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Havelland Rathenowerin hat ein Kinderbuch geschrieben
Lokales Havelland Rathenowerin hat ein Kinderbuch geschrieben
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13:33 27.02.2016
Anke Kuhlmann mit ihrem neuen Buch. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Biggi ist ein richtiger Lausbub. Zwar passt das Wort nicht hundertprozentig, weil Biggi ein Mädchen ist. Aber vom Herzen, von der Einstellung her ist die Heldin in dem neuen Buch von Anke Kuhlmann ein Junge. Was man schon am Titel des Bandes, der gerade erschienen ist, sieht: „Kleider find’ ich doof“.

Anke Kuhlmann ist Lehrerin an der Rathenower Förderschule Spektrum. Und sie schreibt leidenschaftlich gerne. Seit ihrer ersten Veröffentlichung im Jahr 2002 hat sie zwei weitere Bücher veröffentlicht. Bände mit Gedichten, Aphorismen, Lebensweisheiten, denen man die Lust der Verfasserin am Formulieren anmerken konnte.

Nun also ein Kinderbuch. „Liegt auf der Hand“, könnte man denken, schließlich hat sie als Lehrerin tagtäglich mit Kindern zu tun und weiß über deren Bedürfnisse und Nöte bestens Bescheid. So einfach lässt sie das aber nicht erklären. Anlass für das Buch seien vielmehr die Erinnerungen an die eigene Kindheit gewesen, sagt Anke Kuhlmann. „Ich denke oft an diese Zeit zurück“, sagt sie. „Ich habe eine schöne Kindheit verbracht.“

Das merkt man dem Buch an. Die Heldin Biggi wächst in einer intakten Welt auf. Verständnisvolle Eltern, ein älterer Bruder, der Vorbild und Feindbild (im kindlichen Sinne) zugleich ist, ein überschaubares Umfeld. Biggis Erlebnisse sind unspektakulär im besten Sinne. Vom Fahrradsturz bis zur nächtlichen Mutprobe reicht die Palette. Das Besondere ist, dass Anke Kuhlmann das alles sehr einfühlsam und warmherzig erzählt. „Natürlich steckt viel von mir in der Heldin“, sagt deren Schöpferin. Die Erinnerungen an die eigene Kindheit seien der Grundstoff, allerdings habe sie den mithilfe ihrer Fantasie reichlich angereichert. „Nicht alles, was ich schildere, hat sich so zugetragen“, sagt Kuhlmann. Das sei eben das Schöne am Schreiben: dass man sich eine eigene Welt schaffen kann.

Anke Kuhlmann ist nicht so vermessen zu glauben, mit der Schriftstellerei irgendwann ihren Lebensunterhalt zu verdienen. „Ich habe einen Beruf, der mich ausfüllt“, sagt sie. Das Schreiben sei eine tolles Hobby, bei dem sie einerseits abschalte, andererseits ihre Kreativität auslebe. Das Angenehmen sei, dass sie von niemandem, auch nicht von sich selbst, unter Druck gesetzt werde. „Wenn ich Lust und Energie habe, dann setze ich mich hin und schreibe.“ Es komme aber auch vor, dass sie wochenlang nichts zu Papier bringe. Das sei dann auch okay.

Die Frage, ob schon ein neues Projekt geplant ist, kann Anke Kuhlmann nicht beantworten. Sie arbeite immer an mehreren Sachen gleichzeitig. Irgendwann sei dann der Punkt erreicht, wo sie sich auf eine Sache konzentriere. Aber der liege jetzt, kurz nach der Veröffentlichung des letzten Buches, noch in weiter Ferne.

info: Das Buch „Kleider find’ ich doof“ von Anke Kuhlmann (ISBN 978-3-96008-230-9) kann im Buchhandel bestellt werden.

Werke auf einen Blick

Mit dem Erfahrungsbericht „Wenn mein Partner suchtkrank ist“ veröffentlichte Anke Kuhlmann im Jahr 2002 ihr erstes Werk.

Das zweite Buch, ein Band mit Gedichten, trägt den Titel „Spuren zwischen gestern und morgen“ und erschien 2006. Vier Jahre später veröffentlichte Anke Kuhlmann „Zwischenräume“, eine lose Sammlung von Sprüchen und Gedichten.

Die letzten beiden Bücher und das jetzt erschienene Kinderbuch sind alle im Engelsdorfer Verlag erschienen.

Von Markus Kniebeler

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