote darstellt. Die erfahrene Geschäftsführerin schwärmte von Vollmondtouren durch Havelberg, einem Dorfrundgang durch das kleine Dorf Garz mit seinen vielen Vierseitenhöfen und der achteckigen Fachwerkkirche.

Sie empfahl ihren Zuhörern einmal auf dem Restaurantschiff „Klapperstorch“ in Molkenberg zu schlemmen und an einer historischen Schulstunde im Schulmuseum in Rackhahn teilzunehmen. „Aber passen Sie auf, dass Sie nicht eine mit dem Rohrstock kriegen“, mahnte Kias scherzhaft. Ein sehr schöner Ort zum Entspannen sei der Naturlehrpfad im Damsdorfer Fenn, der mit einem Besuch im Stellmachermuseum kombiniert werden kann.

Havelländer dürfen nicht betriebsblind werden

Sven Schönberg, Inhaber des Hotels und der Saunalandschaft Sonn’ Idyll in Rathenow hörte aufmerksam zu. „Es ist immer wieder inspirierend“, so Schönbergs Fazit. Neues habe er dieses Mal nicht gelernt, ihm gehe es auch viel mehr darum, Ausflugsziele miteinander zu kombinieren und seinen Kunden Vorschläge für Touren machen zu können. Und dafür war der Vortrag die perfekte Inspirationsquelle. Sein Ziel ist es, direkt im Sonn’ Idyll Touren zu verschiedenen Themen wie Wellness, Natur oder Aktiv digital zu präsentieren. „Wir haben so viele Anbieter, so viele Möglichkeiten, etwas zu erleben, wir müssen uns nur noch stärker miteinander vernetzen“, so Schönberg.

Bereits 2014 und 2015 hatte Ines Kias eine ähnliche Vortragsreihe angeboten. Zielgruppe waren damals touristische Leistungsträger, die sich in Vorbereitung auf die Bundesgartenschau über Reiseziele in der Region informieren konnten. „Als Anbieter muss ich mehr kennen, als nur die Ausflugsziele, die in unmittelbarer Nähe zu finden sind“, machte Kias deutlich und fügte hinzu:„Wir müssen als Havelländer aufpassen, dass wir nicht betriebsblind werden und die Schönheit unserer Landschaft bewusst wahrnehmen.“

Wie herrlich das Havelland ist, werde vielen Einheimischen erst bewusst, wenn Besucher darüber ins Schwärmen geraten. Das konnte Ilka Quast, Fachbereichsleiterin der Volkshochschule Havelland nur bestätigen: „Sonst sind wir mit unseren Vorträgen und Diashows in aller Welt unterwegs, dieses Mal nur im Havelland. Ich glaube, wir brauchen uns nicht zu verstecken. Diese Region hat so viel zu bieten, da reichen 14 Tage Urlaub nicht aus.“

Von Christin Schmidt

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