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Die drei Mathe-Asse

Schüler des Jahngymnasiums kamen beim europaweiten Pangea-Wettbewerb auf Platz 3, 8 und 41 Die drei Mathe-Asse

Drei Schüler des Jahngymnasiums Rathenow haben sich in der Endauswertung des diesjährigen Pangea-Mathematik-Wettbewerbs ganz weit vorn platziert. Jan-Eric Hellenberg (elf Jahre) aus Rathenow holte sich in der Klassenstufe 7 Platz 3, Aaron Huyoff (zwölf) aus Steckelsdorf kam auf Platz 8 und Jan Wittstock (13) aus Rathenow-West wurde auf Platz 41 notiert.

RATHENOW. . Man muss dazu wissen, dass am Pangea-Wettbewerb in der Bundesrepublik dieses Jahr in den Klassen 3 bis 10 rund 70 000 Schüler teilgenommen haben. Weil die Organisatoren unter der Devise „Mathematik verbindet“ wirken, werden mittlerweile elf weitere europäische Länder mit einbezogen. Deshalb hat die Teilnehmerzahl europaweit bei 140 000 gelegen. Da ist es beachtlich, dass drei Jungs aus Rathenow so weit nach vorn gekommen sind. Noch dazu gehen alle in die Klasse 7L des Gymnasiums.

Das „L“ bedeutet, dass es sich um eine Leistungs- und Begabungsklasse handelt. Deren Mädchen und Jungen wechseln bereits zur 5. Klasse von der Grundschule ans Gymnasium, also zwei Jahre früher als alle anderen, und werden dort besonders gefördert und gefordert.

Pangea soll nach dem Willen seiner Schöpfer Schüler aus unterschiedlichen Orten, Gesellschaftsschichten und Bildungsniveaus durch einen Mathematik-Wettbewerb zusammenführen. Den Kindern soll die Gelegenheit gegeben werden, ihre Erfahrungen und ihren Spaß an der Mathematik mit anderen Kindern zu teilen. Spaß an Mathe haben die drei Jungs aus der 7L auf alle Fälle, doch war es ganz klar auch ihr Ziel, bei Pangea etwas zu erreichen. Sie haben zunächst in der Schule an der 1. Runde teilgenommen, bei der ausschließlich schriftliche Aufgaben zu lösen waren.

Qualifiziert für die Zwischenrunden, fuhren sie mit ihren Eltern nach Berlin (Aaron und Jan) bzw. Magdeburg (Jan-Eric). Dabei schnitten Aaron und Jan-Eric so gut ab, dass sie zum Finale eingeladen wurden, das am 15. und 16. Mai in Berlin stattfand. Weil alle Teilnehmer die gleichen Aufgaben erhalten, kam Jan Wittstock durch seine Leistungen in der Zwischenrunde auf den 41. Platz. Bei der Endrunde in Berlin waren dann 160 Schüler aus diversen Ländern Europas dabei, zwölf bis 16 in jeder Klassenstufe. Zunächst schrieben alle eine Klausur, bei der es für fünf Aufgaben jeweils maximal fünf Punkte gab. Voller Dramatik war wie immer die abschließende Runde auf einer großen Bühne, wo für drei Fragen noch einmal je drei Punkte zu bekommen waren.

Die Interessierten werden sich erinnern, dass Jan-Eric Hellenberg bei früheren Pangea-Endrunden bereits zweimal Zweiter und einmal Dritter wurde. Dass es für ihn, der übrigens in der Grundschule die 2. Klasse übersprungen hat, diesmal „nur“ ein dritter Rang war, hat ihn nach eigenen Worten nicht enttäuscht. „Ich wusste, dass ich dieses Jahr nicht gewinnen kann“, hat er gesagt. Er habe in der schriftlichen Runde eine Antwort falsch gehabt. Ohne diesen Denkfehler wäre er Zweiter geworden – es sei diesmal sehr eng zugegangen.

Aaron Huyoff, für den es die erste Finalteilnahme war, hat aber von ärgerlichen Empfindungen berichtet. Bei der schriftlichen Runde habe er zwei der fünf Fragen nicht beantwortet, weil er nicht sicher gewesen sei. (Falsche Antworten ergeben Punktabzug.) Hinterher habe sich herausgestellt, dass die Vermutungen, die er hatte, richtig waren. „Hätte ich die zwei Fragen beantwortet“, gab sich Aaron zerknirscht, „wäre ich Zweiter geworden.“

„Die Jungs können stolz auf ihren Erfolg sein“, hat Schulleiterin Anke Koch gelobt. Dass alle drei im Pangea-Wettbewerb so weit nach vorn kamen, sei ein großer Erfolg.

Jan Wittstock, der im Vergleich mit den beiden anderen „nur“ 41. wurde, hat allerdings die eindrucksvollsten Worte gefunden. Nein, er sei gar nicht enttäuscht von diesem Platz, hat er auf die entsprechende Pressefrage geantwortet. Schon die gute Teilnahme an der Zwischenrunde sei für ihn ein „Lichtblick“ gewesen. Wenn man bedenke, erklärte der 13-Jährige, dass drei Jungs aus der Klasse 7L unter den besten 50 Pangea-Teilnehmern Europas seien, sei das schon „atemberaubend“. (Von Bernd Geske)

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