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Diese Ideen gibt es für den Bredower Forst

Brieselang Diese Ideen gibt es für den Bredower Forst

Als „Brieselang und Bredower Forst“ wurden die Wald- und Wiesenflächen zwischen Finkenkrug und Brieselang als Flora-Fauna-Habitat-Gebiet in das europäische Schutzgebietsnetz Natura-2000 aufgenommen. Um Tierarten und Lebensräume dauerhaft zu schützen, sollen bis 2020 geeignete Schutzmaßnahmen entwickelt werden.

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Im Bredower Forst wurde 1930 der erste Naturpfad Deutschlands angelegt – Das Gebiet gehört nun zum Schutzgebietsnetz Natura 2000.

Quelle: Danilo Hafer

Brieselang. Aus drei mach eins, heißt es für die Naturschutzgebiete Bredower Forst, Heimische Heide und Heimische Heide Ergänzung. Die drei Teilgebiete zwischen Finkenkrug und Brieselang wurden unter dem Namen „Brieselang und Bredower Forst“ als sogenanntes Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH) in das europäische Schutzgebietsnetz Natura-2000 aufgenommen. Um die dort lebenden Tierarten und deren Lebensräume dauerhaft zu schützen, sollen bis 2020 im Rahmen einer Managementplanung geeignete Schutz- und Bewirtschaftungsmaßnahmen entwickelt werden.

Am Dienstagabend stellten André Freiwald vom Naturschutzfonds Brandenburg und Susanne Diemer vom Planungsbüro YggdralDiemer das Projekt der Öffentlichkeit vor. Rund 40 Anwohner und Freunde des Bredower Forstes und der Heimischen Heide folgten der Einladung ins Kulturhaus Johannes R. Becher in Falkensee

„Im dem neu zusammengefassten FFH-Gebiet leben viele seltene Tierarten. Besonders zu erwähnen sind zum Beispiel Fledermäuse, wie das Große Mausohr, aber auch sehr viele Schmetterlinge wie der Große Feuerfalter“, sagte die Diplombiologin Susanne Diemer. Besonders sei auch die lange Naturschutztradition. „Das Gebiet wird seit über einhundert Jahren naturkundlich erfasst, das gibt es nicht oft und betont dessen Bedeutung“, so André Freiwald.

Hintergrund

1930 wurde im Bredower Forst der erste Naturlehrpfad Deutschlands eingerichtet. Seit 1961 ist der Bredower Forst ein Naturschutzgebiet. 2005 wurde mit der Reaktivierung des Lehrpfads durch die Gemeinden begonnen.

Das neue FFH-Schutzgebiet „Brieselang und Bredower Forst“ umfasst eine Fläche von 1114 Hektar. Gut die Hälfte des Gebietes ist mit Wald bedeckt.

Der Biber, die Bauchige Windelschnecke, die Bechsteinfledermaus und andere Tierarten haben in dem Gebiet ihr zu Hause. Auch schützenswerte Pflanzenarten, wie Sumpf-Engelwurz oder das Vorblattlose Leinblatt wachsen in dem Naturschutzgebiet.

Gemeinsam mit ihrem Team wird Diemer im kommenden Jahr das Schutzgebiet genau unter die Lupe nehmen. „Wir werden das Gebiet noch einmal komplett kartieren und auf die schützenswerten Arten untersuchen“, erzählte sie. Auf Grundlage der Erfassungen wird das Büro dann geeignete Entwicklungsmaßnahme vorschlagen und diese Anfang 2019 mit der Gemeinde, Eigentümern, Nutzern und Interessierten diskutieren.

Den Naturschützen ist es wichtig, die Landeigentümer von Anfang an in die Planungen einzubeziehen, denn FFH-Maßnahmen basieren auf Freiwilligkeit und sind nicht rechtsbindend. „Wir machen Vorschläge und geben Finanzierungsmöglichkeiten, die Umsetzung liegt bei den Verantwortlichen vor Ort“, sagte Freiwald.

Ziel sei in jedem Fall, die Lebensräume im Brieselang und Bredower Forst zu erhalten und zu entwickeln. „Die Erholungsnutzung spielt in einem solchen Bereich natürlich auch immer eine große Rolle“, so Diemer. Schon jetzt wird das Gebiet von vielen Spaziergängern und Fahrradfahrern genutzt. Aber auch andere haben die Natur für sich entdeckt. Sehr zum Unmut vieler Naturliebhaber. „Ich treffe oft Reiter und auch Quadfahrer, die sich nicht and die Regeln halten“, sagte Ingrid Kaufmann. Die Finkenkrugerin wohnt in direkter Nähe des Bredower Forstes und nutzt ihn regelmäßig für Spaziergänge.

Dass das Gebiet nun Teil des europäischen Schutzprogrammes ist, gefällt ihr, gleichzeitig mache sie sich aber Sorgen, ob damit wirklich alles besser werde. „Wenn die Bahn zum Beispiel irgendwann die Strecke ausbaut, die ja durch den Wald führt, dürfte sie das wohl auch im Schutzgebiet tun“, sagte sie.

Gespannt auf die Ergebnisse der nun beginnenden Managementplanung ist auch Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU). Er betonte, dass es trotz allen Schutzes auch einen Zugang zu dem Gebiet, insbesondere für Rettungskräfte geben müsse.

Von Danilo Hafer

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