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Havelland Die Schulreporter gehen in die nächste Runde
Lokales Havelland Die Schulreporter gehen in die nächste Runde
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18:26 06.10.2017
MAZ-Schulreporter des Von-Saldern-Gymnasiums in Brandenburg an der Havel im vorigen Jahr bei der täglichen Zeitungsanalyse. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Potsdam

„Wenn ein Unwetter ins Zeitungsmachen hineinfunkt.“ So lautete eine Überschrift zum MAZ-Schulreporter-Projekt an der Lehniner Gesamtschule im vorigen Jahr. Gepasst hätte der Titel auch für einen Artikel der Freitagsausgabe der MAZ nach dem Orkan, der jetzt über das Land hinweg gefegt ist. Trotz der Unwetterwarnung haben sich am Donnerstag viele Lehrer zum Vorbereitungsseminar des diesjährigen Projektes MAZ-Schulreporter 2.0 im Haupthaus der Märkischen Allgemeinen in Potsdam getroffen.

Am 13. November geht das medienpädagogische Projekt der MAZ in seine neue Runde. In diesem Jahr beteiligen sich in Potsdam-Mittelmark, im Havelland und in den Städten Potsdam und Brandenburg 1250 Schüler aus 59 Klassen am MAZ-Schulreporter Projekt 2.0. Anmeldungen sind noch möglich von interessierten Lehrern und Schulen.

Vier spannende Wochen lang bis zum 9. Dezember erhält jeder teilnehmende Schüler eine eigene MAZ druckfrisch auf sein Pult geliefert. Die Jugendlichen werden so zu Medienprofis, die journalistisch recherchierte Nachrichten von Fake News unterscheiden können.

MAZ-Chefredakteurin Hannah Suppa und Lisa Philippi, Projektkoordinatorin Junge Leser, informierten über das Konzept. Begleitet wird das Projekt von dem medienpädagogischen Institut Promedia Maassen, das auch das Lehrer-Begleitmaterial für den Unterricht erstellt hat für die Siebt- bis Zehntklässler.

Crossmedial sind auch die Lehrer unterwegs beim Vorbereitungsseminar des Projektes MAZ-Schulreporter 2.0 am Donnerstagnachmittag im Verlagshaus der MAZ in Potsdam. Quelle: Marion von Imhoff

Die Veranstaltung fand ein großes Echo. Auch die Projektpartner stellten sich vor. Das sind die Stadtwerke Brandenburg der Havel, die Biosphäre Potsdam und die Osthavelländische Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlungs GmbH in Falkensee. Sie bieten den Klassen spannende Ausflüge und Einblicke in ihre Berufswelt. So können die Schüler etwa Auszubildende der Stadtwerke Brandenburg interviewen, ein Heizkraftwerk in der Havelstadt besuchen oder das Wasserwerk in Staaken besichtigen und darüber spannende Reportagen schreiben.

Die Biosphäre Potsdam lädt zu Führungen ein, die auf das jeweilige Alter der Schüler abgestimmt sind. Dabei stehen Kenntnisse über Erdkunde und Biologie, konkret die Kakaofrucht und Schokolade und Wasser als Lebenselixier im Mittelpunkt.

MAZ-Schulreporter 2.0

Das medienpädagogisch und redaktionell begleitete Unterrichtsprojekt MAZ-Schulreporter 2.0 richtet sich an weiterführende Schulen im Verbreitungsgebiet der Märkischen Allgemeinen. Speziall auf die Sekundarstufe I abgestimmtes Unterrichtsmaterial und dazu für jeden teilnehmenden Schüler und Lehrer jeden Tag eine druckfrische MAZ sind wesentlicher Kern des langjährigen Projektes. Es vermittelt Kompetenz im Umgang auch mit modernen Medien.

Projektpartner sind Unternehmen in der Region, die den Schülern Einblick in ihren Arbeitsalltag bieten, dazu spannende Informationen und Möglichkeiten, diese journalistisch zu bearbeiten in von Schülern selbstverfassten Artikeln. Die MAZ berichtet über die Arbeit der Projektpartner. MAZ-Schulreporter ist spannender und wichtiger Unterrichtsstoff über Berufspraxis und -orientierung und Medienkompetenz.

Bei MAZ-Schulreporter geht es vor allem um eines: den Jugendlichen auf spannende Art Einblick in die Medien- und Berufswelt zu geben. „In Zeiten von Fake News ist es wichtiger denn je, Schülern Medienkompetenz zu vermitteln“, sagte MAZ-Chefredakteurin Hannah Suppa bei der Eröffnung des Seminars. Auch unterscheiden zu können, was eine Nachricht ist und was eine persönliche Meinung, sei wesentlich, um sich in der Informationsflut zurecht zu finden.

„Viele kennen nicht mehr den Unterschied zwischen Nachricht und Kommentar“, sagte Hannah Suppa. In einem eigens gekennzeichneten Kommentar kann ein Redakteur seine Meinung sagen zu einem politischen Thema. Eine Nachricht muss dagegen strikt neutral formuliert sein und auf journalistisch recherchierten Fakten beruhen. Das ist seriöser Journalismus.

Julia Vallet von Promedia Maassen definierte, was eigentlich Fake News sind: „Gefälschte Nachrichten mit dem Ziel, Menschen zu manipulieren und deren Meinungen in bestimmte Richtungen zu drängen. Das Schlimme ist, Fake News sehen täuschend echt aus.“ Das Projekt soll dagegen zeigen, wie seriöse Informationen zu erkennen sind.

Lisa Philippi, Projektkoordinatorin Junge Leser, Julia Vallet von Promedia Maassen, MAZ-Chefredakteurin Hannah Suppa und Wilhelm Maassen (von links). Quelle: Marion von Imhoff

Wie werden Nachrichten in der Zeitung gewichtet, wie kommen Journalisten an gesicherte Informationen heran? Fragen wie diese stellen die Schüler bei dem Besuch eines MAZ-Redakteurs im Unterricht. Im Angebot ist auch eine Stippvisite in der Redaktion oder eine Besichtigung der MAZ-Druckerei in Potsdam oder des MAZ Media Stores.

Schulreporter 2.0 – der Name steht auch für den Umgang mit neuen digitalen Medien. Crossmedia ist da nur eines der Schlagwörter.

So gehört es zum Projekt, das E-Paper der MAZ und auch die App MAZ mobil kennenzulernen. Zeitungsfrühstück mit Brötchen und Marmelade sind bei Schülern und Lehrern beliebte Programmpunkte im Unterricht während des Projektes. Viele Schüler texten Lesetagebücher, schreiben eigene Artikel, die in der MAZ erscheinen können und entdecken dabei vielleicht sogar ihren Berufswunsch.

So können sich Schulen anmelden

Lehrer, die ihre Klassen für das MAZ-Schulreporter 2.0-Projekt anmelden möchten, können dies bei dem medienpädagogischen Institut Promedia Maassen machen unter julia.vallet@promedia-maassen.de

Die Lehrer erhalten kostenloses Unterrichtsmaterial mit ausführlichen didaktisch-methodischen Hinweisen, Ideen, Kopiervorlagen und Hintergrundinformationen zur MAZ. Vom 13. November bis zum 9. Dezember bekommt jeder teilnehmende Schüler täglich eine druckfrische MAZ.

Die Jugendlichen sollen Spaß am Lesen gewinnen anhand von interessanten und gut aufbereiteten Informationen.

Von Marion von Imhoff

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