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Die nächste Vogelgrippe kommt bestimmt

Havelland Die nächste Vogelgrippe kommt bestimmt

Winterzeit ist auch bei den Tieren Grippezeit. Die Amtstierärztin Dörte Wernecke des Landkreises Havelland ist sich deshalb sicher, dass es in den kommenden Wochen auch wieder Fälle von Vogelgrippe in der Region geben wird. Tierhalter sollten daher schon jetzt Vorkehrungen treffen.

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Winterzeit ist Vogelgrippezeit – Tierhalter sollten vorsorgen und Volieren bauen.

Quelle: dpa

Nauen. Beim Geflügel ist es nicht anders als beim Menschen: Die große Krankheitswelle rollt nicht in den schönen, warmen Sommermonaten an, sondern im kalten Winter. Viele Vögel sind dann noch zusätzlich geschwächt: durch die Strapazen einer langen Reise und das schlechtere Nahrungsangebot.

Amtstierärztin Dörte Wernecke ist sich deshalb sicher, dass es in den kommenden Wochen auch wieder Fälle von Vogelgrippe in der Region geben wird: „Der Virus zirkuliert immer noch in der Population. Im Winter wird es auch wieder Krankheitsfälle geben. Die Geflügelhalter sollten sich deshalb nicht entspannt zurücklehnen, sondern unbedingt für den Ernstfall vorsorgen.“ Im Klartext heißt das: Der Bau einer größeren Voliere, in der die Tiere über einen längeren Zeitraum gehalten werden können.

Wenn bei Schwänen, Gänsen, Enten oder anderen Wildvögeln die Vogelgrippe ausbricht, muss das Hausgeflügel reingebracht werden, um eine Übertragung der Krankheit nach Möglichkeit zu verhindern. Viele Tierhalter haben zwar einen Stall, in den die Hühner jeden Abend kommen, für einen Daueraufenthalt sind die meist aber nicht ausgelegt. Der Auslauf fehlt, genügend Tageslicht, und oft auch die Möglichkeit, den Stall gründlich zu reinigen. „Wir appellieren deshalb an die Geflügelhalter, sich dringend um den Bau einer Voliere zu kümmern“, sagt Wernecke. Wichtigste Bedingung dabei: Die Voliere muss oben geschlossen sein. Durch eine Plane oder ein Dach muss ausgeschlossen werden, dass der Kot eines infizierten Vogels in Kontakt mit dem Hausgeflügel kommen kann. Schon der Daueraufenthalt in einer Voliere ist für das Geflügel nicht angenehm. Sind die Hühner, Enten und Gänse aber über einen längeren Zeitraum nur im Stall eingesperrt, birgt das ebenfalls große Risiken für die Gesundheit: „Weil die Ställe meistens nicht richtig gereinigt werden können, kommt es relativ häufig zu Verwurmungen und einfachen bakteriellen Infektionen“, erklärt Dörte Wernecke. Im vergangenen Winter seien daran sogar einige eingestallte Vögel gestorben.

Immer wieder haben Vogelhalter die Stallpflicht auch ignoriert und ihre Tiere kürzer oder länger frei laufen lassen. In solchen Fällen hat das Veterinäramt zum Teil empfindliche Strafen verhängt. Die Bußgelder beginnen ab einer Höhe von 50 Euro.

Tierhalter, die Fragen zum Volierenbau haben, können sich an die Kleintierzüchter wenden. Bernd Dahlmann, Vorsitzender des Kreisverbandes der Kleintierzüchter, würde sich darüber freuen, wenn noch mehr Halter auf gute Bedingungen bei der Unterbringung achten würden. „ Am besten ist eine fest installierte Voliere. Dafür muss man dann allerdings eine Baugenehmigung beantragen.“ Auch in solchen Fragen stehen die Zuchtvereine als Ansprechpartner bereit.

Eine Liste der Rassegeflügelvereine im Landkreis findet sich im Internet unter www.rgz-lvbb.de unter dem Stichwort Kreisverband Havelland.

Von Ralf Stork

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