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Diese Vorhaben sollen umgesetzt werden

Bürgerhaushalt Wustermark Diese Vorhaben sollen umgesetzt werden

Sechs und acht Vorhaben aus dem Bürgerhaushalt 2017 in Wustermark (Havelland) wurden umgesetzt. Knapp 40.000 Euro wurden auf diese Weise zur Verschönerung des Ortsbildes ausgegeben. Zwei Einreicher hatten ihren Gewinnervorschlag zurückgezogen.

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Bürgermeister Holger Schreiber (r.) und Ortsvorsteher Roland Mende auf Büchersuche.

Quelle: Jens Wegener

Wustermark. „Es muss sichtbar und erkennbar sein, was aus dem Bürgerhaushalt finanziert wurde. Dann interessieren sich bestimmt noch mehr Einwohner für den Bürgeretat als jetzt“, sagt Gemeindevertreterin Elke Schiller (WWG). Die Idee, entsprechende Schilder anzubringen, wolle die Verwaltung aufgreifen, signalisiert Kämmerin Andrea Harksel.

Die Bilanz zum Wustermarker Bürgerhaushalt, der 2017 erstmals zur Verfügung steht, falle trotz einiger Schwierigkeiten positiv aus, so Harksel. Sechs der acht auserwählten Vorhaben konnten in diesem Jahr aus dem 50000 Euro umfassenden Topf finanziert und realisiert werden. Bei zwei Projekten habe der Einreicher seine Bereitschaft zur Umsetzung zurückgezogen. Das dafür vorgesehene Geld (11.000 Euro) wurden nicht ausgegeben, flossen zurück in den Gemeindehaushalt.

Über die jüngste Anschaffung dürften sich viele Wustermarker besonders freuen. In Priort vor dem Gemeindehaus und am Wustermarker Rathaus stehen jetzt zwei alte Telefonzellen der Telekom. Dort kann aber nicht mehr telefoniert werden, sondern als handelt sich um eine für jedermann nutzbare kostenfreie Büchertauschzentrale, die „24 Stunden am Tag und 363 Tage im Jahr geöffnet ist. Nur Silvester und am Männertag wird aus Vorsicht zugeschlossen“, erklärt Jens Kroischke von der Gemeindeverwaltung.

Er hat sich maßgeblich um den Kauf, den Umbau, die Gestaltung und das Aufstellen der Zellen gekümmert. Betreut werden die Bücherzellen ehrenamtlich von zwei Damen: Irmtraud Beierlein in Wustermark und Dagmar Dominiak in Priort.

Ebenfalls bereits sichtbar und nutzbar ist ein Trampolin auf dem Spielplatz an der Grundschule Wustermark. „Eltern und Kinder haben uns berichtet, dass dieses Gerät super angenommen wird“, so Andrea Harksel. Bis auf sechs in Wustermark sind schon 30 Hundetoiletten im Gemeindegebiet aufgestellt worden.

Die Gewinnervorschläge für 2018

Auch 2018 stehen wieder 50000 Euro im Bürgerhaushalt Wustermark zur Verfügung.

42 Vorschläge sind eingereicht worden, 24 kamen nach Überprüfung durch die Verwaltung in die Auswahl.

Sechs Maßnahmen sollen im nächsten Jahr realisiert werden.

Die meisten Stimmen (179) entfielen auf den Vorschlag, mehr Arbeitsgemeinschaften in der Grundschule Wustermark zu schaffen oder finanziell zu unterstützen.

Die weiteren Gewinner: Zuschuss für ein nichtkommerzielles Café in Elstal auf ehrenamtlicher Basis; ein Zebrastreifen über die Chaussee (Kreisstraße) in Priort in Höhe der Bäckerei (Zustimmung des Landkreises ist Bedingung); zweite „Tour de Wustermark“; Errichtung eines Calisthenics-Sportparks (Kraftsport) in Priort und Bau eines Basketballplatzes in Wustermark neben dem geplanten neuen Bolzplatz.

Die Behälter werden künftig von den Bauhofmitarbeitern geleert und mit neuen Beuteln versehen, was natürlich einen Mehraufwand für die Kollegen bedeute, so Harksel.

An den vier Standorten Friedrich-Rumpf-Straße/Dorfanger und Berliner Straße in Wustermark sowie Maulbeerallee und Rosa-Luxemburg-Allee/östliche Steinstraße in Elstal wurden Wildblumenwiesen angesät. Dort werde man Erfolge aber erst im Frühjahr sehen, weiß Jens Kroischke. Eine holländische Firma habe sich um den Unterboden und die Pflanzenauswahl gekümmert. „Das Outletcenter in Elstal hat sich finanziell beteiligt.“ Sechs bis sieben Jahre sollen die Wiesen blühen. Zusätzlich seien Nistkästen angeschafft worden, die vor allem von Kita- und Schulkindern dort angebracht werden.

Zur Verschönerung des Ortsbildes sind 125 000 Frühlingsblumenzwiebeln in der Puschkinstraße in Elstal sowie diverse Wildrosen, zum Beispiel vor dem Zaun am Bauhof in Wustermark, in die Erde gekommen.

Als erfolgreiche Aktion aus dem Bürgerhaushalt 2017 gilt nicht zuletzt die „Tour de Wustermark“, die im Frühjahr mehrere hundert Radler zum Mitfahren animierte. Eine zweite Tour steht 2018 an, auch finanziert aus dem Bürgeretat.

Von Jens Wegener

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