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Die Weinberg-Turnhalle wird umgebaut

Rathenow Die Weinberg-Turnhalle wird umgebaut

Die Turnhalle der Weinbergschule gleicht einem hohlen Vogel. Der Boden, die Dämmung, die Decke, die Wandverkleidung und die Fenstergitter wurden herausgerissen. Nun kann mit der Sanierung der Halle begonnen werden. 1,9 Millionen Euro werden investiert. Im Sommer des kommenden Jahres soll alles fertig sein.

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Bauleiter Elmar Rübe (li.) und Dachdeckermeister Karsten Draeger schauen sich den Dachstuhl der alten Halle an.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Von vorne sieht die alte Turnhalle der Weinbergschule aus wie immer. Gleich neben dem Schulgebäude steht sie – ein unspektakulärer Bau, der in den vergangenen Jahrzehnten ein bisschen grau geworden ist. Wenn man um das Schulgebäude herumgeht, um die Turnhalle von hinten zu betrachten, sieht allerdings nichts mehr aus wie immer. Der alte Sanitärtrakt und der Geräteraum, die einst an die eigentliche Halle herangebaut worden waren, sind abgerissen.

Vor drei Wochen haben die Arbeiten zur Sanierung der Halle begonnen. Bis zum Sommer des kommenden Jahres werden rund 1,9 Millionen Euro verbaut, um die Sportbedingungen für die Schüler sowie die anderen Nutzern der Halle zu verbessern. Vor allem der Neubau der Sanitär- und Umkleideräume wird diesem Zwecke dienen. Bislang waren die Anbauten nur über Stufen zu erreichen. Nach den Sanierungsarbeiten soll die gesamte Halle barrierefrei sein.

Der alte Anbau  auf der Hallenrückseite ist bereits abgerissen

Der alte Anbau auf der Hallenrückseite ist bereits abgerissen. Hier wird ein neuer Anbau errichtet.

Quelle: Kniebeler, Markus

Seit dem Baubeginn haben die Abbruchspezialisten ganze Arbeit geleistet. Denn nicht nur die genannten Anbauten stehen nicht mehr. Auch das Innere der Turnhalle wurde von jeglichem Ballast befreit. „Die Entkernung ist so gut wie abgeschlossen“, sagt Bauleiter Elmar Rübe. Der Boden, die Dämmung, die Decke, die Wandverkleidung und die Fenstergitter seien rausgerissen worden. Damit ist der Weg frei für die eigentliche Sanierung. Noch in dieser Woche werden die Dachdecker anrücken. Zwar ist das Dach noch so stabil, dass es nicht ausgetauscht werden muss. Aber der Dachstuhl muss verstärkt werden. Und an der ein oder anderen Stelle sind Reparaturen und Ausgebesserungen unumgänglich.

Danach rücken die Trockenbauer an, die sich um den Einbau der Decken und andere konstruktive Dinge kümmern. Sie machen den Weg frei für die Installateure. Denn im Zuge der Sanierung wird das technische Innenleben der Halle komplett ausgetauscht: Heizung, Lüftung, Sanitär- und Elektroanlagen – alles wird erneuert. Ein behindertengerechtes WC ist ebenso vorgesehen wie ein mit eigener Dusche und Toilette ausgestattetes Zimmer für den Lehrer beziehungsweise den Trainingsleiter.

Irgendwann werden dann die neuen Fenster eingebaut, die künftig nicht mehr durch schwere Eisengitter geschützt werden müssen, sondern so konstruiert sind, dass ihnen ein scharf getretener oder geworfener Ball nichts anhaben kann. Sind die Fenster an Ort und Stelle, rücken die Putzer an, um die Innenwände ansehnlich zu machen. Am Ende der Kette wird der Fußboden erneuert. „Wir arbeiten uns von oben nach unten vor“, sagt Elmar Rübe. Wichtig sei, dass die Zeitpläne eingehalten werden, damit die Gewerke sich nicht in die Quere kommen.

Fertig sein soll die Halle mitsamt dem Anbau spätestens im Sommer des kommenden Jahres. Böse Überraschungen hat Elmar Rübe bei den Entkernungsarbeiten bislang nicht erlebt. Lediglich ein zu klein dimensionierter Türsturz musste ausgetauscht werden. „Bislang läuft es nach Plan“ sagt er. Und hofft, dass das so bleibt.

Übrigens sind die neuen Anbauten, in denen Umkleiden, Sanitärräume und Geräte untergebracht werden, so konzipiert, dass eine weitere Halle angeschlossen werden könnte. Zwar wurden entsprechende Neubaupläne von den Stadtverordneten wegen Geldmangels vorerst auf Eis gelegt. Aber falls die Halle irgendwann doch gebaut werden sollte, könnte sie ohne Probleme an das vorhandene Gebäude angeschlossen werden.

Von Markus Kniebeler

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