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Havelland Die große Pause ist zum Toben da
Lokales Havelland Die große Pause ist zum Toben da
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00:30 07.11.2015
Mit Roller oder Minirad über den Schulhof flitzen, das macht den Schülern der Pestalozzi-Schule großen Spaß. Quelle: André Neidt
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Rathenow

Es ist kurz nach 12 Uhr an diesem nebligen Dienstag. André Neidt, Mitarbeiter der Kreissportjugend Havelland (KSJ) und zuständig für die sportorientierte mobile Jugendarbeit steht mit Daniel Vollrat, Praktikant beim KSJ auf dem Schulhof der Pestalozzi-Schule. Sie sind mit dem Spielmobil gekommen und haben bereits rund 20 verschiedene Roller, Mini- und Dreiräder sowie verschiedene Spielgeräte auf dem Hof verteilt. Es ist kalt und eigentlich möchte man jetzt lieber im Warmen sitzen. Dann fliegt die Eingangstür zum Schulgebäude auf. Fünf, sechs, sieben Jungen stürmen die Treppe hinunter und stürzen sich auf die begehrte Beute. Innerhalb weniger Sekunden füllt sich der Hof. Die Aufregung ist groß und das Lachen auf den Gesichtern breit.

Die Schüler wussten genau, dass die Jungs von der KSJ da sind und den Pausenhof in einen Spielplatz verwandeln. Einmal im Monat kommen André Neidt und Daniel Vollrat zu ihnen. Unterwegs sind sie aber jeden Dienstag, denn alle Rathenower Grundschulen sowie die Förderschule Pestalozzisollen sollen von der Schulhofarbeit des KSJ profitieren.

André Neidt (Mitte) im Gespräch mit Schülern. Quelle: Ch. Schmidt

Das Projekt Schulhofarbeit begann André Neidt Anfang dieses Schuljahres. Bis vor etwa zwei Jahren hatten Streetworker ein ähnliches Projekt auf die Beine gestellt. Allerdings musste die Schulhofarbeit damals eingestellt werden, weil der Streetworkbus in die Jahre gekommen war und es kein Geld für Ersatz gab. Nun sorgt die KSJ für eine Wiederbelebung der Idee und die kommt bei Schülern und Lehrern gleichermaßen gut an. Bei den Jungen und Mädchen lässt sich das ziemlich leicht am breiten Grinsen und einem recht hohem Lärmpegel messen. Und die Lehrer erklären es so: „Das ist ein wirklich tolles Projekt. Es fördert die Koordination und beschäftigt die Kinder. Ginge es nach mir, könnten die Jungs jeden Tag kommen und noch mehr Spielgeräte mitbringen“, sagt Karola Neumann.

Mehr Spielgeräte, das ist leider nicht möglich, denn der Platz im Transporter ist begrenzt. Das größte Problem, sagt André Neidt, ist die Zeit. „20 Minuten sind verdammt kurz und es kommt schon mal zu kleinen Streitigkeiten wenn jemand ein Gerät zu lange behält“. Die Schüler müssen also auch Teilen. Noch ein positiver Aspekt. Aber nicht nur die Schüler haben etwas von dem Pausenvergnügen, auch für Neidt selbst springt dabei etwas raus. „Man kommt mit den Kids ins Gespräch, kann ihre Interessen herauskitzeln, sie für Sport und Spiel begeistern und ihnen Abwechslung bieten“, erzählt Neidt. Er nutzt die Begegnungen auf dem Schulhof, um neue Projekte vorzustellen, Ideen und Wünsche zu erfragen und lädt sie zu Terminen ein. Künftig möchte André Neidt Sportvereinen anbieten, sich an der Schulhofarbeit zu beteiligen und sich dem Nachwuchs vorzustellen. Interessierte Vereine wenden sich direkt an die Kreissportjugend.

Toben an der frischen Luft kann so schön sein: Auch diese beiden haben mächtig Spaß auf den Spielgeräten der Kreissportjugend.. Quelle: A. Neidt

Von Christin Schmidt

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