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Havelland Wasserverbände rechnen mit Rekordjahr
Lokales Havelland Wasserverbände rechnen mit Rekordjahr
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18:13 31.07.2018
Das Wasserwerk Gohlitz ist eines von sieben, das der Wasser- und Abwasserverband Havelland betreibt. Quelle: privat
Havelland

 Die Pumpen der Wasserwerke im Osthavelland laufen dieser Tage auf Hochtouren. Im Schnitt fördern die Anlagen des Wasser- und Abwasserverbandes Havelland (WAH) und der Osthavelländischen Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH (OWA) gut doppelt so viel Wasser als üblich. Der WAH rechnet in diesem Jahr sogar mit einem Rekordumsatz.

Im Mai floss so viel Wasser wie noch nie

„Wir hatten für dieses Jahr mit einer Gesamtfördermenge von knapp 2,8 Millionen Kubikmeter gerechnet, werden aber wohl an der 3-Millionen-Marke kratzen“, sagt Verbandsvorsteher Thomas Seelbinder. Der Verband förderte allein im ersten Halbjahr des Jahres schon 250 000 Kubikmeter mehr, als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Spitzentag war dabei der 31. Mai mit einer Fördermenge von 13 000 Kubikmetern Wasser. „An einem Durchschnittstag mit normalem Wetter sind es sonst nur 6700 Kubikmeter“, so Seelbinder. Mit 300 000 Kubikmetern war die Fördermenge im Mai so hoch wie noch nie seit 1991.

Spitzenzeit zwischen 17 und 21 Uhr

Der Bedarf schnellt vor allem in der Zeit zwischen 17 und 21 Uhr in die Höhe. „Dann kommen die Leute von der Arbeit und wässern ihre Gärten“, so Seelbinder. Einen zweiten Hochpunkt gibt es dann noch einmal am Morgen zwischen sechs und acht Uhr.

Ähnlich ergeht es derzeit auch der OWA. So fördert allein das Wasserwerk Staaken, das den Raum Falkensee mit Trinkwasser versorgt, im Durchschnitt rund 20 000 Kubikmeter Wasser pro Tag. „Damit liegt der Bedarf fast doppelt so hoch, wie üblich“, sagt Geschäftsführer Günter Fredrich. Die Bedingungen seien ähnlich wie im Rekordsommer 2003.

Trockenheit hält länger an als 2003

„Allerdings hielt die Trockenheit damals nicht so lange an. In diesem Jahr ist die Bedarfskurve schon im Mai stark angestiegen und seither auf einem sehr hohen Niveau“, so Fredrich. Und noch sieht der Geschäftsführer keine Besserung.

Niemand muss Wasser sparen

Wasser sparen muss aber niemand. „Wir gewinnen unser Trinkwasser aus Brunnen, die gut mit Grundwasser versorgt sind“, so Fredrich.

Wenn doch mal kein Wasser aus der Leitung kommen sollte, was dieser Tage schon bei vereinzelten Haushalten vorgekommen sei, liege das vor allem an verstopften Filtern oder Ventilen an den Wasserzählanschlüssen. „Da größere Wassermengen als üblich gefördert werden, kann es vorkommen, dass sich abgelagerte Partikel von den Rohren lösen und sich dann in den Filtern festsetzen“, sagt Fredrich.

Rund 135 000 Menschen im Kreis Havelland und Oberhavel werden von den sechs Wasserwerken der OWA im Jahr mit rund 6 Millionen Kubikmeter Wasser versorgt.

WAH greift auf Sammelbehälter zurück

Auch Kunden der WAH müssen aufgrund der anhaltenden Trockenheit keine Flaute in der Wasserleitung fürchten. „Wir haben stabile Druckwerte und können in Spitzenzeiten auf mehrere Sammelbehälter zurückgreifen, die jeweils 1000 Kubikmeter fassen“, so Seelbinder. Der Wasser- und Abwasserverband versorgt rund 50 000 Menschen mit Trinkwasser.

Fast 40 Prozent der Fördermenge werden dabei vom Wasserwerk in Nauen geleistet. Insgesamt unterhält der Verband sieben Wasserwerke. Diese können insgesamt bis zu 3,9 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr fördern.

Von Danilo Hafer

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