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Dienstleister für Menschen mit Handicap

Verein LAB besteht seit 20 Jahren Dienstleister für Menschen mit Handicap

Die Lebens-, Alters- und Behindertenhilfe (kurz LAB) feiert in der nächsten Woche ihr 20-jähriges Bestehen. Der Rathenower Verein hat gegenwärtig 120 Mitglieder und die Arbeit seiner 14 Beschäftigten ist Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung gewidmet. Sein größtes Aufgabenfeld ist der Schülerspezialverkehr.

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Jeden Morgen bringen die Fahrzeuge des LAB rund 50 Kinder und Jugendliche aus dem Westhavelland in die Förderschulen Pestalozzi und Spektrum.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Die Fahrzeuge des Vereins Lebens-, Alters- und Behindertenhilfe, meist kurz nur LAB genannt, gehören zum Stadtbild von Rathenow so wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Der Verein, der am nächsten Mittwoch sein 20-jähriges Bestehen feiert, bietet Dienstleistungen für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung an. Sein größtes Aufgabenfeld ist der Fahrdienst, dessen Autos in der Region allgegenwärtig sind. Wie LAB-Geschäftsführerin Adelgund Ebel berichtet, setzt der Verein im Schülerspezialverkehr zurzeit sieben Fahrzeuge ein. Drei von diesen sind Kleinbusse, in denen Rollstühle transportiert werden können.

Täglich werden 50 Kinder in die Förderschulen gebracht

Gegenwärtig transportieren die Autos des LAB jeden Morgen rund 50 Kinder im Alter von sechs bis 18 Jahren zu den Förderschulen Pestalozzi und Spektrum nach Rathenow und bringen sie am Nachmittag wieder nach Hause. Das Einzugsgebiet ist das Westhavelland, genauer gesagt der Altkreis Rathenow und der Raum Friesack. Eine Tour führt täglich auch zur Gehörlosenschule nach Potsdam, dieses Auto fährt morgens um 5.30 Uhr stets als erstes vom Hof. Sitz des LAB ist das Grundstück Schopenhauerstraße 18c. Mancher erinnert sich: In einem Gebäude dort war zu DDR-Zeiten der Intershop.

Der Verein hat zurzeit 120 Mitglieder. Auch für sie hält der LAB verschiedene Angebote bereit. Sind die Kinder in die Schulen gebracht, steht der Fahrdienst auch für sie bereit. Touren zum Arzt, zum Einkaufen und zu Veranstaltungen können gebucht werden. Immer donnerstags gibt es einen Spielenachmittag und in 14-tägigem Abstand finden größere Veranstaltungen statt. In der letzten Woche gab es eine Modenschau. Zuvor wurden Gruppenfahrten zu den verschiedenen Buga-Standorten angeboten.

Der Verein LAB e.V.

Der Verein Lebens-, Alters- und Behindertenhilfe (LAB) Havelland ist seit 1995 gemeinnützig tätig.

Sein Ziel ist die Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigungen, um ihnen ein weitestgehend selbstbestimmtes, gleichberechtigtes Leben zu ermöglichen.

Zu den Dienstleistungen des LAB gehören: Fahrdienst, soziale Beratung, Hauswirtschaftshilfe, Schiebedienste, familienentlastender Dienst, Einzelfallhilfe, ambulante Wohnschule, betreutes Einzelwohnen, Mietwagenverkehr und verschiedenste Veranstaltungen.

Der Verein hat gegenwärtig 120 Mitglieder und 14 Beschäftigte.

Am Mittwoch, dem 23. September, feiert der LAB ab 10 Uhr mit Gästen und eigenen Mitgliedern im Havelrestaurant Schwedendamm sein 20-jähriges Bestehen. Die Trommelgruppe der Förderschule Spektrum tritt auf, es wird eine Rückschau gehalten und Bilder aus der Vereinsgeschichte laufen als Dia-Show. Wer über den LAB berichtet, sollte daran erinnern, dass es vorher den Behindertenverband Westhavelland gab. Dieser war Anfang der neunziger Jahre mit dem Fahrdienst beauftragt und betrieb in Rathenow-Ost sogar eine Kita. 1995 ging der Behindertenverband aber in Insolvenz und seine Kita musste geschlossen werden. In die Verträge für den Schülerspezialverkehr trat später der LAB ein.

Verein und Geschäftsbetrieb haben sich positiv entwickelt

Der familienentlastende Dienst ist heute eine weitere Hauptaufgabe des LAB. In den Ferien bietet er für Kinder und Jugendliche mit Handicap eine Ganztagsbetreuung an. Wer früher zur Arbeit muss, als die Schule beginnt, kann sein Kind morgens beim LAB in gute Hände geben. Eine wichtige Aktivität der letzten Jahre ist die Wohnschule für junge Leute ab 18 Jahren. Behinderte Jugendliche, die normalerweise bei ihren Eltern wohnen, können dort üben, wie es für sie in eigenen vier Wänden wäre. Im vergangenen Jahr hat der Verein extra eine Wohnung dafür angemietet. Die jungen Leute lernen dort kochen, backen, waschen und putzen. Übernachtungen und mehrtägige Aufenthalte sind möglich. Wenn deren Eltern zustimmen, können Jungerwachsene mit guten Wohnschul-Erfahrungen einen eigenen Hausstand gründen. „Der Verein und der Geschäftsbetrieb des LAB haben sich positiv entwickelt“, sagt Geschäftsführerin Adelgund Ebel. „Wir sind ständig bestrebt, unsere Angebote für behinderte Menschen zu erweitern.“

Von Bernd Geske

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