Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Die alte Lady wird auf Vordermann gebracht

Stölln Die alte Lady wird auf Vordermann gebracht

Der Otto Lilienthal Verein hat mit der Innensanierung der Lady Agnes auf dem Stöllner Gollenberg begonnen. Los geht es mit dem Innenraum: Der wurde komplett leer geräumt, damit Boden, Fenster und Decke in Ordnung gebracht werden können. Im kommenden Jahr folgt die Sanierung der Außenhülle.

Voriger Artikel
Förderverein will das Gotteshaus retten

Horst Schwenzer, Vorsitzender des Otto Lilienthal Vereins, im Inneren der leer geräumten Lady Agnes.

Quelle: Norbert Stein

Stölln. Auf dem Gollenberg ist jahreszeitlich bedingt Saisonpause. In der Lady Agnes ist dennoch keine Ruhe eingekehrt. Der Otto Lilienthal Verein hat mit der Sanierung des Flugzeuges begonnen. In der IL 62 sind die Sitze ausgebaut und eingelagert worden. Die Ausstellung zur Geschichte der Interflug und das Standesamt wurden ebenfalls aus dem Flugzeug geräumt und befinden sich nun gut verpackt im Winterschlaf.

Die IL 62 gleicht im Inneren einem großen, hohlen Vogel. Und hat das hat Gründe. Das Flugzeug wurde 1973 in Dienst gestellt und hatte am 23. Oktober 1989 auf dem Gollenberg seine letzte spektakuläre Landung. Seither ist die IL 62 „Lady Agnes“ ein Besuchermagnet auf dem Gollenberg. Doch auch die schönste Lady kommt einmal in die Jahre und hat Hilfe nötig. Die Lady Agnes macht da keine Ausnahme. 44 Jahre haben ihre Spuren hinterlassen, die mit kleinen Reparaturen nicht mehr zu beheben sind. Die IL 62 hat eine Generalüberholung nötig.

Derzeit wird der Innenraum saniert. Dafür musste das Flugzeug ausgeräumt werden. „Zunächst werden die Fenster neu hergerichtet “, erklärt Vereinsvorsitzender Horst Schwenzer. Rund 100 Fenster sind es insgesamt, alle sind doppelt verglast. Zunächst wurden die 200 Scheiben ausgebaut und gesäubert, die Rahmen aus Aluminium ebenfalls. „Zwischen die Doppelscheiben hat sich in den Jahren teilweise Wasser gesetzt“, sagt Schwenzer. Die Scheiben sind inzwischen wieder eingesetzt und bekommen nun eine neue Innenisolierung und die Rahmen einen frischen Farbanstrich. „Dabei legen wir – wie bei allen noch folgenden Arbeiten – Wert darauf, die originalen Farben und Formen des Flugzeuges und seiner Ausstattung zu erhalten“, betont der Vereinsvorsitzende.

Torsten Dalmann (vorn) und Timo Rapski erneuern die Flugzeugfenster der Lady Agnes

Torsten Dalmann (vorn) und Timo Rapski erneuern die Flugzeugfenster der Lady Agnes.

Quelle: Stein, Norbert

Im Flugzeug erneuert werden außerdem Fußboden, Türen und Elektroanlage. Mit dem Aufnehmen der ersten Fußbodenplatten wurde der Lady auch schon in den Bug geschaut. „Da sieht alles noch recht ordentlich aus“, so Schwenzer.

Finanzieren kann der Verein die Innensanierung mit einer Landesunterstützung von 15 000 Euro aus Lotto-Mitteln. Die Erneuerung der Fenster unterstützen zudem die Mittelbrandenburgische Sparkasse und die Raiffeisen- und Volksbankenstiftung mit Spenden. Bis Saisonbeginn 2018 soll die Innensanierung abgeschlossen sein. Dann können die Besucher die Lady Agnes wieder besichtigen.

Notwendig sind dann noch Arbeiten an der Außenhülle des Flugzeuges. Roststellen müssen beseitigt und Nieten erneuert werden. Die alte Farbe muss vom Flugzeug, eine neue Grundierung ist notwendig. Anschließend wird die Lady Agnes einen zweifachen neuen Farbanstrich bekommen.

Zur Finanzierung der Außensanierung und weiterer Arbeiten hat der Verein beim Land 100 000 Euro Leader-Fördermittel beantragt. Der Antrag befindet sich derzeit in der Feinabstimmung, erläutert Host Schwenzer den Bewilligungsstand. Die zur Förderung notwendigen Eigenmittel wird der Verein mit Hilfe von Spenden sichern. Ziel sei, so Schwenzer, die Gesamtsanierung der Land Agens bis Ende 2018 erledigt zu haben. Dann ist die Lady fit für die nächsten 20 Jahre und damit für die Zukunft.

Von Norbert Stein

Voriger Artikel
Mehr aus Havelland
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg