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Havelland Die Sportlerklause lebt
Lokales Havelland Die Sportlerklause lebt
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02:15 19.08.2017
Sind in enger Abstimmung, wenn es um die Sportlerklause geht: Bürgermeister Wilhelm Garn (l.) und Objektverantwortlicher Nico Schneider. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Brieselang

Die Sorgen waren groß bei den Nutzern der Sportlerklause, als es hieß, der Brieselanger Sportverein (BSV) will das Objekt nicht mehr betreiben. Er hatte den Pachtvertrag mit der Gemeinde zum 30. Juni gekündigt. Seit 1. Juli ist nun erst einmal die Gemeinde eingesprungen. „Wir haben es geschafft, den dauerhaften Betrieb aufrechtzuerhalten“, sagt Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU). Neue Gruppen hätten sich schon angekündigt, demnächst soll auch Pilates angeboten werden. 200 bis 300 Nutzer pro Woche seien es derzeit in der Rotdornallee. „Es ist Leben in der Bude.“

Als die Kommune als Eigentümer das Haus übernommen hat, wurden erst einmal die Außenanlagen auf Vordermann gebracht. „Das Gras stand etwa 20 Zentimeter hoch. Wir haben die Hecken und Bäume geschnitten sowie Müll und Dreck beseitigt“, sagt der Objektverantwortliche Nico Schneider, der im Bauhof angestellt ist. Und nachdem die Gemeinde 200 Schlüssel übergeben bekommen hat, hat man sicherheitshalber die Schließzylinder gewechselt. Zudem musste auch im Haus aufgeräumt werden.

„Wir sind jetzt dabei, die Nutzungsordnung fertigzustellen“, sagt Garn. Zudem liegt eine vorläufige Gebührenordnung vor, die unter anderem für den Vereinsraum und den großen Sportraum gilt. Für ersteren sind 7,50 Euro pro Stunde zu zahlen, für den anderen 10 Euro. Für die Vermietung ist die Gemeinde zuständig. Wer Interesse hat, kann sich an den Sitzungsdienst im Rathaus wenden. Die Gastronomie indes bleibt im Grunde geschlossen. „Wir als Gemeinde können keine Kneipe betreiben“, begründet der Bürgermeister. Künftig sollen aber über Dritte Cateringleistungen angeboten werden, wobei die Mieter direkt mit den Unternehmen abrechnen. Dass sich jemand findet, der – wie früher der BSV – die Woche über einen Gastronomiebetrieb aufrecht erhält, glaubt Garn nicht. Es reize kaum jemanden, dort sein Bier zu trinken. „Das hat hier eher den Charme einer Bahnhofshalle“, charakterisiert Garn den Gastraum für 60 bis 70 Leute vor dem Tresen.

Die Kegelbahn bleibt aber auch in Zukunft unter der Obhut des BSV. „Wir als Verein kümmern uns um den Betrieb der Anlage“, sagt Vorsitzender René Müller- Schaafhausen. Er ist froh, dass der Verein nicht mehr Betreiber der Sportlerklause ist. „Wir haben es personell nicht mehr geschafft.“ Die im Pachtvertrag vereinbarte Verpflichtung zu Investitionen konnte deshalb nicht erfüllt werden. Die Folge war ein Instandsetzungsrückstau.

Somit sind jetzt Investitionen nötig. Wie marode Teilbereiche des Hauses sind, zeigte sich beim Starkregen vor ein paar Tagen. Wasser lief durchs Dach. Deckenplatten kamen in der Kegelbahn herunter, auf der dann einige Pfützen standen. Umgehend mussten im Dach 1600 Schrauben samt den porösen Dichtungen gewechselt werden. „Außerdem mussten wir die Dachrinne und das Fallrohr erneuern“, sagt Nico Schneider.

Dabei wird es aber nicht bleiben. „Demnächst müssen wir uns auch mit der Elektroanlage und den Fenstern beschäftigen“, sagt Bürgermeister Garn. Zudem sollen kurzfristig Bereiche innerhalb des Hauses so abgetrennt werden, das sie einzeln genutzt werden können. So wird es beispielsweise bald möglich sein, den Vereinsraum durch ein Tor im Zaun an der Bahnstraße sowie über einen noch zu pflasternden Weg direkt zu erreichen. Der bisherige Haupteingang ist nur zu bestimmten Zeiten geöffnet.

Wenn die Nutzungsordnung fertig ist, soll auf jeden Fall weiter Werbung gemacht werden für eine Nutzung des Hauses – sowohl durch Vereine als auch private Gruppen oder für private Feiern. Wer schon langfristig gebucht hatte – etwa für eine Feier zur Goldenen Hochzeit – der konnte auch nach der Übergabe an die Gemeinde dort feiern.

Froh darüber, dass es in der Sportlerklause weitergeht, ist auch Wolf Huth vom Vorstand der Volkssolidarität. „Wir haben uns schon Gedanken gemacht, dass das Haus geschlossen werden könnte. Jetzt sind wir aber zufrieden, dass es weitergeht.“ Denn die Ortsgruppe geht dort kegeln, tanzen, probt mit dem Chor oder führt alljährlich ihre beiden Weihnachtsfeiern durch mit jeweils rund 90 Gästen.

Von Andreas Kaatz

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