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Die ersten Optikstudenten im Bildungszentrum

Rathenow Die ersten Optikstudenten im Bildungszentrum

Im Bildungszentrum der Augenoptikerinnung des Landes in Rathenow sind am Donnerstag erstmals die Studenten des neu geschaffenen Studiengangs Augenoptik/Optische Gerätetechnik begrüßt worden. Es wird ein duales Studium in dem Sinne sein, dass die Lehrveranstaltungen der Augenoptik in Rathenow stattfinden und die der Gerätetechnik in der TH Brandenburg.

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Erste Gespräche mit den Dozenten.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Mit einem Schnuppertag im doppelten Sinne des Wortes sind am Donnerstagnachmittag die ersten Studenten der neuen Fachrichtung Augenoptik/Optische Gerätetechnik im Bildungszentrum der Augenoptikerinnung des Landes in Rathenow begrüßt worden. Einerseits bekamen sie vor dem scharfen Start des Studiums am nächsten Montag die Gelegenheit, das Bildungszentrum und ihre künftigen Dozenten kennenzulernen. Andererseits war das erste Treffen betont entspannt angelegt, es gab kühle Getränke und duftende Speisen vom Grill.

In Rathenow gibt es nun erstmals eine akademische Bildungsstätte. Zum jetzt beginnenden Studienjahr ist an der Technischen Hochschule (TH) Brandenburg der duale Studiengang Augenoptik/Optische Gerätetechnik geschaffen worden. Die Bezeichnung „dual“ bedeutet in diesem Fall, dass die Lehrveranstaltungen an zwei Standorten stattfinden. Der Teilbereich Optische Gerätetechnik wird an der TH vermittelt. Was aber die Augenoptik betrifft, war es für alle Beteiligten von Anfang an klar, diesen Bereich in Rathenow unterrichten zu lassen, weil es hier schon seit vielen Jahren das Bildungszentrum der Augenoptikerinnung des Landes gibt.

18 junge Leute treten den neuen Studiengang an

Wie von Studiengangskoordinatorin Luise Micklitz zu erfahren war, treten 18 junge Leute an. Bei einer Kapazität von maximal 24 Plätzen sei diese Anzahl fürs erste Mal „total super“. Jeweils zur Hälfte sind die Studierenden weiblich/männlich. Die Lehrveranstaltungen sind so organisiert, dass die Optik-Studenten immer am Montag und Dienstag in Rathenow sind und am Mittwoch und Donnerstag in Brandenburg an der TH. Viele der neuen Studenten kommen aus der Region, teilt Luise Micklitz mit, meist aus Brandenburg, Rathenow und Berlin. Es seien aber auch welche aus Kiel und Querfurth mit dabei. Vor ihrer ersten Visite im Bildungszentrum der Innung hatten sie dem Optikindustriemuseum im Kulturzentrum einen Besuch abgestattet.

Er freue sich wahnsinnig, sagte Landesinnungsmeister Gunther Schmidt zur Begrüßung, die Studenten im Bildungszentrum begrüßen zu können. Der Studiengang sei für alle „ein bisschen Neuland“, befand er, es sei aber im Vorfeld so viel Arbeit in das Projekt gesteckt worden, dass er sicher sei, es werde gut.

Es wird die drei Abschlüsse Bachelor, Gesellenbrief und Meister geben

Martin Gorholt (SPD), seit drei Wochen Beauftragter des Landes beim Bund, der zuvor als Staatssekretär im Wissenschaftsministerium den neuen Studiengang maßgeblich mit voran getrieben hatte, betonte, dass der Landesregierung die Industriestandorte „am Herzen liegen“, weil sie zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. Um etwas für die Fachkräftesicherung zu tun, habe das Land den neuen Studiengang gefördert. Für das erste Jahr, teilte Martin Gorholt mit, investiere das Land rund eine halbe Million Euro. Erstmals gebe es ein duales Studium in dem Sinne, dass es zwei verschiedene Standorte habe. Er machte darauf aufmerksam, dass drei Abschlüsse künftig möglich sind: Bachelor, Gesellenbrief und Meister.

Der stellvertretende Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle betonte: „Rathenow als Standort braucht solche Ereignisse.“ In der Optik gebe es derzeit in der Stadt über 1000 Beschäftigte. Es sei zukunftsweisend, neben der Ausbildung nun auch ein Studienangebot zu haben. Er sei sehr gespannt, wie sich alles entwickle. Hartmut Rubach, SPD-Fraktionsvorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, erinnerte daran, wie es war, als nach 1990 in Rathenow die optische Industrie fast zusammengebrochen sei. Das Optikstudium werde dazu beitragen, für den Standort die Zukunft zu sichern.

Von Bernd Geske

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