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Diese Projekte sollen das Gemeinwohl stärken

Havelland Diese Projekte sollen das Gemeinwohl stärken

Rund 93.000 Euro wurden 2017 dank der Partnerschaft für Demokratie Westhavelland und Nauen in 23 Projekte investiert. Vom Theaterstück mit Flüchtlingen über Ausstellungen und Aktionen im ländlichen Raum. Dabei geht es stets darum, das Gemeinwohl zu stärken. Nun unterstützt die Partnerschaft einen Bürgerdialog. Thema ist die Zukunft Europas.

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Die Konferenz zum Krieg in Syrien, die von der Partnerschaft unterstützt wurde, lockte zahlreiche interessierte Bürger an.

Quelle: Christin Schmidt

Rathenow. Wahrscheinlich ist die Partnerschaft für Demokratie Westhavelland und Nauen, die Anfang 2015 die Nachfolge des Lokalen Aktionsplans antrat, noch immer nicht allen Menschen in der Region ein Begriff. Dabei haben schon zahlreiche Bürger eines der zahlreichen Projekte miterlebt, die Dank der Partnerschaft umgesetzt werden konnten.

Allein in diesem Jahr wurden rund 93 000 Euro in 23 Projekte investiert. Vom Neujahrsfest auf dem Märkischen Platz und im Foyer des Kulturzentrums, über das Laut und Bunt Festival bis zur Gestaltung der Außenwand in der Otto-Seeger-Grundschule – die Spuren, die die Partnerschaft hinterlassen hat, sind nicht zu übersehen. Der Kolonistenhof Großderschau brachte sich in diesem Jahr bereits dreimal ein und konnte Veranstaltungen wie die Fotoausstellung „Arm und Reich“ umsetzen. Auch die Matinee der „Freunde für Europa“ mit kostenlosen Filmvorführungen im Haveltorkino wird von der PfD gefördert und regelmäßig von bis zu 90 interessierten Besuchern angenommen.

Rund 6000 Euro stehen in diesem Jahr noch zur Verfügung

Ermöglicht wird all das mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“, die Dank der Partnerschaft in die Region fließen. 85 000 Euro stehen jährlich zur Verfügung. Hinzu kommen 5000 Euro, die die teilnehmenden Kommunen aufbringen. „Zusammen mit dem Eigenanteil der Projektträger, der in der Regel zehn Prozent beträgt, kommen wir in diesem Jahr bereits auf rund 93 000 Euro, die in Projekte investiert wurden“, berichtet Mike Stampehl, Koordinator der PfD.

Begegnungen zwischen verschiedenen Kulturen werden dabei ebenso gefördert wie gemeinwohlorientierte Aktionen in strukturschwachen Orten. Für dieses Jahr stehen noch rund 6000 Euro vom Bund für Projekte zur Verfügung. Einige Ideen gibt es bereits, es können aber noch Vorschläge eingereicht werden. Der Begleitausschuss der Partnerschaft entscheidet dann über die einzelnen Anträge. „Wir sammeln auch schon Ideen für 2018“, betont Stampehl.

Zahlreiche Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen feierten im Januar gemeinsam das von der Partnerschaft geförderte Neujahrsfest im Rathenowe

Zahlreiche Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen feierten im Januar gemeinsam das von der Partnerschaft geförderte Neujahrsfest im Rathenower Kulturzentrum.

Quelle: Christin Schmidt

Neben zahlreichen Projekten hat die PfD zusätzlich Initiativen und Veranstaltungen unterstützt. Dazu gehören unter anderem die „Pulse of Europe“-Kundgebungen, die Syrien- und die Demokratiekonferenz mit dem Aktionsbündnis „Unser Rathenow“ sowie Ausstellungen in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche.

Die nächste Veranstaltung findet bereits am 19. Oktober statt. Dann lädt die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland und das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg zu einem Bürgerdialog ins Kulturzentrum ein. Thema der Veranstaltung, für die Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger die Schirmherrschaft übernommen hat, ist die Zukunft der EU.

Alle Bürger sind eingeladen, über die Frage „Welche Zukunft für die Europäische Union wollen wir?“ zu diskutieren. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Kulturzentrum. Zu Gast sind Anne Quart, Staatssekretärin im Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg und Patrick Lobis, Europäische Kommission in Deutschland. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter: 0 30/88 41 22 02 .

Mike Stampehl hofft, dass sich möglichst viele Menschen mit unterschiedlichsten Meinungen einbringen und offen miteinander reden, denn das sei das Ziel der PfD.

Von Christin Schmidt

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