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Havelland Die Ribbecker Märchensaison beginnt
Lokales Havelland Die Ribbecker Märchensaison beginnt
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18:04 30.11.2017
Schloss Ribbeck Quelle: Tanja M. Marotzke
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Ribbeck

Der Prinzessinnenball ist ein Selbstläufer. Im vergangenen Jahr das erste Mal angeboten, wurde das Schloss Ribbeck überrannt von kleinen Möchtegern-Prinzessinnen. Und auch in diesem Jahr ist die Veranstaltung gefragt, bereits mehr als zwei Drittel der Karten sind schon weg.

Solche Resonanz würde sich Frank Wasser, Geschäftsführer der Schloss Ribbeck GmbH, gerne öfter wünschen. Aber die Bilanz für 2017 fällt eher ernüchternd aus. Weniger Besucher als erwartet. Der Schuldige ist auch ausgemacht: Die komplizierten Bauarbeiten an der Bundesstraße 5 machen es schwierig, zum Schloss zu finden. „Das betrifft nicht nur uns, auch die anderen touristschen Anbieter leiden darunter“, sagt Frank Wasser.

Die Ausschilderung ist irreführend, so verkündet am Eingang von Ribbeck ein Schild „Ortskern gesperrt“. Zu wenige Besucher wissen, dass sie über den Parkplatz im Westen des Dorfes durchaus gut zum Ortskern gelangen können. Wasser hofft auf eine bessere Beschilderung und darauf, dass sich die Besucher das Jahresendprogramm in Ribbeck nicht entgehen lassen.

Das Quartett Vokalzeit ist am Sonnabend in Ribbeck zu hören. Quelle: Promo

Das Schloss hat bis zum Jahresende noch viel vor. An diesem Wochenende beginnt im Dorf die Aktion „Märchenhafte Ribbeck“. Sonnabend um 15 Uhr geht es in der Alten Kirche mit Puppenspiel, in der Kirche mit Geläut und im Schloss mit Weihnachtsliedern aus aller Welt los. Bis zum dritten Advent wird an neun Stellen im Dorf zu 23 adventlichen Veranstaltungen und Märchenquiz eingeladen.

Das Schloss setzt in der Zeit vor allem auf Musik und Kinder. Nach dem Quartett Vokalzeit an diesem Sonnabend, kommt am 9. Dezember der weltweit gefeierte Flötist Claudio Ferrarini, der mit Frank Wasser am Flügel ein Weihnachtskonzert gestaltet. Unter dem Motto „Romantische Weihnacht“ ist am 16. Dezember der Extra Chor Brandenburg zu Gast.

Für Kinder wird der Prinzessinnenball geboten und zum Puppenspiel eingeladen. Die Havelländer Puppenbühne zeigt das Stück „Die gestohlenen Weihnachtsgeschenke“. „Die Zusammenarbeit mit dem Tourneetheater wollen wir im nächsten Jahr fortführen“, sagt Frank Wasser, jetzt wieder als Geschäftsführer des Schlosses. Mit Blick auf das Jahr 2019, dem 200. Geburtstag von Theodor Fontane, besteht die Idee, mit der Puppenbühne ein passendes Stück zu entwickeln.

Aber zurück zu 2017: Heiligabend bleibt das Haus geschlossen, danach ist es bis Jahresende noch offen, Silvester wird zu einem festlichen Abendessen eingeladen, ehe das Haus ab 2. Januar für ein paar Wochen schließt. Die Zeit wird genutzt für Reinigen, Sanieren und Urlaub. Und an dem nächsten Großvorhaben zu arbeiten: Für den Umbau des Museums im Erdgeschoss des Hauses gibt es Pläne, mehr als 500000 Euro sollen dafür bewegt werden, hieß es bei einer Debatte im Bauausschuss des Landkreises. Allerdings hofft man auf großzügige Fördermittel.

Unabhängig von solchem Geldfluss sind jedoch die Planungen für das kommende Jahr, was die Veranstaltungen betrifft. Denn Ende Januar beginnt die nächste Gemeinschaftsaktion der Ribbecker Kultur- und Gastronomieaktivisten. Vor einem Jahr hatte Axel Koziol von der Alten Schule die Idee zum Ribbecker Bücherwinter, daran wird sich das Schloss 2018 wieder beteiligen und hat für den 28. Januar ein prominentes Gesicht mit einer ebenso prominenten Stimme eingeladen: Ilja Richter kommt mit einem Georg-Kreisler-Programm, in dem das bitterböse Taubenvergiften im Park wohl nicht fehlen wird.

Von Marlies Schnaibel

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