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Die Stadt will den neuen Jugendplatz

Rathenow Die Stadt will den neuen Jugendplatz

Die Stadt Rathenow macht deutlich, wie ernst es ihr mit dem Projekt „Jugendplatz“ ist. Im Rahmen eines Workshops am 21. September sollen Jugendliche das Konzept für den neuen Freizeitplatz mitgestalten. Derweil hofft die Stadt auf die Zusage des Kreissportbundes Havelland, der das Projekt als Träger übernehmen könnte.

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Solche Sprünge sollen auch in Rathenow möglich sein.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Rathenow. Die Stadt Rathenow macht deutlich, wie ernst es ihr mit dem Projekt „Jugendplatz“ ist. Ende letzter Woche wurde der ehemalige Reitplatz im Auftrag der Verwaltung nach langer Zeit wieder gemäht und für einen Workshop am 21. September vorbereitet. Von 16 bis 18 Uhr sind an diesem Tag alle Interessierten eingeladen, gemeinsam ein Konzept zu erarbeiten und damit die Pläne für ein Jugendfreizeitplatz zu konkretisieren.

Ziel der Veranstaltung ist es, die Ideen, die in vorangegangenen Workshops von Jugendlichen gesammelt wurden, symbolhaft auf dem Gelände zu platzieren. Wo könnte die Dirtbahn gebaut werden? Welcher Platz eignet sich für eine Chillecke? Welche Parcours-Elemente will die Jugend und wo könnte das „Amphitheater“ stehen? Ein Landschaftsplaner wird dabei sein und an einer großen Karten die Elemente nach Wunsch der Teilnehmer setzen und unterschiedlichste Varianten durchspielen.

Jetzt ist die Jugend gefragt

„Wir wollen an diesem Tag auch über Kosten sprechen. Dabei stellt sich zum Beispiel die Frage, ob ein Amphitheater für rund 70 000 Euro tatsächlich gebraucht wird oder ob wir stattdessen uns auf andere Dinge konzentrieren sollten“, macht Jens Hubald, Leiter des Sachgebiets Stadtentwicklung im Rathenower Bauamt deutlich. Er organisiert den Workshop gemeinsam mit Jugendkoordinator Tilo Windt und André Neidt, der beim Kreissportbund Havelland (KSB) für die sportorientierte mobile Jugendarbeit zuständig ist.

In den kommenden Tagen wollen sie mit Flyern und Plakaten sowie über soziale Medien für die Veranstaltung werben. Umso mehr Jugendliche sich beteiligen, umso deutlicher das Signal, dass dieser Platz tatsächlich gebraucht wird.

KSB-Vorstand trifft sich bereits am 19. September

„Auch Erwachsene sind natürlich willkommen. Egal ob Anwohner, Vereinsmitglieder oder Träger – wer da ist, bestimmt mit“, macht Jens Hubald deutlich. Das Treffen soll zudem genutzt werden, um Prioritäten festzulegen. Denn klar ist auch, es können nicht sofort alle Ideen umgesetzt werden. Anschließend muss die Frage der Finanzierung der einzelnen Maßnahmen geklärt werden. Allerdings steht diese Überlegung erst im Raum, wenn die Stadt einen Träger gefunden hat. Wunschpartner ist nach wie vor der KSB, doch noch hat dessen Vorstand kein grünes Licht gegeben.

Am Montag wird KSB-Geschäftsführer Karsten Leege den Vorstandsmitgliedern einen überarbeiteten Vertrag vorlegen. „Die Stadt ist uns entgegengekommen und hat nach der ersten Gesprächsrunde einen sehr trägerfreundlichen Vertragsentwurf vorgelegt. Ich hoffe auf eine positive Resonanz unseres Vorstands. Das Risiko ist wirklich überschaubar“, so Leege. Sollte der Vorstand das Thema bis zur nächsten Mitgliederversammlung vertagen, wird noch etwas Zeit ins Land gehen. Das nächste Treffen ist im März geplant. Ein rundes Konzept, dass die Wünsche und Vorstellungen der Jugend berücksichtigt, könnte zu einer schnelleren Entscheidung beitragen.

Der lange Weg zum Jugendplatz

Der ehemalige Reitplatz am Rathenower Körgraben ist rund 12000 Quadratmeter groß. Das Gelände gehört der Stadt Rathenow.

Die Idee, auf dem Gelände einen Jugendfreizeitpark zu installieren, stammt aus dem Jahr 2012. Das Diakonische Werk Havelland erklärte sich bereit, die Trägerschaft für das Projekt zu übernehmen. Im Februar 2013 wurde dazu ein Kooperationsvertrag zwischen Stadt und Diakonie geschlossen.

Doch die Pläne wurden nicht umgesetzt. Sie scheiterten an bürokratischen Hürden und personellen Problemen. Am 31. Dezember 2014 erlosch der bis dahin befristete Kooperationsvertrag.

Als die Skaterhalle auf der Magazininsel im vergangenen Sommer aus baurechtlichen Gründen geschlossen werden musste, begann die Suche nach einem neuen Freizeitplatz für die Jugend von vorn.

Der Kreissportbund hatte Interesse an einer Trägerschaft bekundet. Allerdings muss im Vorstand ein entsprechender Beschluss noch gefasst werden.

Von Christin Schmidt

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