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Havelland Die ersten Störche kommen in die Region zurück
Lokales Havelland Die ersten Störche kommen in die Region zurück
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17:41 13.04.2018
Der erste Storch im Westhavelland 2018: Auf dem Hof von Peter und Christiane Vollmann in Garlitz ist wieder Leben im Stochennest. Quelle: Norbert Stein
Garlitz

Es wird wieder geklappert im Westhavelland. Die ersten Störche sind zurück aus ihrem Winterquartier in Afrika. René Riep, Geschäftsführer beim Nabu-Regionalverband Westhavelland hat am Montag einen Storch gesichtet. In einem Fischadlerhorst in der unteren Havelniederung, wo er sich wohl lediglich eine Pause gegönnt hat. „Der Storch ist ein Durchzieher und fliegt noch weiter“, vermutet René Riep.

Nabu ist gespannt

Mit dem Frühling zieht auch in den Storchennestern wieder Leben ein. „Die meisten Störche werden in den kommenden Wochen wieder bei uns eintreffen“, meint René Riep und freut sich schon auf ihre Ankunft.

Der Storchenvater blickt sich neugierig um. Quelle: Norbert Stein

Als erste im Westhavelland konnten auch in diesem Jahr wieder die Einwohner von Garlitz einen Storch begrüßen. Bereits am 5. März ist er auf dem Hof von Peter und Christiane Vollmann eingetroffen und hat in dem Nest Quartier bezogen. „Er kommt jedes Jahr sehr zeitig“, sagt Peter Vollmann. 2018 bei seiner Ankunft war noch Winter in der Region.

Zunächst musste zugefüttert werden

Meister Adebar fand auf dem noch gefrorenen Boden nur wenig Nahrung. Peter Vollmann half ihm seinen Hunger zu stillen. Er hat den Storch zusätzlich mit Mäusen und Fisch versorgt. So gelangten auch Welsstückchen auf seinen Speiseplan.

Die Infotafel zum Storchennest vor dem  Grundstück. Quelle: Norbert Stein

Nun aber findet der Storch auch in der Natur wieder zunehmend alleine Nahrung. Nachdem er sich das Federkleid geputzt hatte, flog der Storch kurz nach 8 Uhr zum Frühstück auf die Wiesen um Garlitz. Nun hoffen die Garlitzer, das Vater Storch auch bald seine Storchenfrau in dem Nest auf dem Hof am Dorfrand wieder begrüßen kann. Bei den Störchen kommen die Weibchen meistens ein paar Wochen später zurück aus dem Winterquartier.

Der Storchenvater wartet solange geduldig im Nest. Vor einigen Jahren hatte er Besuch von einem durchziehenden Artgenossen, der inzwischen aber schon weiter geflogen ist.

Seit zwölf Jahren auf dem Mast

1996 hat Landwirt Peter Vollmann das Nest auf einen ausgedienten Strommast gesetzt. Zwei Jahre später war Leben im Nest. Garlitz hatte nach über 50 Jahren wieder ein Storchenpaar. Vor dem Grundstück haben Peter und Christiane Vollmann eine Tafel aufgestellt. Vermerkt sind die jährlichen Ankunftsdaten der Störche und die Anzahl ihrer Jungen. Nachwuchs gab es bisher jedes Jahr. Ein bis vier Jungstörche waren es immer. 2017 wurden in dem Garlitzer Nest drei Jungstörche flügge.

Hoffnung auf Nachwuchs

Nun hofft man im Dorf auch 2018 auf guten Nachwuchs im Storchennest. Das Stochennest ist für viele Garlitzer ein Hingucker, besonders aber für die Kinder aus der benachbarten Kita „Zum Wiesenhaus“. Das Nest ist auch technisch ausgerüstet. Familie Vollmann hat eine Kamera installiert, die Bilder vom Storchenleben einfängt.

Der Nabu-Regionalverband beringt jedes Jahr im Sommer Jungstörche. 2017 waren es in 26 Nestern 68 junge Störche, zu denen auch der Garlitzer Adebar-Nachwuchs gehörte. Acht Störche bekamen keinen Ring.

Von Norbert Stein

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