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Havelland „Die Straßen sind leerer als sonst“
Lokales Havelland „Die Straßen sind leerer als sonst“
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18:24 23.11.2015
Leere Plätze in Brüssel. Quelle: dpa
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Brüssel/Wustermark

Der Wustermarker CDU-Vorsitzende Halvor Adrian arbeitet und lebt derzeit mit seiner Frau in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Er schildert, mit welchen Gefühlen es sich in einer Stadt im Ausnahmezustand lebt.


MAZ:
Herr Adrian, sind Sie am Montag ganz normal Ihrer Arbeit nachgegangen?

Halvor Adrian: Wir in der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der Europäischen Union haben am Montag normal Dienst gehabt.
Allerdings sind diejenigen Botschaftsangehörigen, die sich wegen der Schul- und Kitaschließungen in Brüssel um ihre Kinder kümmern müssen, vom Dienst freigestellt. Die Sitzungen der Arbeitsgruppen des EU-Rates sind auf ein Minimum reduziert worden.

Wie sind Sie am Montagmorgen zur Arbeit gekommen?

Adrian: Normalerweise entscheide ich kurzfristig, ob ich für den Weg zur Arbeit die Straßenbahn und Metro nehme oder mit dem Auto fahre. Am Montag bin ich sehr früh mit dem Auto zum Arbeitsplatz gefahren und gut durchgekommen. Es gab dann kurzfristig Staus aufgrund der nicht fahrenden Metro und Tram, aber insgesamt ist die Stadt deutlich leerer gewesen als sonst. Das liegt wohl daran, dass viele Berufstätige zu Hause geblieben sind.

Wie organisieren Sie und Ihre Familie in diesen Tagen den Alltag, also einkaufen, Besuche machen ...

Adrian: Brüssel ist zumindest im Vergleich zu Berlin relativ klein und wir wohnen in einer Randgemeinde außerhalb der Stadt. Dort geht alles recht familiär und überschaubar zu, insofern gibt es im täglichen Leben eigentlich keine Einschränkungen, Fahrten nach Brüssel vermeiden wir derzeit jedoch nach Möglichkeit. Zum Beispiel hätten wir am vergangenen Wochenende gern einen Brüsseler Wochenmarkt und einen Antikmarkt besucht, die sind aber ausgefallen.

Was bewegt die Belgier?

Adrian: Viele Belgier, die ich kenne, sind aktuell mehr über die Tatsache beunruhigt, dass es in Belgien für islamistische Terroristen offensichtlich Möglichkeiten gibt, relativ unbehelligt Netzwerke und Rückzugsbasen einzurichten, was bisweilen mit der Frage verbunden wird, wie man als Land im Kampf gegen den Terror denn dasteht. Eine mögliche eigene Gefährdung hingegen wird eher gelassen gesehen, was schon auch ein bisschen dem hiesigen Naturell entspricht. So leicht lassen sich die Belgier nämlich nicht aus der Ruhe bringen.

Von Anke Fiebranz

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