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Rein in die Stadt, raus aus der Stadt

Die aktuelle Pendlerstatistik für Rathenow Rein in die Stadt, raus aus der Stadt

Aus Rathenow pendeln täglich fast 4000 Menschen zu Arbeitsorten im Umland – das ist, wenn man je frühmorgens am Rathenower Bahnhof gestanden hat, keine Überraschung. Aber noch mehr Menschen, nämlich über 4500, kommen tagtäglich zur Arbeit in die Stadt.

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Frühmorgens und am späten Nachmittag wimmelt der Rathenower Bahnhof vor lauter Pendlern.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Die Regionalexpresslinien RE 4 ist die Pendlerlinie schlechthin im Havelland. Morgen für Morgen transportiert die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft hunderte Menschen zu ihren Arbeitsorten. Wustermark mir seinen großen Logistikunternehmen, Elstal mit dem Outletcenter und natürlich Berlin mit seinem vielgestaltigen Arbeitsmarkt sind die Ziele der Pendler. Aber auch Premnitz und die Stadt Brandenburg nehmen – was die Pendlerziele angeht – vordere Positionen ein.

In einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit sind die Zahlen festgehalten. Demnach gingen im vergangenen Jahr 3998 Rathenower einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung außerhalb der Stadt nach. Und entgegen mancher Erwartung ist nicht Berlin der Ort, zu dem es die meisten Auspendler zieht, sondern Brandenburg Havel. 659 Rathenower gehen dort – Stichtag 30. Juni 2015 – einer Beschäftigung nach, gefolgt von Berlin (591) und Premnitz (455). Bemerkenswert ist, dass sich die Rangfolge der ersten beiden Plätze binnen eines Jahres umgekehrt hat: Zum Stichtag 30.6.2014 lag Berlin mit 606 Auspendlern noch gut vor Brandenburg (572). Wo der Sprung herrührt, ob möglicherweise die Buga im vergangenen Jahr Jobs geschaffen hat, darüber gibt die Statistik keine Auskunft.

Mehr Einpendler als Auspendler

Den knapp 4000 Auspendlern steht noch eine erheblich größere Zahl von Einpendlern gegenüber. Im vergangenen Jahr kamen 4582 Nicht-Rathenower in die Stadt, um hier einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachzugehen. Die meisten von ihnen kamen aus Premnitz, nämlich 810. Aus Sachsen-Anhalt sind 530 Einpendler verbucht, wobei diese Zahl nicht nach Orten aufgegliedert ist. 344 Männer und Frauen aus Brandenburg/Havel zieht es Tag für Tag zur Arbeit nach Rathenow. Die Diskrepanz zwischen Aus- und Einpendlern ist bei Berlin am größten. Während – wie oben genannt – 591 Rathenower zur Arbeit in die Hauptstadt fahren, kommen nur 150 Berliner aus beruflichen Gründen täglich in die havelländische Kreisstadt.

Die mit Abstand größte Zahl der Einpendler kommt aber aus den vielen umliegenden brandenburgischen Städten und Gemeinden – 2673 (Brandenburg und Premnitz ausgenommen). Allerdings sind die Orte, aus denen die Menschen sich zur Arbeit nach Rathenow aufmachen, nicht einzeln genannt – das würde den Rahmen der Statistik wohl sprengen.

Von Markus Kniebeler

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