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Die einen zahlen mehr, die anderen weniger

Neue Kita-Satzung für Brieselang Die einen zahlen mehr, die anderen weniger

Eine neue Kita-Gebührensatzung ist derzeit in Brieselang in Vorbereitung. Bis zu 21 Euro muss ein Teil der Eltern monatlich mehr bezahlen, wenn die Gemeindevertreter die Satzung in der vorliegenden Fassung beschließen. Aber es gibt auch zahlreiche Mütter und Väter, die in Zukunft weniger zur Kasse gebeten werden.

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Viel Spaß haben auch die Kinder in der kommunalen Kita „Birkenwichtel“.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Brieselang. 21 Euro mehr im Monat müssen Brieselanger Eltern künftig bezahlen, die ihr Kind mehr als vier Stunden im Hort betreuen lassen und die ab 40 001 Euro im Jahr verdienen. Wenn sie dagegen ihr Kind im Krippenalter mehr als acht Stunden betreuen lassen, wird die Brieftasche um 63 Euro geschont. Sie zahlen dann 246 Euro statt 309. Beim ersten Beispiel zieht die Gemeinde neuerdings 145 Euro ein. Das sind die beiden Spitzenwerte bei den Veränderungen nach oben und unten, die die neue Kitabeitragssatzung der Gemeinde bereithält. Jedoch muss noch die Gemeindevertretung entscheiden.

Nach sieben Jahren erhält die Gemeinde Brieselang damit wieder eine neue Kita-Beitragssatzung. „Wir haben die Satzung komplett überarbeitet und an die neuen Gegebenheiten angepasst“, sagt Kämmerer Thomas Lessing. Dazu gehört unter anderem, dass bei der Kalkulation die Kosten der Freien Träger nicht berücksichtigt worden sind, weil sie nicht umlagefähig seien. Lediglich die kommunalen Einrichtungen Hort „Robinson“ und Kita „Birkenwichtel“ flossen bei der Berechnung mit ein. Darüber hinaus wurde die Aufteilung der Betreuungszeiträume geändert – auf drei statt bisher vier. Bezogen auf die Kita bedeutet es: „bis sechs Stunden“, „sechs bis acht Stunden“, sowie darüber hinaus. Der Verwaltungsaufwand sinkt dadurch, heißt es.

Grundsätzlich kann gesagt werden: Wer sein Kind nur für bis sechs Stunden in Krippe und Kita abgibt, muss bis auf wenige Ausnahmen mit einer Erhöhung rechnen. Ist der Nachwuchs länger dort, haben die Eltern die Chance, weniger zu zahlen. Vor allem viele Eltern, die ihre Kinder mehr als acht Stunden in Krippe und Kita betreuen lassen, können quer durch nahezu alle Einkommensklassen mit einer leichten Entlastung rechnen. Im Kindergartenalter beträgt diese beispielsweise zwei bis 19 Euro. Hingegen muss man sich bei einer Betreuung bis acht Stunden auf einen Zuschlag zwischen einem und zwölf Euro pro Monat einstellen. Wer dagegen ein Kleinkind bis drei Jahre hat, das über sechs Stunden in der Kita ist, und der ab 25 000 Euro im Jahr verdient, kann sich freuen. Er gehört zu denen, die weniger zahlen müssen.

„Neu ist bei der Satzung unter anderem auch, dass der Pauschbetrag für die Ferienbetreuung im Hort wegfällt“, sagt Lessing. Der Betrag ist in den Gebühren einkalkuliert. Zudem hat sich der Bildungsausschuss bereits für eine lineare Staffelung der Gebühren ausgesprochen, „das heißt, alle entrichten den gleichen Anteil ihres Einkommens“, so Lessing. Die Alternative wäre eine so genannte progressive Staffelung, die höhere Einkommen proportional stärker belastet. Und künftig profitieren Großfamilien von einer weiteren Staffelung. Bisher gab es bei zwei und drei unterhaltsberechtigten Kindern einen Abschlag auf 80 beziehungsweise 70 Prozent, der sich auch bei weiteren Kindern nicht änderte. Künftig sinkt der Beitrag aber pro weiterem Kind um jeweils zehn Prozent. Geändert hat sich zudem, dass in der Kita-Birkenwichtel seit 1. Januar eine Ganztagsversorgung gilt. Auch die Kosten für Frühstück und Vesper flossen in die Kalkulation der Elterngebühren ein. Vorher schlugen dabei nur die Getränke zu Buche. Mittagessen ist extra zu bezahlen, kostet 9,21 Euro pro Monat mehr, mögliche Fehlzeiten sind pauschal einberechnet.

Von Andreas Kaatz

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